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NBA News - Lakers-Star Russell Westbrook deutet an: Lange Pausen Grund für Rückenprobleme

Von Philipp Schmidt
Das Verhältnis von Westbrook und Vogel dürfte nicht mehr das Allerbeste werden.

Russell Westbrook hat mit einer diskutablen Aussage seine ohnehin schwierige Zeit bei den Lakers belastet. Als Grund für seine immer wiederkehrenden Rückenprobleme nannte er die Tatsache, dass er von Head Coach Frank Vogel zu lange Pausen erhalte und in der Crunchtime mehrfach zuschauen musste.

"Sie kommen und gehen", sagte er über seine Beschwerden. "Ich bin es nicht gewohnt, für solch lange Zeiträume auf der Bank zu sitzen, dann aufzustehen und mich schnell zu bewegen. Man wird ein wenig steif, wenn ich aufwache, ist es die gleiche Sache", wird er von Harrison Feigen von Silver Screen and Roll zitiert.

Diese Bemerkung kann durchaus als Anspielung auf die Tatsache gesehen werden, dass Vogel seinen Starting Point Guard zuletzt gleich mehrfach in der Schlussphase benchte, da er mit den gezeigten Leistungen nicht einverstanden war. Beim Sieg gegen die Knicks musste er die gesamte Overtime vom Spielfeldrand beobachten, gegen die Bucks durfte er im vierten Viertel nicht mitwirken. Seine Spielzeit von 34,6 Minuten pro Partie entspricht ziemlich exakt seinem Karriereschnitt.

Vogel stellte klar, dass "die Bedürfnisse des Teams immer an erster Stelle" stünden und es seine primäre Aufgabe sei, dass die Lakers möglichst viele Spiele gewinnen. Zudem forderte er von Westbrook: "Russ soll für uns den Korb attackieren und dann gute Entscheidungen treffen. Er muss effizient scoren, seine Turnover im Griff haben und hart in der Defense spielen."

Mit dieser Aussage konnte dieser nur wenig anfangen und konterte: "Ich sollte niemandem etwas beweisen müssen. Ich habe so viel Arbeit in mein Spiel gesteckt und mir so viel Respekt in der Liga verdient. Ich muss niemandem etwas beweisen. Ich habe mir das Recht verdient, im Closing-Lineup zu stehen." Das folgende Spiel gegen die Blazers verpasste Westbrook mit den angesprochenen Beschwerden, was Trade-Spekulationen nährte. Vor dem Spiel hatte Vogel noch erklärt, dass sich Westbrook im Training "ganz gut bewegt" habe.

Lakers: Kein Westbrook-Trade - Hilfe auf Buyout-Markt?

Zu einem Trade kam es vor der Deadline jedoch nicht, auch weil der Vertrag des ehemaligen Thunder, Rocket und Wizard kaum tradebar ist (44 Millionen in dieser Saison plus Option über 47 Millionen für 2022/23). Laut ESPNs Dave McMenamin habe es innerhalb der Organisation durchaus Stimmen gegeben, die einer Trennung positiv gegenübergestanden haben. Unter anderem hatten die Rockets Interesse an einer Reunion gezeigt, die Lakers weigerten sich jedoch laut Chris Haynes von Yahoo Sports, im Gegenzug für John Wall auch noch einen Erstrundenpick zu zahlen.

"Unser Ziel ist es immer, das Team in die beste Position zu bringen, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Letztlich haben wir keinen Deal gefunden, der uns kurzfristig und langfristig weitergeholfen hätte", teilte GM Rob Pelinka nach Ablauf der Deadline mit. Auch mit LeBron James und Anthony Davis sei darüber gesprochen worden, nun richte sich der Blick auf den Buyout-Markt, wo am dem 1. März zugegriffen werden kann.

Klar ist somit, dass Westbrook auch für den Rest der Saison zum Team zählen wird, das mit einer Bilanz von 26-30 nach jetzigem Stand ins Play-In-Turnier gehen muss (Platz neun im Westen). Erstmal muss er allerdings wieder vollständig fit werden. Er vermutet, dass die Probleme im Rücken an anderen Stellen im Körper ausgelöst werden könnten, wie zum Beispiel der Hüfte. "Ich will die richtigen Dinge machen, um sicherzustellen, dass ich gesund bleibe und meinen Teamkollegen bestmöglich helfen kann, wenn ich auf dem Feld stehe."

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