Gras über einer Fabel-Karriere

Von Alexander Mey
Montag, 29.10.2007 | 11:13 Uhr
formel 1, michael schumacher, saison, rückblick, ferrari, box, kommandostand
© Getty
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München - Am vergangenen Mittwoch ist Michael Schumacher ins Formel-1-Cockpit zurückgekehrt. Ziemlich genau ein Jahr nach seinem letzten Rennen griff er auf der Ferrari-Heimstrecke in Fiorano ins Lenkrad des F2007 und drehte eine Handvoll Runden.

Mehr nicht. Schließlich sollte das ganze ja nicht nach einer verkappten Testfahrt aussehen, die nur wieder die ständigen Gerüchte über ein Comeback angeheizt hätte.

Comeback-Gerüchte. Wann gab es die eigentlich zuletzt? Vielleicht beim Spanien-GP, oder doch beim Rennen am Nürburgring? Man kann sich kaum noch erinnern. Auf jeden Fall ist es aber schon einige Monate her.

Es ist still geworden um Schumi

Ein Jahr nach seinem Karriereende spricht man kaum noch über Schumi, er war beim Saisonfinale in Sao Paulo bestenfalls noch Stoff für Rückblicke auf gute alte Zeiten.

Ihm selbst wird das recht sein, schließlich hat er bewusst große Distanz zur Königsklasse gehalten, um Gras über seine einmalige Karriere wachsen zu lassen.

Schumi kann ohne die Formel 1 gut leben, aber wie gut konnte die Formel 1 2007 ohne Schumi leben? SPOX.com zieht ein Fazit des Jahres eins nach Michael Schumacher - sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.

Der Sport Formel 1 ohne Schumacher

"Geil, einfach geil", fasste Premiere-Experte Hans-Joachim Stuck im SPOX-Rückblick die Saison zusammen und stellte fest: "Alle hatten befürchtet, dass die Formel 1 nach Schumacher tot ist. Aber das war Quatsch!"

Es hätte aber passieren können. Hätte es 2007 nicht zufällig die spannendste Saison seit 20 Jahren gegeben, in der der Titelkampf bis zum letzten Rennen dramatisch war und deutsche Fahrer und Hersteller Hauptrollen spielten.

Stichwort Spannung: Beherztes Fahren der so genannten „jungen Wilden" mit starken Überholmanövern und dazu außergewöhnliche Umstände wie die Regenrennen in Deutschland, Japan und China haben dafür gesorgt, dass es wenige Rennen gab, die wirklich langweilig waren.

Stichwort Deutschland-Quote: Mercedes hat zusammen mit McLaren acht Rennen gewonnen und hätte sich ohne die Spionage-Affäre ein knappes Rennen um die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft mit Ferrari geliefert. BMW hat mit Sauber 101 Punkte erreicht und mit Platz zwei in der Herstellerwertung deutlich mehr erreicht als man erhoffen konnte.

Deutsche Piloten haben zusammen insgesamt 93 WM-Punkte eingefahren, allen voran Nick Heidfeld mit 61 Zählern. Er stand zweimal auf dem Podium und führte mehrmals ein Rennen an. Das tat übrigens auch Markus Winkelhock bei seinem einzigen Rennen auf dem Nürburgring.

Für nachhaltigeren Eindruck sorgte zum einen Nico Rosberg, der sogar als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Alonso bei McLaren gilt. Zum anderen schlug Sebastian Vettel ein wie eine Bombe. Auch Adrian Sutil empfahl sich im unterlegenen Spyker für höhere Aufgaben.

Einzige Enttäuschung war ausgerechnet ein Mann namens Schumacher. Ralf Schumacher ging im Vergleich mit der aufstrebenden deutschen Phalanx unter.

Das Geschäft Formel 1 ohne Schumacher

Entscheidend für den international ungebrochenen Erfolg der Formel 1 war die Cinderella-Story um Lewis Hamilton. "So etwas wie Hamilton hat die Formel 1 noch nicht gesehen", sagte Premiere-Experte Marc Surer im SPOX-Saisonrückblick. "Er hat die Ära nach Schumacher eingeläutet. Jetzt beginnt die Hamilton-Ära."

Mit Hamilton als Sonnyboy der Szene hatten vor allem die Medien einen Mann, auf den sie sich an Stelle von Schumacher stürzen konnten. "Wir haben mit Schumacher einen großen Helden verloren, aber mit Hamilton haben wir einen anderen. Davor war ich mir nicht sicher, wo es für den Sport hingehen würde", gab F-1-Boss Bernie Ecclestone im "Guardian" zu.

Über drei Milliarden Euro Umsatz

In Großbritannien verzeichnete der übertragende TV-Sender "ITV" einen Zuschauerzuwachs von 40 Prozent im Vergleich zu 2006. Auch in den Zeitungen hat Hamilton Schumachers Platz eingenommen. Spanien erlebt seit Jahren das gleiche Phänomen mit Alonso.

Insgesamt hat die Formel 1 nach Schätzungen des Fachmagazins "Formula Money" im Jahr 2007 satte 3,05 Milliarden Euro umgesetzt - so viel wie noch nie zuvor. Allein die TV-Rechte haben 270 Millionen Euro in die Kassen gespült.

Moderater Zuschauerschwund in Deutschland

Und was ist mit Deutschland? Ist hierzulande der große Einbruch gekommen, den alle nach dem Karriere-Ende von Schumacher befürchtet hatten?

Fakt ist, dass sowohl Premiere als auch RTL Zuschauereinbrüche von rund 20 bis 25 Prozent hinnehmen mussten. Dennoch hat Premiere bereits seinen Vertrag mit Ecclestone verlängert, RTL will in Kürze nachziehen.

Denn: "Die Zuschauerzahlen waren insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Positiv festzuhalten ist, dass die Formel 1 das Fundament für ein hohes Interesse in der Zukunft gelegt hat", sagte Premiere-Sportchef Carsten Schmidt. "Das ist die Erkenntnis, die uns den Rückgang insgesamt gut verschmerzen lässt."

Schmidt gibt als Grund für den moderaten Rückgang der Zuschauerzahlen zwar auch das Phänomen Hamilton an, entscheidend ist für ihn aber etwas anderes: "Wichtiger ist die deutsche Performance. Ob Fahrer oder Teams - unsere Zuschauer brauchen nationale Identifikation im spannenden Wettbewerb."

Wie hätte Schumi gegen Hamilton ausgesehen?

Also 2008 am liebsten ein dramatisches WM-Finale zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton im Mercedes und Nick Heidfeld im BMW.

Oder doch lieber wieder mit Schumi? "Ich vermisse ihn und würde ihn gerne wieder in der Formel 1 sehen", sagt Ecclestone.

Und mal ehrlich: Wer hat sich in dieser Saison nicht mindestens einmal gefragt, wie Schumi wohl im Kampf gegen Hamilton, Alonso und Räikkönen ausgesehen hätte?

 

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