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NBA Playoffs: Nächster Wolves-Kollaps! Memphis Grizzlies fordern nun die Golden State Warriors

Von Robert Arndt

Die Memphis Grizzlies stehen erstmals seit sieben Jahren wieder in den Conference Semifinals. In Spiel 6 bei den Minnesota Timberwolves gelang erneut im Schlussabschnitt die Wende, ein zweistelliger Rückstand wurde noch in eine 114:106-Erfolg umgewandelt.

Minnesota Timberwolves (7) - Memphis Grizzlies (2) 106:114 (BOXSCORE), Serie: 2-4

Dabei blieb Ja Morant über weite Strecken blass. Der Point Guard legte mit 17 Punkten (4/14 FG) und 11 Assists ein Double-Double auf, zur Pause hatte der MIP aber nur ein einziges Field Goal auf der Habenseite. "Ich bin müde, mental und körperlich", gestand Morant im Anschluss. "Diese Serie war ein Kampf und unsere Siege waren mit Ausnahme von Spiel 2 alles andere als schön, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht."

Die besten Scorer waren stattdessen Dillon Brooks (23, 9/19) und Desmond Bane (23, 9/15). Bane versenkte dabei im vierten Viertel zwei wichtige Dreier, Brooks foulte dagegen schon sechs Minuten vor dem Ende aus. Ein Distanzwurf von Tyus Jones (10) stellte in der Schlussminute auf +4 für die Gäste, Minnesota hatte keine Antwort mehr. Das galt ebenso für Brandon Clarke (17, 11 Rebounds, 5 offensiv), der die Gastgeber unter den Brettern erneut entnervte. Jaren Jackson Jr. (17, 6/15, 14 Rebounds) sammelte diesmal "nur" 5 Fouls.

Bei den Wolves war dagegen die Enttäuschung groß, nicht zuletzt wegen einer abermals verspielten zweistelligen Führung. Anthony Edwards (30, 10/24) spielte vor allem in der ersten Halbzeit groß auf, danach war Bankspieler Jaden McDaniels (24, 8/9) der beste Spieler der Wolves.

Karl-Anthony Towns (18, 6/19, 10 Rebounds) blieb größtenteils blass und stach nur durch eine teils verheerende Wurfauswahl auf. D'Angelo Russell (7, 3/7, 3 Steals, 4 TO) wurde im vierten Viertel sogar gebencht.

Anthony Edwards dominiert die erste Halbzeit

Es war zu Beginn an die Edwards-Show, der Morant gnadenlos jagte und nach einem Viertel bereits 16 Punkte auf dem Konto hatte. Memphis lag dennoch nur mit -1 hinten, weil der Dreier diesmal fiel. Sechs der ersten zehn Versuche fielen, drei davon gingen auf das Konto von Bane, der unter anderem auch Towns einmal ganz schlecht aussehen ließ. Morant hatte noch gar nicht gescort und auch zwei Freiwürfe vergeben.

Es wurde nicht wirklich besser für den Grizzlies-Star, dafür machte der Held aus Spiel 5, Clarke, genau da weiter wo er aufgehört hatte. Minnesota konnte den Big nicht kontrollieren, hatte aber den Rest der Grizzlies im Griff. Edwards lieferte weiter Offense, machte aber auch gute Plays in der Defensive. Towns wurde dagegen mehrfach abgeräumt, ackerte aber trotzdem vorbildlich. Die Wolves nahmen einen knappen Vorsprung in die Kabine mit (52:49).

Die ersten Minuten nach dem Wechsel gehörten dann aber KAT, der es schnell fühlte und auch mal einen No-Look-Pass in die Ecke auspackte. Der Vorsprung wuchs auf 13 Zähler, bevor die Grizzlies dank Morant endlich Tempo in ihre Aktionen brachten und 12 Punkte am Stück verbuchten. Es wurden Erinnerungen an das Mega-Comeback in Spiel 3 wach, doch Bankspieler wie Jordan McLaughlin und McDaniels brachten die Gastgeber wieder in die Spur. Mit 84:74 ging es in den Schlussabschnitt.

Wolves verspielen im vierten Viertel wieder eine Führung

Dort kamen die Grizz mit zwei schnellen Dreiern wieder in Schlagdistanz, es dauerte jedoch bis Mitte des Viertels, bevor Bane mit seinem vierten Dreier die Partie wieder ausglich. Vor allem Russell war für die Wolves in dieser Phase mit Ballverlusten richtig, Coach Chris Finch setzte den Ex-All-Star folgerichtig auf die Bank. Bei Memphis foulte dagegen Brooks nach einem umstrittenen Offensivfoul aus.

Und trotzdem brachte ein weiterer Bane-Dreier den Grizzlies die erste Führung der zweiten Halbzeit, Tyus Jones erhöhte 70 Sekunden vor Schluss mit ablaufender Uhr von Downtown sogar auf +4. McLaughlin verkürzte, aber Jackson Jr. konterte per Leger und Patrick Beverleys Dreier war deutlich zu lang. Morant brachte das Spiel von der Freiwurflinie nach Hause.

Memphis trifft nun in den Conference Semifinals auf die Golden State Warriors und genießt auch in dieser Serie Heimvorteil. Spiel 1 findet bereits am Sonntag um 21.30 Uhr deutscher Zeit statt.

Grizzlies vs. Timberwolves: Die Serie im Überblick

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebnis
116. April21.30 UhrMemphis GrizzliesMinnesota Timberwolves117:130
220. April2.30 UhrMemphis GrizzliesMinnesota Timberwolves124:96
322. April1.30 UhrMinnesota TimberwolvesMemphis Grizzlies95:104
424. April4 UhrMinnesota TimberwolvesMemphis Grizzlies119:118
527. April1.30 UhrMemphis GrizzliesMinnesota Timberwolves111:109
630. April3 UhrMinnesota TimberwolvesMemphis Grizzlies106:114
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