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NBA Playoffs: Los Angeles Lakers sind raus! LeBron James und Co. verlieren Spiel 6 gegen Phoenix Suns

LeBron James und die Los Angeles Lakers müssen sich aus den Playoffs verabschieden.

Der amtierende Champion muss sich aus den Playoffs verabschieden! Die Los Angeles Lakers haben auch Spiel 6 gegen die Phoenix Suns mit 100:113 verloren. Ein Katastrophen-Start der Lakers sowie der überragende Devin Booker bringen Phoenix auf die Siegerstraße. Das Comeback von LeBron James und Co. ist nicht von Erfolg gekrönt.

Booker war bereits im ersten Viertel so richtig on fire und schenkte den Lakers 22 Punkte ein. Am Ende standen 47 Zähler (dazu 11 Rebounds und 3 Assists) bei überragenden 15/22 aus dem Feld sowie 8/10 von Downtown auf dem Konto des Suns-Guards. Er ist nach Charles Barkley erst der zweite Spieler der Franchise-Geschichte, der solche Zahlen in den Playoffs auflegte.

Jae Crowder machte sich mit 6 Dreiern für 18 Zähler ebenfalls für die Suns verdient, Chris Paul kam auf 8 Punkte (4/12 FG) und 12 Assists in 29 Minuten. Seine Schulterverletzung schien ihn zu beeinträchtigen, dennoch war der Veteran mit seiner Erfahrung ein wichtiger Faktor, um den Sieg im vierten Viertel nach Hause zu bringen.

Die Lakers zeigten nämlich nach einem zwischenzeitlichen 29-Punkte-Rückstand in der ersten Halbzeit, als die Partie schon entschieden schien, Moral. Angeführt von LeBron James (29, 9 Rebounds und 7 Assists bei 11/26 FG), Dennis Schröder (20, 6/14 FG) und Kentavious Caldwell-Pope (19) startete L.A. ein Comeback, doch die Lakers kamen nie auf weniger als zehn Punkte heran.

Anthony Davis war dabei keine Hilfe, zwar versuchte es der Big Man trotz seiner Leistenprobleme zu spielen, doch bereits nach fünf Minuten musste er aufgeben, die Schmerzen waren zu groß. So musste LeBron am Ende seine erste Erstrunden-Pleite in der Postseason in seiner Karriere hinnehmen nach zuvor 14 Siegen in 14 Auftritten. Die Suns treffen in der zweiten Runde derweil auf die Denver Nuggets, die sich gegen Portland durchsetzten.

Horrostart für die Los Angeles Lakers - Booker on fire

Der Abend begann mit einer guten Nachricht für die Lakers, Davis wurde von den Teamärzten freigegeben und konnte spielen. AD stand also wieder in der Starting Five, zudem ersetzte Marc Gasol Andre Drummond als Center. Allerdings war schnell offensichtlich, dass AD mit Schmerzen spielte. Mehrfach verzog er sein Gesicht zu einer Grimasse, nach nur fünfeinhalb Minuten musste er nach einem Blockversuch auf die Bank, kurz darauf humpelte er in die Kabine.

Damit noch nicht genug für die Lakers. Phoenix erwischte den deutlich besseren Start, vor allem Crowder war nach anfänglichen Problemen in dieser Serie direkt heiß. Seine ersten drei Dreier flutschten durch die Reuse, Booker ließ es ebenfalls regnen: Zwei Triples in Folge brachten die Gäste mit 27:10 weg! Zwar hatte auch Paul Probleme mit seiner lädierten Schulter, doch dafür überrannte Booker die Hausherren im Alleingang. Seine 22 Punkte bei 6/6 Dreiern brachte den Suns eine 36:14-Führung nach dem ersten Viertel.

Bei den Lakers ging offensiv dagegen absolut nichts. Schröder suchte zwar aggressiv den Abschluss, blieb aber ohne Wurfglück (1/6 FG in Halbzeit eins), auch von LeBron war wenig zu sehen. So wuchs der Suns-Vorsprung zu Beginn des zweiten Viertels auf 29 Zähler an, auch eine Zonenverteidigung konnte die Gäste nicht stoppen. Erst ein persönlicher 8:0-Lauf von Caldwell-Pope brachte L.A. wieder etwas Leben, doch um Phoenix ins Wanken zu bringen, reichte das nicht. Booker lieferte mit einem weiteren Triple die Antwort, es ging mit 62:41 in die Halbzeitpause.

Los Angeles Lakers starten Comeback-Versuch - ohne Erfolg

Immerhin zeigten die Lakers nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Intensität, Kampf und Leidenschaft in der Defense, angeführt von starkem Druck von Schröder auf den Ballführenden. Diese Energie half zudem am anderen Ende des Courts (9 Schröder-Punkte im dritten Viertel), wo auch LeBron langsam aufwachte. L.A. verkürzte sogar auf 12 Zähler, Wesley Matthews verpasste von Downtown jedoch, den Rückstand einstellig zu gestalten. Mit 76:89 aus Lakers-Sicht ging es in den Schlussabschnitt.

James war nun weiterhin bemüht, den gegnerischen Korb zu attackieren, verlegte aber auch mehrere Versuche direkt am Ring. Dafür war die Defense zur Stelle, in Transition stellte L.A. nach einem Suns-Turnover auf -10. Die Antwort der Gäste? Paul nahm die Offense nun in die Hand, kreierte einen Eckendreier für Mikal Bridges und machte mit einem Mitteldistanz-Jumper einen 7:0-Lauf der Suns perfekt zum 101:84 Mitte des Durchgangs.

Erneut robbten sich die Lakers etwas heran, dieses Mal unter anderem durch einen krachenden Putback von Talen Horton-Tucker. Und erneut reagierten die Suns, zunächst mit einem Crowder-Triple und dann Booker an der Freiwurflinie. Für den Dagger zeichnete sich letztlich wieder Crowder verantwortlich, gut eineinhalb Minuten vor dem Ende erhöhte er den Suns-Vorsprung auf 16 Zähler. Das war's, die Los Angeles Lakers müssen die Koffer für den Sommerurlaub packen.

Die wichtigsten Statistiken

Los Angeles Lakers (7) vs. Phoenix Suns (2) 100:113 (BOXSCORE), Serie: 2-4

  • Das erste Viertel von Booker ist mit Worten kaum zu beschreiben, das Adjektiv überragend trifft es noch am ehesten. Der Suns-Guard erzielte 8 Zähler mehr als das komplette Lakers-Team (22:14), traf genauso viele Dreier wie die Lakers Feldwurfversuche (6) und schoss den amtierenden Champion so im Alleingang ab.
  • Da auch die Kollegen - in erster Linie Jae Crowder, der mit 2/20 in die Serie gestartet war - ein heißes Händchen aus der Distanz vorzuweisen hatten, stellte Phoenix den Rekord für die meisten Dreier in einem Playoff-Viertel (10) ein. Am Ende stand Phoenix bei 18/35 Dreier (51,4 Prozent), die Lakers nur bei 10/35.
  • Laut ESPN Stats & Info war der 29-Punkte-Rückstand der Lakers in Halbzeit eins der zweithöchste Rückstand für LeBron in einer ersten Halbzeit einer Playoff-Partie aller Zeiten. Der höchste kam in Spiel 5 gegen die Suns (-30). Der 21-Punkte-Rückstand zur Halbzeitpause war zudem ein Negativ-Rekord vor eigenem Publikum in der Playoff-Historie der Lakers.
  • Der erhöhte defensive Druck der Lakers in Halbzeit zwei machte sich unter anderem bei den Turnover bemerkbar. Schröder erzwang mit seiner teils Full-Court-Press mehrere Loose-Balls, Phoenix gab nach dem Seitenwechsel siebenmal den Ball aus der Hand - die Lakers nur zweimal (insgesamt 14:7).
  • Immerhin einen positiven Aspekt gab es aus LeBron-Sicht zu vermelden. Der King katapultierte sich mit einem Block im zweiten Viertel in die Top 10 der All-Time-Playoff-Blocks und belegt damit laut StatMuse nun in jeder wichtigen Kategorie für Counting-Stats in den Playoffs einen Rang in der Top 10.

Los Angeles Lakers vs. Phoenix Suns: Die Stimmen

Devin Booker (Suns): "Ich habe mein ganzes Leben lang auf diesen Moment hingearbeitet. Jetzt war es an der Zeit, nicht davor zurückzuscheuen. Das wollte ich heute auf dem Court zeigen."

Frank Vogel (Lakers-Coach): "Anthony Davis ist ein Krieger. Er hat sich sicherlich nicht besonders gut bewegt am Anfang der Partie. Am Ende waren die Verletzungen, die wir verkraften mussten, zu viel für uns. Ich glaube schon, dass wir eine Truppe hatten, die den Titel hätte verteidigen können, wenn nicht die Verletzungen gewesen wären."

Der Star des Spiels: Devin Booker

Schon in Spiel 5 war der 24-Jährige die dominante Figur auf dem Parkett, an diesen Auftritt knüpfte er nahtlos an. Sein persönliches Dreierfeuerwerk im ersten Viertel brachte die Lakers zur Verzweiflung und die Suns auf die Siegerstraße. Er versenkte butterweiche Stepbacks oder eiskalte Triples mit Hand im Gesicht, der Schwierigkeitsgrad des Wurfes war scheinbar egal.

Der Flop des Spiels: Kyle Kuzma

Es war definitiv nicht die Serie von Kuzma. Der Lakers-Forward legte in den ersten fünf Spielen nur 7,2 Punkte bei einer Wurfquote von 31 Prozent auf. Offensiv hätte L.A. dabei gut einen Push des 25-Jährigen gebrauchen können - auf den warteten die Fans auch in Spiel 6 vergeblich. Mit nur 2 Punkten in 18 Minuten (1/6 FG) blieb Kuzma erneut blass.

Die Szene des Spiels

Ein brandheißer Devin Booker gegen einen angeschlagenen Anthony Davis. Dieses Mismatch war einfach unfair, dabei machte AD wenige Minuten nach Tip-Off eigentlich einen recht guten Job, den Wurf des Suns-Guards zu contesten. Booker verschaffte sich aber mit einem Stepback gerade genug Platz, um den Triple durch die Reuse zu hämmern. Es war der Start seiner unglaublichen Dreier-Serie.

Suns vs. Lakers: Die Spiele der Serie - Stand: 4:2

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebniss
123. Mai21.30 UhrSunsLakers99:90
226. Mai4 UhrSunsLakers102:109
328. Mai4 UhrLakersSuns109:95
430. Mai21.30 UhrLakersSuns92:100
52. Juni4 UhrSunsLakers115:85
64. Juni4.30 UhrLakersSuns100:113
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