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NBA

NBA Top 75 - Das große SPOX-Ranking, Teil 2: Taxifahrer, Zauberer - und der meistgehasste Star seiner Zeit

Im zweiten Teil des großen SPOX-Rankings der besten Spieler aller Zeiten dreht es sich um Taxifahrer, Zauberer und Revoluzzer.

Platz 42: PATRICK EWING

  • Alter: 59 | Saisons in der NBA: 17 (von 1985 bis 2002) | Teams: Knicks, SuperSonics, Magic
  • Karrierestatistiken: 21,0 Punkte, 9,8 Rebounds und 2,4 Blocks bei 50,4 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 11x All-Star, 7x All-NBA, 3x All-Defensive, Rookie of the Year
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Den Makel des fehlenden Titels wird ein Großteil der Knicks-Fans dem Center wohl nie verzeihen. Kein Knicks-Akteur hat mehr Spiele für die Traditionsfranchise absolviert, keiner hat mehr Punkte erzielt oder Rebounds gesammelt. 13-mal in Folge schaffte es New York mit dem dominanten Center in die Postseason. Als Heilsbringer gefeiert, schaffte er es aber eben nie, die Larry O'Brien Trophy zurück in den Big Apple zu holen. Zu oft war MJ im Weg, 1994 - während Jordans Baseball-Abenteuer - scheiterten Ewing und die Knicks erst in Spiel 7 der Finals an den Rockets. Während all den Jahren fehlte allerdings auch ein zweiter Superstar an seiner Seite. So bleiben Ewing nur individuelle Bestmarken.

Platz 41: ALLEN IVERSON

  • Alter: 46 | Saisons in der NBA: 14 (von 1996 bis 2010) | Teams: Sixers, Nuggets, Pistons, Grizzlies
  • Karrierestatistiken: 26,7 Punkte und 6,2 Assists bei 42,5 Prozent aus dem Feld und 31,3 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 11x All-Star, 7x All-NBA, 1x MVP, 4x Scoring-Champion, 3x Steals-Champion, 2x All-Star Game MVP, Rookie of the Year
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: nein

Nur seine sportlichen Leistungen herunterzurattern, wird Iverson nicht gerecht. A.I. ist eine Ikone des frühen Basketball-Jahrtausends, er brachte einen Style in die Liga, der ein Dorn im Auge der NBA war, bei der jüngeren Generation aber seine Fans fand. Auf dem Court war Iverson ein unwiderstehlicher Scorer mit einem tödlichen Crossover, der sich allerdings manchmal selbst im Weg stand. Legendär, wie er ein Sixers-Team ohne viel offensive Hilfe in die Finals 2001 hievte und die Lakers in Spiel 1 schockte. L.A. war das bessere Team, was sich im weiteren Verlauf der Serie auch zeigte, und so blieb er ohne Titel - und doch einer der ganz Großen.

Platz 40: WALT FRAZIER

  • Alter: 76 | Saisons in der NBA: 13 (von 1967 bis 1980) | Teams: Knicks, Cavaliers
  • Karrierestatistiken: 18,9 Punkte, 6,1 Assists und 5,9 Rebounds bei 49,0 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 7x All-Star, 6x All-NBA, 7x All-Defensive, 1x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: 2x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Ihr erinnert Euch an das zuvor beschriebene "Willis Reed Game", Spiel 7 der 1970er Finals? Der angeknockte Center war alles andere als auf sich allein gestellt, da gab es noch diesen Walt "Clyde" Frazier, der im entscheidenden Spiel 36 Punkte, 19 Assists und 7 Rebounds auflegte. Der Point Guard stand für Coolness, ein tödliches High Post Game und Steals am Fließband. Auch beim zweiten Titel spielte er neben Reed eine wichtige Rolle, mittlerweile ist er am Mikrofon eine Legende.

Platz 39: KEVIN MCHALE

  • Alter: 63 | Saisons in der NBA: 13 (von 1980 bis 1993) | Teams: Celtics
  • Karrierestatistiken: 17,9 Punkte und 7,3 Rebounds bei 55,4 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 7x All-Star, 1x All-NBA, 6x All-Defensive, 2x Sixth Man of the Year
  • Teamerfolge: 3x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Gemeinsam mit Larry Bird und Robert Parish bildete er in Boston einen legendären Frontcourt. McHales Steckenpferde: Eine erstickende Defense und ein hervorragendes Paket an Post-Moves. Bill Simmons zählte in seinem Buch "The Book of Basketball" gleich zwölf verschiedene Post-Move-Kombinationen, mit denen er seine Gegner malträtierte. In den Playoffs 1987 spielte er trotz eines gebrochenen Fußes, gegen Ende seiner Karriere machten ihm weitere Verletzungen zu schaffen.

Platz 38: BILL WALTON

  • Alter: 68 | Saisons in der NBA: 10 (von 1974 bis 1987) | Teams: Trail Blazers, Clippers, Celtics
  • Karrierestatistiken: 13,3 Punkte, 10,5 Rebounds und 2,2 Blocks bei 52,1 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 2x All-Star, 2x All-NBA, 1x Finals-MVP, 1x MVP, 1x Sixth Man of the Year, 2x All-Defensive, 1x Rebounding-Champion
  • Teamerfolge: 2x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Apropos Verletzungen: Die Karriere von Bill Walton lässt sich leider nicht ohne eben diese erzählen, mehr als 30 OPs soll er in seinem Leben durchgemacht haben. In der NBA verpasste er zwischen 1974 und 1987 drei Spielzeiten, teils verletzungsbedingt, teils aus Protest gegen den medizinischen Stab in Portland. Wenn er aber ansatzweise fit war, brillierte Walton als Verteidiger, Rebounder, Passer und Post-Scorer. Er führte die Blazers 1977 zum Titel und leistete später auch als sechster Mann seinen Beitrag zum 86er-Celtics-Team, das gemeinhin als eins der besten aller Zeiten gilt. Das "What if" mit Walton und gesunden Knochen bleibt aber eins der spannendsten der NBA-Historie.

Platz 37: BOB COUSY

  • Alter: 93 | Saisons in der NBA: 14 (von 1950 bis 1963 und 1969/70) | Teams: Celtics, Royals
  • Karrierestatistiken: 18,4 Punkte, 7,5 Assists und 5,2 Rebounds bei 37,5 Prozent aus dem Feld
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 13x All-Star, 12x All-NBA, 1x MVP, 8x Assists-Champion, 2x All-Star Game MVP
  • Teamerfolge: 6x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: ja | Noch aktiv: nein

Sein Spielstil veränderte die NBA grundlegend. Auf einmal ploppte da ein Spielmacher auf, der es wagte, die Fans mit Behind-the-Back-Moves und No-Look-Pässen zu unterhalten - und damit gleichzeitig seine Kollegen hervorragend in Szene setzte. In den 1950ern führte der "Houdini of the Hardwood" die NBA achtmal in Folge bei den Assists an, sein zusätzliches Scoring sicherte ihm einen MVP-Award. Gemeinsam mit Bill Russell verhalf er den Kelten zu den ersten sechs Titeln der Franchise-Geschichte.

Platz 36: JASON KIDD

  • Alter: 48 | Saisons in der NBA: 19 (von 1994 bis 2013) | Teams: Mavericks, Suns, Nets, Knicks
  • Karrierestatistiken: 12,6 Punkte, 8,7 Assists und 6,3 Rebounds bei 40 Prozent aus dem Feld und 34,9 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 10x All-Star, 6x All-NBA, 9x All-Defensive, 5x Assist-Champion, Rookie of the Year
  • Teamerfolge: 1x NBA-Champion
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: nein

Nur drei Spieler haben mehr Triple-Doubles angesammelt, sein Allround-Game, seine Spielintelligenz, natürlich sein Passing, aber auch seine starke Defense machten ihn über Jahre zu einem der besten Point Guards der Liga. Noch heute steht er bei den All-Time-Assists (genau wie bei den Steals) auf Rang zwei. Kidd machte seine Teams besser, führte selbst die glanzlosen Nets in die Finals. Nur das Scoring blieb die große Schwachstelle, erst spät eignete er sich einen Dreier an. Die Krönung seiner Karriere erfolgte im Herbst seiner Karriere in Dallas an der Seite von Dirk Nowitzki.

Platz 35: STEVE NASH

  • Alter: 47 | Saisons in der NBA: 18 (von 1996 bis 2014) | Teams: Suns, Mavericks, Lakers
  • Karrierestatistiken: 14,3 Punkte und 8,5 Assists bei 49 Prozent aus dem Feld und 42,8 Prozent Dreierquote
  • Individuelle Auszeichnungen: Hall of Famer, 8x All-Star, 7x All-NBA, 2x MVP, 5x Assist-Champion
  • Teamerfolge: -
  • Mitglied der NBA Top 50: nein | Noch aktiv: nein

Die legendären "Seven Seconds or Less"-Suns revolutionierten die Liga mit einem Kanadier mit merkwürdiger Frisur als genialem Dirigenten und Turbomotor an der Spitze. Nash verstand es wie kaum ein Zweiter, seine Mitspieler in perfekter Position in Szene zu setzen, Jahr für Jahr führte er die beste Offense der Liga an - auch weil er selbst ein gefährlicher Dreierschütze mit vier 50/40/90-Saisons war. Allerdings scheiterte er viermal, teils mit viel Pech, in den Conference Finals, defensiv war er nie ein Positiv-Faktor und mindestens einer seiner zwei MVPs ist umstritten.

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