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NBA

NBA Playoffs, Lakers vs. Suns: Los Angeles übernimmt dank Anthony Davis und LeBron James die Kontrolle

Anthony Davis war auch in Spiel 3 wieder der Topscorer der Los Angeles Lakers.

Die Los Angeles Lakers haben die Führung in der Erstrundenserie gegen die Phoenix Suns übernommen. Bei dem 109:95-Sieg in Spiel 3 überzeugt vor allem erneut die Defense - und ein immer besser werdendes Star-Duo.

Anthony Davis führte die Lakers erneut mit bärenstarken 34 Punkten (11/22 FG) und 11 Rebounds an, LeBron James kam auf 21 (9/19) sowie 9 Assists (aber auch 7 Turnover). Dennis Schröder steuerte noch 20 Punkte zum Sieg bei, der größte Trumpf der Lakers bei ihrem ersten Playoff-Heimsieg im Staples Center seit 2012 war indes wieder einmal die Defense.

Abgesehen von Deandre Ayton (22, 11/15, 11 Rebounds) hatte das gesamte Suns-Team massive Probleme, effektiv an Punkte zu kommen. Devin Booker brauchte für seine 19 Punkte 19 Würfe (6 Treffer), Chris Paul war durch seine Schulterverletzung weiter sichtlich eingeschränkt und warf kaum (7 Punkte, 6 Assists, 3/8). Cameron Payne war mit 15 Punkten noch der gefährlichste Suns-Guard in diesem Spiel (6/10).

Das Spiel begann kurios: Lakers-Coach Frank Vogel nahm nach 15 Sekunden seine Challenge, um ein Foul von Davis untersuchen zu lassen. Das Spiel war unterbrochen, das Foul blieb bestehen. So wollte man vermutlich nicht anfangen, im Anschluss nahm das Geschehen aber auf beiden Seiten schnell Fahrt auf. Booker legte mit 9 Zählern gut los, auf der Gegenseite war vor allem Davis von Beginn an aggressiv im Spiel (10 im ersten Viertel), obwohl er beim Rebound-Duell einen Ellbogen von Ayton ins Gesicht kassierte. 28:27 Phoenix.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ließen die Suns einige Gelegenheiten liegen, um sich etwas abzusetzen, stattdessen gingen die Lakers in den Minuten ohne Ayton und Booker auf dem Court in Führung. Im Rhythmus waren aber auch sie nicht, beide Teams brachten über mehrere Minuten kaum Punkte aufs Scoreboard. Die defensive Intensität war hoch, die Fehlerquote allerdings auch. In der Schlussminute traf Caldwell-Pope einen Transition-Layup und legte dann nach eigenem Offensiv-Rebound nach. 43:40 für die Lakers nach einem zähen Viertel.

LeBron James und Anthony Davis dominieren in 2. Hälfte

Ein 6:0-Lauf der Lakers durch LeBron und Davis zwang Monty Williams schnell zur nächsten Auszeit, sein Team vergab viertelübergreifend zehn Würfe in Folge, bevor Ayton mal wieder einen versenkte. Doch die Lakers waren nun eindeutig am Drücker, ließen die Suns kaum atmen und kamen ihrerseits weiter immer wieder zum Korb. James schloss kraftvoll in Transition ab, Schröder erhöhte auf +16, bevor Johnson von draußen traf. KCP verletzte sich am Knie und musste behandelt werden, doch es gab ja noch Davis, der die nächsten 9 Lakers-Punkte allesamt erzielte. 76:63 vor dem letzten Viertel.

Ein 15:2-Lauf sorgte im vierten Viertel eigentlich für klare Verhältnisse, vor allem James drehte noch einmal auf und schien mit dem direkten Duell gegen Crowder besonders viel Spaß zu haben. Die Führung wuchs auf bis zu 21 Punkte, komplett ließ sich Phoenix aber nicht abschütteln. 4:16 vor Schluss stellte ein weiterer Dreier von Payne, der 9 Zähler in Folge erzielte, auf nur noch 12 Punkte Unterschied.

2 Lakers-Turnover und einen Layup von Booker später waren es sogar nur 9, dann antwortete mal wieder Schröder, auf der Gegenseite traf Crowder endlich seinen ersten Dreier. Anderthalb Minuten vor Schluss waren es nur 8 Zähler Unterschied. L.A. machte es also spannender als nötig, traf aber am Ende die erforderlichen Freiwürfe. Mit Booker, der Schröder beim Layup-Versuch schubste, und Crowder foulten dann noch zwei Suns in der Schlussminute aus.

Spiel 4 der Serie findet am Sonntagabend um 21.30 Uhr deutscher Zeit ebenfalls in Los Angeles statt (live auf DAZN).

Die wichtigsten Statistiken

Los Angeles Lakers (7) vs. Phoenix Suns (2) 109:95 (BOXSCORE), Serie: 2-1

  • Die Lakers spielten offensiv eine sehr zähe erste Halbzeit: Elf Turnover waren es nach 24 Minuten bereits, dazu trafen sie lediglich 3/16 von der Dreierlinie (Phoenix: 4/13). Trotzdem reichte es zur knappen Führung, weil sie vor allem physisch präsenter waren - das Rebound-Duell ging mit 29:19 recht klar an die Lakers, dazu dominierten sie auch bei den Zonenpunkten (26:16).
  • Beide Teams brachten im zweiten Viertel zusammen lediglich 28 Punkte zustande. Es war das Playoff-Viertel mit den wenigsten Punkten seit 2015: Damals erzielten Cleveland und Atlanta kombiniert 26 Zähler (via basketball-reference).
  • Die Lakers wurden nach der Pause mit dem gleichen Rezept offensiv stärker, sie setzten also vor allem ihre Dominanz in unmittelbarer Korbnähe fort und legten allein im dritten Viertel noch einmal 26 Zonenpunkte nach (insgesamt 58:38). Es fiel so kaum ins Gewicht, dass sie über das gesamte Spiel eiskalt von draußen blieben (7/28) und sich 20 Turnover leisteten.
  • Das lag vor allem auch am schwachen Shooting der Suns - wobei diese von draußen im Vergleich Vorteile hatten (11/29). Es war vielmehr der Zweipunktebereich, der ihnen wehtat. Die Lakers bauten einen so starken Druck vor allem auf Booker auf, dass dieser aus seiner geliebten Mitteldistanz kaum einen guten Abschluss bekam. Paul suchte nur selten den eigenen Abschluss, von der Dreierlinie hat CP3 seit seiner Verletzung ohnehin keinen Wurf mehr genommen.

Lakers vs. Suns: Die Stimmen zum Spiel

LeBron James (Lakers) über sein erstes Playoff-Spiel für die Lakers in heimischer Halle: "Es ist immer etwas Besonderes, vor den Fans der Lakers zu spielen. Hoffentlich können im Verlauf der Serie noch mehr Leute in die Halle."

Monty Williams (Coach Suns): "Wir konnten einfach keine Würfe treffen und das hat uns frustriert. Es ist eine Serie, es steht 2 zu 1. Wir haben noch viel Basketball vor uns."

Der Star des Spiels: Anthony Davis

In Spiel 1 war er unsichtbar, seither ist Davis wieder zur dominanten Figur gereift, sowohl offensiv als auch defensiv. Als Scorer ist er nicht zu kontrollieren, defensiv der Schlüssel für die vor allem im zweiten und dritten Viertel unheimlich beeindruckende Defense der Lakers - auch als Vierer.

Der Flop des Spiels: Jae Crowder

Der Forward ist dafür bekannt, streaky zu sein, was in beide Richtungen gehen kann, und diese Erfahrung macht sein Team nun zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Crowder hat in der Serie bisher 2/21 von der Dreierlinie getroffen, in diesem Spiel waren es 1/7, und mehrere davon waren durchaus offen. Mit solchen Quoten eines zentralen Leistungsträgers lässt sich keine Serie gegen den Champion gewinnen.

Die Szene des Spiels

James fand im Lauf der zweiten Hälfte immer besser ins Spiel und zog weitaus mehr zum Korb als in den vorigen Partien. Mit zunehmendem Rhythmus ließ er es dann aussehen, als würde er mit seinen Gegnern spielen - vor allem mit Crowder. Als er gegen diesen isolierte und sich zu einem Reverse-Layup an ihm vorbeischlängelte, explodierte das Staples Center endgültig.

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