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NFL

Jones gesperrt - Rice überwältigt

Von Adrian Franke
Ray Rice ist nach seiner Sperre wieder zurück und wird gefeiert
© getty

Während die Miami Dolphins ihre Saison ohne Starting Safety Reshad Jones beginnen müssen, zeigte sich Ray Rice vom Empfang im ersten Preseason-Spiel überwältigt. Außerdem: Jason Garrett hat für seine Cowboys-Defense ein eigenwilliges Lob parat, Blaine Gabbert muss um seinen Kaderplatz zittern und Mike Tannenbaum geht nach Miami.

Reshad Jones gesperrt: Nach Dion Jordan müssen die Dolphins auf einen weiteren Defense-Spieler vorerst verzichten. Auch Safety Reshad Jones wurde wegen der Einnahme leistungssteigernder Substanzen für die ersten vier Spiele der Regular Season gesperrt.

"Ich habe von der NFL erfahren, dass ich positiv auf eine von der Liga verbotene Substanz getestet wurde", so Jones in einem Statement: "Ich arbeitete eng mit dem Verband zusammen, um den Vorfall zu untersuchen und habe dabei erfahren, dass eines meiner Supplemente das positive Testergebnis verursacht hat. Ich bereue es zutiefst, dass ich das Supplement vorher nicht genau untersucht habe. Das wird mir nie wieder passieren."

In der Vorsaison gehörte der 26-Jährige in jedem Spiel der Dolphins zur Startformation und verzeichnete 107 Tackles, 1,5 Sacks und eine Interception. Vor der vergangenen Spielzeit unterschrieb er zudem einen Vierjahresvertrag über 30 Millionen Dollar.

Rice überwältigt: Für Ray Rice kehrt langsam aber sicher wieder der Alltag ein. Nachdem der Running Back der Baltimore Ravens wegen häuslicher Gewalt gegenüber seiner damaligen Verlobten für zwei Spiele gesperrt und landesweit heftig kritisiert worden war, erhielt er vor Baltimores Preseason-Start gegen San Francisco (23:3) Standing Ovations von den eigenen Fans, die Rice offenbar verziehen haben.

"Das bedeutet alles für mich", erklärte er anschließend gegenüber der "Baltimore Sun": "Nach allem, was ich durchgemacht habe, nehme ich nichts mehr als selbstverständlich hin, vor allem nicht, raus zu gehen und vor unseren Fans zu spielen."

Garrett: Defense "manchmal okay": Die Defense der Dallas Cowboys ist eines der großen Fragezeichen vor der kommenden Saison. Schon im Vorjahr gehörte sie in fast allen wichtigen Kategorien zu den schlechtesten Defenses der Liga, mehrere Leistungsträger gingen in der Off-Season zudem. Im Preseason-Auftakt gegen San Diego (7:27) hatten die Cowboys, wenn auch ohne einige Starter erneut große Probleme.

Head Coach Jason Garrett hatte anschließend bei "ESPN" ein vielsagendes Urteil parat: "Manchmal waren sie ganz okay. Insgesamt war es aber zu einfach für San Diego, sowohl im Lauf-, als auch im Passspiel." Vor allem der Pass-Rush funktionierte überhaupt nicht - kein Chargers-QB hatte bis zum Schlussviertel eine Incompletion.

Gabbert muss zittern: Durch seinen Wechsel nach San Francisco sollte für Blaine Gabbert alles besser werden, doch sein Job als Backup von Colin Kaepernick scheint mehr denn je am seidenen Faden zu hängen. Gegen Baltimore erlebte er einen grausamen Preseason-Kurzeinsatz (3-11, 20 Yds, 1 INT) und Head Coach Jim Harbaugh machte anschließend zusätzlich Druck.

"Ich denke, einige Plätze, was die Kadertiefe angeht, sind noch völlig offen", betonte Harbaugh, angesprochen auf die Quarterback-Situation: "Wer auch immer hier die Nase vorne hat, wird diese Posten gewinnen." Aktuell sind Gabberts Konkurrenten Josh Johnson und McLeod Bethel-Thompson. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die 49ers noch einen erfahrenen Backup verpflichten, sollten sie mit keinem ihrer Kandidaten zufrieden sein.

Wieder Hoffnung für Vick? Schon seit Wochen gilt es als sicher, dass Michael Vick bei den Jets nur die Backup-Rolle für Geno Smith zukommen wird. Doch mit einem guten Preseason-Auftakt, mit insgesamt 19 Rushing-Yards bei zwei Versuchen, stiegen die Aktien des Routiniers, der zumindest den Druck auf Smith weiter hochhält.

"Das ist genau das Ding. Man kann alle Spieler gedeckt haben, muss aber gleichzeitig auf den Quarterback aufpassen. Mit Mike ist das natürlich ein großer, großer Stress für die Defense", lobte Head Coach Rex Ryan anschließend. Allerdings ließen anschließend die warmen Worte für Smith naturgemäß nicht lange auf sich warten: Auch er habe in seinen beiden Series "extrem gut" gespielt, so Ryan weiter.

Dolphins holen Tannenbaum: Mike Tannenbaum hat einen neuen Job: Der frühere Jets-Geschäftsführer einigte sich am Freitag mit den Miami Dolphins, Tannenbaum wird als Berater für Innovationen, Analyse und Sportwissenschaften nach South Beach kommen.

Damit basteln die Dolphins weiter an ihrer Führungsetage. Ebenfalls am Freitag verkündete das Team, dass Ryan Herman zum Direktor für Football-Verwaltung befördert wurde, während die früheren Scouting-Assistenten Chris Buford und Max Gruder künftig als College beziehungsweise Pro-Scout arbeiten. Dennis Lock ist ab sofort Chefanalytiker und Dave Regan Analytiker für Sportwissenschaften.

Cards entlassen Sims - Mathieu bald zurück? Trotz der Linebacker-Not durch den Abgang von Karlos Dansby und der Sperre gegen Daryl Washington konnte sich Ernie Sims in Arizona nicht durchsetzen. Die Cardinals bestätigten am Donnerstag die Entlassung des Routiniers, der im Juni gekommen war, allerdings nicht an Kevin Minter, Larry Foote, Lorenzo Alexander und Kenny Demens vorbei kam.

Indes macht Tyrann Mathieu weiter Hoffnung. Der Safety, der sich nach herausragender Rookie-Saison kurz vor Saisonende das Kreuzband gerissen hatte, kündigte am Mittwoch auf der Team-Website an: "Ich will in zwei bis drei Wochen ins Training einsteigen. Hoffentlich können wir diesen Zeitplan einhalten."

Während Mathieu nach wie vor auf einen Einsatz zum Start der Regular Season hofft, rechnen die Cards eher mit einer Rückkehr am vierten oder fünften Spieltag.

Franchise Tag für Watt? Zwar läuft der Rookie-Vertrag von J.J. Watt noch zwei Jahre, dennoch bereiten sich die Houston Texans schon auf die Vertragsgespräche mit ihrem Star-Defensive-End vor. Wie Eigentümer Bob McNair gegenüber "ESPN" klarstellte, ist auch der Franchise Tag durchaus eine Option, sollten beide Seiten sich nicht rechtzeitig auf einen neuen Kontrakt einigen.

"In der Hall of Fame gibt es Spieler, die zwei Mal hintereinander mit dem Franchise Tag gehalten wurden. Der Franchise Tag ist dem Team etwas wert, und man darf keine Angst davor haben, ihn zu benutzen", so McNair, der gleichzeitig aber betonte: "Es wird ein großer Vertrag werden. Wenn wir etwas mit ihm aushandeln können, das für das Team Sinn macht, werden wir es auf jeden Fall auch frühzeitig tun."

Die NFL im Überblick

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