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NFL

NFL-Playoffs - Wildcard Sonntag: Ravens wollen Rache nehmen - Corona-Plage bei den Browns

Von Jan Dafeld

New Orleans Saints (12-4, #2) vs. Chicago Bears (8-8, #7) (So., 22.40 Uhr live auf DAZN)

New Orleans Saints: Der Weg in die Playoffs

Als Mitfavorit in die Saison gestartet fanden die Saints nicht wie erhofft in die Spielzeit. Auf einen Auftaktsieg gegen die Bucs folgten Niederlagen gegen die Raiders und Packers. Der Heimvorteil in den Playoffs schien bereits in Gefahr, doch New Orleans antwortete mit einer Neun-Spiele-Siegesserie - und das, obwohl Drew Brees mehrere der Begegnungen verletzungsbedingt verpasste. Eine knappe Niederlage gegen die Eagles mit Tayson Hill als Starting Quarterback machte die Träume vom Nummer-eins-Seed vier Wochen vor dem Ende der Regular Season jedoch zunichte.

Chicago Bears: Der Weg in die Playoffs

Die Definition von auf und ab! Die Bears nutzten ihren vergleichsweise einfachen Spielplan zu Beginn der Saison und starteten mit fünf Siegen aus sechs Spielen in die Saison. Als es dann vermehrt gegen Playoff-Teams ging, setzte es allerdings fünf Niederlagen in Folge. Die Playoffs schienen bereits außer Reichweite, mit Mitch Trubisky als Quarterback schlug Chicago jedoch die Texans, Vikings und Jaguars. Die deutliche Niederlage gegen die Packers in Woche 17 spielte aufgrund der zeitgleichen Niederlage der Cardinals gegen die Rams dann keine Rolle mehr.

Die aktuelle Situation der Saints

Alle Blicke in Louisiana sind auf Alvin Kamara gerichtet. Nach einem positiven Coronatest verpasste der Running Back das letzte Saisonspiel. Folgt kein weiteres positives Ergebnis, wird Kamara in der Wildcard-Runde allerdings wieder spielen können - weil die Saints erst am Sonntag spielen, am Samstag hätte er noch aussetzen müssen. Verzichten müssen die Gastgeber gegen die Bears derweil auf Trey Hendrickson. Der Pass-Rusher, der eine herausragende Regular Season gespielt hat, fällt mit einer Nackenverletzung aus.

Die aktuelle Situation der Bears

Chicago wird auf seinen Slot-Corner Buster Skrine verzichten müssen, der aufgrund einer Gehirnerschütterung nicht spielen können wird. Gegen die Saints und ihr intensives Kurzpassspiel ein potenziell schwerwiegender Ausfall. Darnell Mooney (Knöchel), Roquan Smith (Ellbogen) und Jaylon Johnson (Schulter) sind angeschlagen, werden aber aller Voraussicht nach spielen.

Saints vs. Bears: Players to Watch

Drew Brees (Quarterback, Saints)

Die Saints sind auf dem Papier das klar bessere Team, Chicago wird Turnover und das Quäntchen Glück auf seiner Seite bauchen, um für eine faustdicke Playoff-Überraschung zu sorgen. Hier kommt Brees ins Spiel: Der 41-Jährige sah in dieser Spielzeit nicht immer rund aus, insbesondere nach seiner schweren Rippen- und Lungenverletzung wirkte er angeschlagen. Gegen die Chiefs brachte Brees weniger als 50 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, gegen die Vikings warf er zwei Interceptions. Spielt Brees gegen die Bears nicht besser, könnte das Spiel enger werden als es den Gastgebern lieb sein dürfte.

Mitchell Trubisky (Quarterback, Bears)

Die Bears haben ihre Offense mit Trubiskys Rückkehr als Starter merklich umgekrempelt und stark an die Offense von Kyle Shanahan in San Francisco angepasst. Das hat Trubiskys Job deutlich vereinfacht, in der von Play Action und Rollouts geprägten Offense sah der 26-Jährige zuletzt besser aus. Dennoch bleiben seine Limitierungen bestehen, die hervorragende Defenseder Saints dürfte Trubisky zusetzen. Auch unter diesen Umständen wird der ehemalige Nummer-zwei-Pick kritische Turnover tunlichst vermeiden müssen, andernfalls könnten seine Bears frühzeitig die Lichter ausgehen.

Saints vs. Bears: Darauf kommt es an

Die "neue" Offense der Bears setzt auf ein konstantes Run Game, auf das wiederum Play Action und Rollouts aufgebaut werden. Das hat gegen Teams wie die Lions, Texans und Vikings hervorragend funktioniert, gegen die Saints und die vielleicht beste Run-Defense der Liga könnte die Offense allerdings schnell ins Stocken geraten. Das könnte unter Umständen bereits der Genickbruch für die Gäste sein.

Denn die eigene Defense agiert nicht mehr auf dem Niveau des Saisonbeginns. Dass die Bears dem hervorragenden Waffenarsenal der Saints viel entgegen setzen können, scheint zweifelhaft. Chicago wird wohl auf Fehler und Turnover von Brees hoffen müssen, um das Spiel eng gestalten zu können.

Saints vs. Bears: Prognose

Bei den Buchmachern ist diese Begegnung die unausgeglichenste der Wildcard-Runde, die Saints gehen als eindeutiger Favorit in das Matchup. Tatsächlich spricht wenig für die Bears, deren Offense ihr Niveau aus dem Saisonendspurt gegen New Orleans wohl nicht aufrecht erhalten können wird. Spielt Brees auf solidem Niveau, sollten die Saints hier nichts anbrennen lassen - auch wenn die Overtime-Niederlage in der Wildcard-Runde der vergangenen Saison noch in den Hinterköpfen sein dürfte. 27:17 Saints.

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