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NBA News: Dallas Mavericks und GM Donnie Nelson gehen getrennte Wege - Luka Doncic äußert sich

Von Philipp Schmidt/Robert Arndt
Doncic ist enttäuscht über die Trennung von GM Nelson.

Ende einer Ära bei den Dallas Mavericks: Nach fast 24 Jahren gehen die Texaner und General Manager Donnie Nelson getrennte Wege. Wie die Franchise bekanntgab, erfolgte die Entscheidung in beiderseitigem Einvernehmen.

Seit dem 2. Januar 1998 übte der Sohn von Coaching-Legende Don Nelson eine Tätigkeit für die Mavs aus, anfangs als Assistant GM. Mavs-Star Luka Doncic soll verärgert sein, auch die Vertragsverhandlungen liegen auf Eis.

"Ich will Donnie für seine Arbeit für die Organisation danken. Er war maßgeblich für unseren Erfolg und half dabei, eine Meisterschaft nach Dallas zu bringen", erklärte Besitzer Mark Cuban. "Mit seiner harten Arbeit, Kreativität und Vision war er ein Pionier. Er wird immer ein Teil der Mavs-Familie sein und ich wünsche ihm nur das Beste."

In 17 der vergangenen 21 Jahren erreichten die Mavericks die Playoffs, zudem stand das Team mit Dirk Nowitzki - bereits an dessen Draft war er beteiligt - dreimal in den Conference Finals und zweimal in den Finals. Nach ESPN-Informationen ging die Entscheidung von Nelson aus, am Sonntag habe er sich für die Beendigung seiner Tätigkeit entschieden. Seit 36 Jahren arbeitet er in der NBA und gilt als Vorreiter, was internationales Scouting angeht.

Mavericks: Luka Doncic enttäuscht wegen Nelson-Trennung

So war es Nelson, der Luka Doncic bereits mit 14 Jahren scoutete und sich im Draft 2018 für den Slowenen stark machte. Wie Marc J. Spears (The Undefeated) bei "The Jump" erklärte, stehen sich die beiden sehr nahe. Laut Spears war es auch keine einvernehmliche Trennung, sondern eine Entlassung von Nelson, was Doncic wohl überhaupt nicht gefiel. "Luka Doncic ist sehr verärgert darüber", verriet Spears.

Doncic, der gerade in Slowenien weilt und sich dort mit der Nationalmannschaft auf das Olympia-Qualifikationsturnier vorbereitet, nahm am Donnerstag Stellung: "Es war hart für mich, ich mag Donnie sehr. Ich kenne ihn, seit ich ein Kind bin, er hat mich gedraftet." Die Tatsache, dass Nelson künftig nicht mehr für die Franchise tätig ist, sei schwer für ihn zu verdauen, dennoch stellte er klar: "Ich bin nicht derjenige, der Entscheidungen trifft."

Der 22-Jährige kann im Sommer eine Vertragsverlängerung über 5 Jahre und über 200 Millionen Dollar unterschreiben und vor einer Woche gab er sich noch optimistisch beziehungsweise deutete an, dass es sich dabei nur um eine Formsache handeln würde. Nun haben sich die Vorzeichen aber wohl geändert. "Es gibt für den Moment keine Verhandlungen über den Vertrag", sagte Spears.

Adrian Wojnarowski (ESPN) glaubt dagegen nicht, dass die Ereignisse des Tages großen Einfluss auf Doncics Zukunft in Dallas haben werden. Trotz der Enttäuschung gehe das Leben weiter, NBA-Spieler seien nicht an einzelne Coaches oder Verantwortliche gebunden.

Mavericks: Einfluss von Voulgaris als Trennungsgrund?

Einfluss auf die Trennung von Nelson habe die Tatsache gehabt, dass Nelson seit der Anstellung von Haralabos Voulgaris, seit 2018 Director of Quantitative Research and Development, an Einfluss innerhalb der Organisation verloren habe. Vor wenigen Tagen sorgte bereits eine Story von The Athletic für Aufsehen, wonach es innerhalb des Front Office rumore und Voulgaris als General Manager im "Schatten" wahrgenommen werde.

Voulgaris sei dank seiner guten Beziehung zu Cuban die "einflussreichste Stimme innerhalb des Front Office", in die meisten Kaderentscheidungen involviert und habe sogar Einfluss auf die Lineups von Head Coach Rick Carlisle. Diesen Bericht bezeichnete Cuban auf Twitter als "totalen Bullshit" und legte gegenüber Taylor Rooks von Bleacher Report nach: "Die Idee, dass es einen Schatten-GM geben soll, ist lachhaft."

Doncic soll keine hohe Meinung von Voulgaris haben, weshalb "mehrere Team-Quellen" besorgt über die langfristige Zukunft des Slowenen in Dallas seien. Unter anderem soll Doncic Voulgaris während einer Partie im Februar verbal attackiert haben, nachdem dieser ihm Anweisungen geben wollte. Die Beziehung der beiden soll allerdings über diese Szene hinaus belastet sein.

Mavericks: Muss auch Voulgaris gehen?

Doch auch die weitere Zusammenarbeit mit Voulgaris ist offenbar alles andere als gesichert. Wie Kevin O'Connor von The Ringer berichtet, beabsichtigten die Mavericks nicht, dessen auslaufenden Vertrag zu verlängern. "Es klingt so, als müsse er auch gehen", erklärte dieser.

Nach Informationen von Marc Stein von der New York Times hätte Dallas eine externe Firma beauftragt, Ausschau nach einem neuen Head of Basketball Operations zu halten. Ein weiterer Kandidat arbeitet bereits für die Mavs, gemäß Marc Stein (New York Times) ist auch Nelsons früherer Assistent und Ex-Spieler Michael Finley eine Option.

Seinen Job behalten soll dagegen Coach Carlisle, das stellte Cuban bereits auf der abschließenden PK der Saison in der vergangenen Woche klar. In Dallas geht damit eine Ära zu Ende, die jedoch gerade gegen Ende wenig erfolgreich war. Seit der Meisterschaft 2011 konnten die Mavs keine einzige Playoff-Serie mehr gewinnen. Viermal verpassten die Texaner die Playoffs komplett, gleich sechsmal war in Runde eins Schluss. Zuletzt war dies zweimal am Stück der Fall, als jeweils die L.A. Clippers die Oberhand behielten. In dieser Spielzeit reichte Dallas auch eine 2-0-Serienführung nicht, die Mavs unterlagen in sieben hart umkämpften Spielen.

Clippers vs. Mavs: Die Serie im Überblick

SpielDatumHeimAuswärtsErgebnis
122. MaiClippersMavericks103:113
226. MaiClippersMavericks121:127
329. MaiMavericksClippers108:118
431. MaiMavericksClippers81:106
53. JuniClippersMavericks100:105
65. JuniMavericksClippers97:104
76. JuniClippersMavericks126:111
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