YB-Bern-Legionär Thorsten Schick im Gespräch mit SPOX

"Es wurden blöde Aussagen getätigt"

Von Andreas Födinger
Mittwoch, 15.02.2017 | 17:37 Uhr
Advertisement
Club Friendlies
FrLive
Inter Mailand -
FC Schalke 04
1. HNL
Fr20:00
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Im Gespräch mit SPOX spricht YB-Bern-Legionär Thorsten Schick über die Stärke der Schweizer Liga, das Praktische an Adi Hütter und warum er nach dem unrühmlichen Abgang aus Graz keine böse Gedanken an Sturm verschwendet.

Thorsten Schick erfuhr im letzten Sommer den Grundsatz des Optimismus am eigenen Körper: nachdem die Türe Sturm Graz und die damit einhergehende Vertragsverlängerung nach langen Verhandlungen endgültig zugeknallt wurde, öffnete sich woanders eine völlig neue: die Türe von YB Bern, elfmaliger Schweizer Meister und Qualifikant der Champions League.

Erlebe die Premier League auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Nach anfänglichen Schwierigkeiten inklusive einer nervigen Blessur, die ihn im August für 25 Tage außer Gefecht setzte, ist Thorsten Schick im Schweizer Mittelland angekommen. Er durchlebte eine turbulente Champions-League-Qualifikation, in denen YB gegen Borussia Mönchengladbach gehörig Lehrgeld zahlte, eine mittelmäßig erfolgreiche Europa-League-Gruppenphase und eine absolut zufriedenstellende Schweizer Halbsaison. Seine Statistiken können sich durchaus sehen lassen. In insgesamt 25 Saison-Einsätzen kam Schick auf stolze 17 Torbeteiligungen, der 25. Einsatz war es auch, der bei ihm eine Klausel zur Vertragsverlängerung aktivieren sollte.

Der unrühmliche Abschied aus der Heimat

Und der 26-jährige Grazer fühlt sich pudelwohl in Bern, wie er SPOX im Gespräch verriet: "Die Mannschaft hat mich wirklich sehr gut aufgenommen. Ich mag auch die Stadt sehr gerne, sie ist nicht zu groß. Ähnlich wie Graz." Der Vergleich mit Graz sollte im Gespräch noch des Öfteren vorkommen: "Klar ist Sturm immer ein Thema bei mir. Ich bin Sturm-Fan seit ich denken kann. Das ändert sich nicht so schnell."

Auch nicht nach den Querelen im Sommer? Der rechte Mittelfeldspieler, im Nachwuchs der Schwarzweißen ausgebildet, wurde nach 66 Profi-Einsätzen für die Blackys geschasst, obwohl es sich doch in der Winterpause noch anders angefühlt hatte: "Es gab damals eine blöde Situation mit dem Wechsel des Sportdirektors. Alles war anders ausgemacht, wir waren in den Planungen schon sehr weit, hatten gute Gespräch mit dem alten Sportdirektor (Gerhard Goldbrich, Anm.). Dann kam es zum Wechsel, Günter Kreissl übernahm und der wollte einige Sachen anders machen. Das ist auch okay so."

Schmutzkampagne

In Graz lief eine kleine Schmutzkampagne, Schick wurde bezichtigt, dem schnöden Mammon nachgehen zu wollen. Falsch, wie er heute betont: "Es wurden blöde Aussagen getätigt, von wegen mir ginge es nur ums Geld. Das ist natürlich nicht ganz richtig, aber mir war es zu mühsam, ständig alles zu berichtigen."

Nachdem die Grazer Tür geschlossen wurde, öffnete sich rasch jene bei YB. Auch unter starker Mithilfe des österreichischen Bern-Coaches Adi Hütter: "Wenn Adi Hütter hier nicht Trainer wäre, würde ich nicht hier spielen." Schick weist den Vorwurf des Trainer-Proteges allerdings aufs Schärfste zurück: "Viele sehen es so: 'Ja, der spielt nur, weil er Österreicher ist'. Das ist aber Blödsinn. Ich glaube, dass ich es im Endeffekt schwerer als andere habe. Hütter darf sich keinen Fehler erlauben. Ich muss schon Leistungen bringen." Dennoch war Schick froh, auf einen Landsmann zu treffen: "Es ist schon angenehm, manchmal österreichisch zu reden."

70 Euro für ein Ticket

Ansonsten ist relativ wenig in der Schweiz österreichisch. Ein Ticket im Berner Stade de Suisse kostet umgerechnet knappe 70 Euro. Ein Wahnsinn, wie auch Schick empfindet: "Die Ticketpreise sind eigentlich komplett absurd. Aber wenn du dir die Wirtschaftslage in der Schweiz ansiehst, dann ist das vom Verhältnis wieder okay. Ein normaler Angestellter verdient hier ein paar Tausender, das kann man sich nicht vorstellen."

Die Finanzen sind es auch, die schlussendlich den Unterschied zum österreichischen Fußball ausmachen, wie Schick betont: "Vom spielerischen gibt es keinen mega-großen Unterschied. Aber die Wirtschaftslage spiegelt sich im Fußball wider. Die Vereine, die Stadien - da wird sehr gut mit Geld umgegangen." Vom Zuschauerpotenzial zieht Schick Parallelen zum österreichischen Rekordmeister: "YB ist zu vergleichen mit Rapid - egal, wo wir hinkommen, die Zuseher schauen gerne vorbei. Man weiß, dass man bei uns Offensiv-Spektakel geboten kriegt."

Offensiv-Spektakel, das der Schnelligkeit und der Spielweise Schicks zugute kommt. Und ihn immerhin zum Stammspieler beim Zweiten der Schweizer Liga avancieren ließ: "Ich war natürlich traurig und enttäuscht, als es in Graz aus war. Aber im Nachhinein bin ich sehr froh, wie das Ganze abgelaufen ist. Ich bin sehr happy, in Bern zu sein." Wenn sich eine Tür schließt, macht sich eben eine neue auf.

Thorsten Schick im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung