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NFL Top 100: Die Top 15 auf dem Prüfstand - wo lagen die Spieler richtig, wo richtig falsch?

Patrick Mahomes landete ebi der NFL Top 100 nur auf Platz 4.

NFL Top 100: Bei diesen Platzierungen liegen die Spieler falsch

Während in den vorangegangenen Gruppen ein wenig das Haar in der Suppe gesucht werden konnte, ist diese hier äußerst fragwürdig. Besonders der Top-Spot sorgt für große Verwunderung.

NFL Top 100: Patrick Mahomes - Kansas City Chiefs

Per se sollte der beste Spieler der NFL an Position 1 einer solchen Umfrage stehen. Das tut er in diesem Jahr aber nicht. Nichts gegen Lamar Jackson, aber Patrick Mahomes ist schlicht nicht zu stoppen. Mahomes unterschrieb gerade essenziell einen Vertrag über 500 Millionen Dollar und man kann dennoch argumentieren, dass er damit in Kürze unterbezahlt sein wird.

Mahomes ist im Grunde der menschgewordene Cheat Code. Mahomes spielt, als würde man Madden auf unterer Schwierigkeitsstufe spielen. Mahomes war es, der in den vergangenen Playoffs sein Team fast im Alleingang an den Houston Texans vorbei in den Super Bowl geführt hat und in selbigem ein Comeback hinlegte, um den Chiefs ihren ersten Titel seit über 50 Jahren zu bescheren. Mahomes ist der beste Spieler der Liga und ihn nicht auf Platz 1 der besten 100 NFL-Spieler zu wählen, ist schlicht der blanke Hohn!

NFL Top 100: Lamar Jackson - Baltimore Ravens

Wie Mahomes gewann auch Jackson in seiner erst zweiten Saison den MVP Award und das vollkommen zu Recht. Jackson war zweifelsohne der beste Spieler der vergangenen Regular Season, die ausschlaggebend für die Awards ist. In einem System, das komplett auf ihn zugeschnitten ist, lief er Kreise um die Konkurrenz und machte die Ravens-Offense, die zuvor eher farblos daherkam, zur effizientesten derartigen Unit in der NFL - auf dem Boden und durch die Luft.

Aber in den Playoffs wurden er und sein Team jäh gestoppt. Man merkte, welche Defizite das Spiel von Jackson immer noch hat. Zudem muss Jackson erst noch beweisen, dass er das letztjährige immens hohe Niveau halten kann. Und unterm Strich ist er auch kein Mahomes, der selbst an schlechten Tagen immer eine Lösung zu finden scheint. Auch zu Wilson fehlt ihm noch etwas. Top 3 wäre vertretbar, Platz 4 - der von Mahomes in der Wahl - aber sicherlich eher angemessen.

NFL Top 100: Julio Jones - Atlanta Falcons

Julio Jones erhielt von PFF ein Receiving Grade von 90,3, der drittbeste Wert der Liga, hauchdünn hinter Thomas und Chris Godwin (90,4). Jones kam 2019 auf 99 Receptions fürs 1394 Yards und 6 Touchdowns. Für ihn allerdings ein eher schwaches Jahr.

In der Regel legt Jones ganz andere Zahlen auf und zeichnet sich stets durch seinen enormen Speed trotz seiner Statur (1,90 Meter, 99 Kilogramm) und seine sehr sicheren Hände aus. Jones ist stets für einen spektakulären Contested Catch zu haben und kann genauso gut nach einem kurzen Pass allen davonlaufen. Er ist seit Jahren die klare Nummer 1 der Falcons und eigentlich auch der beste Receiver der NFL. Für die Vorsaison kann man durchaus Thomas vor ihm sehen, aber Jones nicht in die Top 10 zu wählen, ist ein massiver Fehlgriff der Spieler.

NFL Top 100: Derrick Henry - Tennessee Titans

Henry führte die NFL mit 1540 Rushing Yards und 16 Touchdowns an. Zudem zeigte er spektakuläre Rushing-Leistungen gerade gegen Ende und in den Playoffs gegen New England und die Ravens. Doch gehört er damit in die Top 10? Keineswegs!

Henry ist ein Running Back, der wirklich nur auf dem Boden funktioniert (18 REC, 206 YDS). Hinzu kommt, dass er entgegen der allgemeinen Meinung eben nicht der Schlüssel für die überraschend gute Titans-Offense war oder ist. Wie Ben Baldwin von The Athletic kürzlich anmerkte, hatten die Titans offensiv -0,06 EPA/Play (Platz 26 in der NFL) und waren 2-4 zu Saisonbeginn mit Henry auf dem Platz.

Der Quarterback war damals Marcus Mariota. Als dann Ryan Tannehill übernahm, stieg der Wert für die restlichen zehn Saisonspiele schlagartig auf 0,19 EPA/Play (Platz 2 in der NFL). Wenn also ein Spieler der Titans an den Top 10 auch nur kratzen sollte, dann Tannehill, nicht etwa Henry! Für Henry hingegen sind selbst die Top 20 viel zu hoch gegriffen.

Alles zum Thema EPA und Analytics im Football findet Ihr hier!

NFL Top 100: Bobby Wagner - Seattle Seahawks

Wagner ist seit jeher eine Tackle-Maschine und führte die Liga 2019 mit 159 Tackles an. Er ist die Zuverlässigkeit in Person bei den Seahawks seit 2012, seinem Rookie-Jahr. Doch rechtfertigt das Platz 13 oder gar die Top 20? Nein.

Wagner ist im Grunde ein klassischer Middle Linebacker. Er spielt gegen den Lauf und räumt in der Hinsicht sehr gut hinter der Line auf. Aber gegen den Pass hat selbst er merkliche Defizite. Er ließ im Vorjahr eine Passquote von über 80 Prozent und ein Passer Rating von 108,2 zu. Zudem gelangen Gegnern in seiner Coverage zwei Touchdowns. Wagner ist ein großartiger Spieler, aber ihn in die Top 15 zu verfrachten, geht in der heutigen passlastigen NFL zu weit.

NFL Top 100: So hätte SPOX abgestimmt

Nach all der Kritik folgt nun die SPOX-Liste der Top-Spieler.

PlatzSpielerPositionTeam
1Patrick MahomesQuarterbackKansas City Chiefs
2Russell WilsonQuarterbackSeattle Seahawks
3Aaron DonaldDefensive TackleLos Angeles Rams
4Lamar JacksonQuarterbackBaltimore Ravens
5Julio JonesWide ReceiverAtlanta Falcons
6DeAndre HopkinsWide ReceiverArizona Cardinals
7Michael ThomasWide ReceiverNew Orleans Saints
8Stephon GilmoreCornerbackNew England Patriots
9George KittleTight EndSan Francisco 49ers
10Christian McCaffreyRunning BackCarolina Panthers
11Drew BreesQuarterbackNew Orleans Saints
12Chandler JonesEdge RusherArizona Cardinals
13Deshaun WatsonQuarterbackHouston Texans
14Joey BosaEdge RusherLos Angeles Chargers
15Tom BradyQuarterbackTampa Bay Buccaneers
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