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NFL

Super-Cam vernichtet auch die Falcons

Von SPOX
© getty

Die Carolina Panthers bleiben der Perfektion auf der Spur: Angeführt von Cam Newton verpasste man den Falcons eine derbe Abreibung. Seattle siegt ebenfalls weiter, die Colts kassieren eine Rekordpleite. Die Bengals verlieren gegen Pittsburgh - und Quarterback Andy Dalton. Green Bay lässt Dallas keine Chance, Denver verspielt eine Führung gegen Oakland.

Arizona Cardinals - Minnesota Vikings 23:20 (10:7, 0:3, 7:0, 6:10) BOXSCORE

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Cincinnati Bengals (10-3) - Pittsburgh Steelers (8-5) 20:33 (0:7, 7:9, 3:7, 10:10) BOXSCORE

Schlimmer hätte es für die Bengals nun wirklich nicht kommen können: Im hitzigen AFC-North-Derby, in dem es bereits vor dem Kick-Off und auch während der Partie immer wieder zu Rangeleien und Rudelbildungen kam, schien man auf dem besten Weg, die frühe Führung von DeAngelo Williams (76 YDS, 2 TDs) auszugleichen - doch kurz vor der Endzone versuchte Andy Dalton, einen Shovel Pass an den Mann zu bringen. Der wurde allerdings abgefangen, und zu allem Übel verletzte sich Dalton bei seinem Tackle-Versuch am rechten Daumen.

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Der Quarterback musste sofort raus, tauchte wenig später mit einem dicken Verband über seiner Wurfhand wieder auf - und bestätigte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass er sich einen Bruch im Daumen zugezogen hat. Genauen Aufschluss über die Zeit seines Ausfalls soll ein Besuch bei einem Spezialisten bringen. Für Dalton kam also Backup AJ McCarron zum Zug. Der hatte bislang nur vier Passversuche in der NFL auf dem Konto, und musste auch noch auf Super-Tight End Tyler Eifert (42 YDS) verzichten, weil der mit Gehirnerschütterung raus musste.

13:0 lagen die Steelers bereits in Front, als McCarron seine Sternstunde erlebte: Er brachte einen wunderbaren Deep Ball in die Arme von A.J. Green, der zwei Tackler alt aussehen ließ und einen 66-Yard-Touchdown auflegte. Besser wurde es aber nicht: Das dritte Viertel läutete McCarron (280 YDS, 2 TDs, 2 INTs) mit einem Pick-Six ein - plötzlich stand es 23:7, die Entscheidung. So kämpfen die Steelers weiter mit um die Playoffs, und wenn Dalton in dieser Saison nicht mehr eingreifen kann, ist sogar die Division-Krone noch in Reichweite. Da musste Ben Roethlisberger (30/39, 282 YDS) gar nicht viel machen.

New York Jets (8-5) - Tennessee Titans (3-10) 30:8 (10:0, 17:0, 0:8, 3:0) BOXSCORE

Eine waschechte Abreibung, die die Titans im Big Apple kassierten. Die Jets, die wieder auf Cornerback Darrelle Revis zurückgreifen konnten, ließen den Titans vor allem in Halbzeit überhaupt keine Luft zum Atmen. Marcus Mariota kassierte fünf Sacks, darunter gleich drei von Muhammad Wilkerson, warf einen Pick und musste die meiste Zeit von der Seitenlinie zuschauen, wie Ryan Fitzpatrick (263 YDS, 3 TDs) mit Hilfe seiner Receiver Brandon Marshall (125 YDS, TD) und Eric Decker (74 YDS, TD) die Defense auseinander nahm. Dazu hatte er eben auch noch ein Running Game: Schon zur Halbzeit führten die Jets in dieser Bilanz mit 127:15, am Ende waren es 183 Yards am Boden, ganze 24 für die Titans.

Die Tennessee-Fans durften sich eigentlich nur über eine einzige Aktion freuen. Da spielten die Titans nämlich eine Wildcat-Formation, Mariota schlich sich an die Seitenlinie. Und weil sein Verteidiger wegrutschte, ging der Pass von Antonio Andrews in seine Richtung - 41-Yard-Touchdown! Damit hat er als erster Spieler seit Legende Walter Payton einen 40-Yard-TD-Run, -Pass und -Catch in einer Saison abgeliefert.

St. Louis Rams (5-8) - Detroit Lions (4-9) 21:14 (0:0, 7:0, 7:7, 7:7) BOXSCORE

Es könnte das finale Heimspiel der Rams in St. Louis gewesen sein - ein Umzug nach Los Angeles liegt bekanntlich in der Luft. Aber auch so war das Stadion vielleicht gerade einmal zur Hälfte gefüllt, und die Zuschauer bekamen in Halbzeit auch nicht viel Offensive zu sehen. Genauer gesagt: Fast überhaupt keine. Beide Teams lösten sich mit den Punts ab, die einzigen Punkte gingen an die Rams, weil sich Matt Stafford (30/46, 245 YDS, 2 TDs, INT) einen Pick-Six leistete. Gegenüber Case Keenum ging mit gerade einmal 53 Yards in die Pause.

Es wurden danach nicht viel mehr - aber dafür waren plötzlich Lücken für Running Back Todd Gurley da! Der hatte vor der Pause nur 13 Yards, packte dann aber noch 127 Yards und zwei Touchdowns obendrauf. So waren es insgesamt 203 Rushing Yards für die Rams, die Stafford in Person von Aaron Donald gleich dreimal sackten und Calvin "Megatron" Johnson fast zur Nullnummer degradierten (1 Catch, 16 Yards). Die zwei Scores gingen so an Golden Tate (60 YDS).

Dan Marino: Der König ohne Krone

Über einen Rekord darf sich Matt Stafford allerdings freuen: In seinem 90. Spiel in der NFL knackte er die 25.000-Yard-Marke - das hatte zuvor noch niemand geschafft. Stafford war zwei Spiele schneller als Dan Marino dereinst für die Dolphins.

Cleveland Browns (3-10) - San Francisco 49ers (4-9) 24:10 (7:0, 3:3, 7:0, 7:7) BOXSCORE

Angesichts der bereits verlorenen Saison setzten die Browns in dieser Partie wieder auf Johnny Manziel als Quarterback. "Johnny Football" zeigte ein weitgehend solides Spiel (270 YDS, TD, INT) mit einem blöden Fehler: Als er aus der Pocket gespült wurde, warf er von links quer über das Feld in die Mitte - und in die Arme eines Gegenspielers. Der völlig gefrustete Quarterback schlug sich auf der Bank anschließend gleich mehrmals mit dem Tablet an die Stirn. "So musste ich es nicht tun", scherzte Coach Mike Pettine.

Der hatte gut lachen, schließlich boten die 49ers einen erbärmlichen Auftritt, vor allem in der Offensive Line: Blaine Gabbert (194 YDS, TD), der in den letzten Wochen hin und wieder für Magie gesorgt hatte, wurde unfassbare neunmal gesackt. Dazu kam schlechtes Tackling, nur 71 Yards am Boden... sie waren chancenlos. Dabei hatten sie zu Beginn sogar einen 42-Yard-Field-Goal-Versuch von Travis Coons geblockt. Dann übernahm aber das Running Game der Browns (230 Yards), und natürlich der Pass Rush. Auch Tight End Gary Barnidge, frisch mit einem neuen Dreijahresvertrag ausgestattet, legte mal wieder einen Touchdown auf - und Isaiah Crowell (145 YDS) sorgte für die Rushing-Touchdowns drei und vier der laufenden Saison.

Bleibt nur die Frage, ob man sich angesichts des kommenden Drafts mit einem Sieg überhaupt einen Gefallen getan hat...

Baltimore Ravens (4-9) - Seattle Seahawks (8-5) 6:35 (0:7, 6:7, 0:7, 0:14) BOXSCORE

Die Seahawks sind neben den Panthers wohl das heißeste Team der Liga. Der Sieg gegen die Ravens war niemals in Gefahr - und trotzdem herrschte nach der Partie gedrückte Stimmung. Thomas Rawls, Ersatzmann von Marshawn Lynch, hatte in den letzten Wochen für richtig Betrieb gesorgt und nahm die Ravens ebenfalls mit 44 Yards in nur sechs Carries auseinander. Doch dann musste er im ersten Viertel raus. Diagnose: gebrochener Knöchel. Die Saison ist für ihn beendet. Wer springt nun in die Bresche? DuJuan Harris (18 CAR, 42 YDS, FUM) konnte seinen Ausfall nicht wettmachen.

Das Gute ist: Mit einem Russell Wilson in dieser Form geht es vielleicht auch ohne. 23/32, 292 YDS, dazu fünf Touchdown-Pässe vom Quarterback der Seahawks. Zweimal fand der Tyler Lockett (104 YDS), gleich dreimal legte er Doug Baldwin einen Score auf. Damit hat Baldwin in den letzten drei Spielen unfassbare acht Touchdowns gefangen.

Die von Verletzungen geplagten Ravens hätten sich vielleicht sogar über Harris gefreut. Zur Pause hatten sie elf Laufspielzüge - und dafür vier Yards Raumgewinn vorzuweisen. Quarterback war diesmal Jimmy Clausen (274 YDS), so blieb Baltimore immerhin der Matt-Schaub-Pick-Six erspart. Eine Interception warf er allerdings in Richtung Richard Sherman.

Die Seahawks empfangen nun die Cleveland Browns. Wer spielt Running Back? "Schlimmer geht es nicht mehr", trauerte Wilson über Rawls' Saisonaus. "Wir werden ihn vermissen." Außerdem bangt man um Safety Kam Chancellor, der sich im ersten Viertel am Steißbein verletzte. Sein Abend war ebenfalls beendet.

Seite 1: Dalton verletzt, Jets und Seahawks souverän, Manziel zurück

Seite 2: Tiefpunkt für Indy, McCoys Rückkehr, KC siegt weiter

Seite 3: Carolina perfekt, Denver stolpert, Dallas zahnlos

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