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NBA

NBA: Lakers-Coach Frank Vogel erklärt Benching von Russell Westbrook und stellt klare Forderungen

Von Robert Arndt
Frank Vogel hat seine Entscheidung gerechtfertigt, Westbrook auf die Bank zu setzen.

Frank Vogel, Head Coach der Los Angeles Lakers, hat noch einmal deutlich gemacht, warum er Russell Westbrook im Schlussviertel gegen die Milwaukee Bucks auf die Bank setzte. Der Coach stellte zudem klare Forderungen an seinen Star-Guard.

"Die Bedürfnisse des Teams stehen immer an erster Stelle", erklärte Lakers-Coach Frank Vogel vor dem Spiel bei den Portland Trail Blazers, als er auf das Benching von Russell Westbrook im vierten Viertel am Tag zuvor gegen Milwaukee angesprochen wurde. "Russ hat in seiner Karriere viel erreicht und einige gute Spiele für uns gemacht, aber meine Aufgabe ist es, Spiele zu gewinnen. Manchmal diktiert das Spiel meine Entscheidungen und ich mache alles, damit wir Spiele gewinnen."

Westbrook hatte dies nach der Pleite gegen die Bucks ein wenig anders gesehen: "Ich sollte niemandem etwas beweisen müssen, um ehrlich zu sein. Ich habe so viel Arbeit in mein Spiel gesteckt und mir so viel Respekt in der Liga verdient. Ich muss niemandem etwas beweisen. Ich habe mir das Recht verdient, im Closing-Lineup zu stehen", sagte der 33-Jährige trotzig.

Gegen Portland war der frühere MVP nicht dabei, er verpasste sein erstes Spiel in dieser Saison mit Rückenproblemen. Dies näherte sofort Trade-Spekulationen, welche Adrian Wojnarowski (ESPN) aber schnell zerstreute. Demnach habe Westbrook bereits gegen Milwaukee Rückenschmerzen gehabt, biss aber auf die Zähne.

Trotz allem bleibt Westbrook eine polarisierende Figur bei den Lakers. Dave McMenamin (ESPN) berichtete, dass es innerhalb der Lakers-Organisation Stimmen gebe, dass der Point Guard so schnell wie möglich getradet werden sollte. Sein massives Gehalt von 44 Millionen Dollar macht dies aber kompliziert. Eine Option könnte ein Deal mit Westbrooks Ex-Team, den Houston Rockets sein, wie Jake Fischer vom Bleacher Report meldete.

Lakers: Coach Vogel mit klaren Forderungen an Westbrook

Im Gegenzug könnte John Wall nach Los Angeles wechseln, der frühere All-NBA-Guard stand jedoch letztmals im April 2021 auf dem Feld. Realistischer ist deswegen eher, dass Westbrook auch nach der Deadline noch das Jersey der Lakers tragen wird. Vogel hat dabei klare Vorstellungen, wie das aussehen sollte. "Wenn du offensiv Schwierigkeiten hast, musst du das Spiel anderweitig beeinflussen", forderte Vogel.

"Scoring ist nur ein Aspekt, aber das gilt für uns alle. Wir verlangen das von jedem Spiel. Zuletzt haben wir auf beiden Seiten des Feldes nicht gut gespielt und Milwaukee hat uns den Hintern versohlt. Es gibt so viele Details, die ein System beeinflussen können. Russ soll für uns den Korb attackieren und dann gute Entscheidungen treffen. Er muss effizient scoren, seine Turnover im Griff haben und hart in der Defense spielen."

Westbrook legt in dieser Saison 18,3 Punkte, 7,8 Rebounds und 7,6 Assists auf, sein True-Shooting-Wert von 50,3 Prozent liegt jedoch über fünf Prozentpunkte unter dem Ligaschnitt. Mit 224 Ballverlusten führt der neunfache All-Star die Liga in dieser Kategorie deutlich an.

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