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Clevere Mavericks siegen in Orlando

Von SPOX
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Minnesota Timberwolves (7-4) - Boston Celtics (4-7) 106:88 (BOXSCORE)

Analyse gefällig? "Die beiden Kevins werden die meisten Würfe nehmen, das wissen wir. Ich versuche also einfach, unter dem Korb offen zu sein und eine gute Position zu finden." Das sind die Worte von Timberwolves-Center Nikola Pekovic, der in der umgestellten Offense erst noch seinen Platz finden muss. Auch gegen die Celtics waren es wieder Kevin Love (23 Punkte, 12 Rebounds) und Kevin Martin (20 Punkte), die zusammen 34 Würfe nahmen.

Pekovic dagegen kam nur auf 9 - aber er verwandelte davon 8. "Jedes Mal wenn wir einen Run starteten, hat uns Pekovic gestoppt. Jedes einzelne Mal", sagte ein frustrierter Celtics-Coach Brad Stevens nach der Partie. Für den Big Man aus Montenegro standen am Ende 20 Punkte und 12 Rebounds zu Buche, da fiel auch ein schwacher Auftritt von Ricky Rubio (3 Punkte, 7 Assists) nicht weiter ins Gewicht.

Avery Bradley zeigte für Boston eine starke Leistung (27 Punkte, 12/23 FG), aber 21 Turnover zogen den Celtics am Ende den Zahn. Zudem lief bei Jeff Green (0 von 6 aus dem Feld, 4 Turnover) absolut nichts zusammen. "Ich muss einen Weg finden, wie ich gut spielen kann, selbst wenn ich nicht treffe und keine Fouls gepfiffen bekomme", sagte er danach vielsagend in Richtung Referees.

New Orleans Pelicans (4-6) - Philadelphia 76ers (5-6) 135:98 (BOXSCORE)

Sein gebrochener Zeh hatte Ryan Anderson für die ersten 9 Spiele der Pelicans außer Gefecht gesetzt. Am Samstag war es endlich soweit: "Ich habe dem Coach gesagt 'Lass mich spielen, und wenn ich mich nicht gut fühle oder platt bin oder so, dann sage ich Bescheid.' Aber ich fühlte mich super." Anderson machte 26 Punkte, darunter 6 Dreier, in 27 Minuten von der Bank - und war damit das ideale Gegenstück zu Anthony Davis.

Der legte in 29 Minuten 13 Punkte, 9 Rebounds und unfassbare 8 Blocks auf. Hätte er mehr als 29 Minuten gespielt, wäre das Triple-Double wohl gefallen. "Er wird eines Tages ein Quadruple-Double auf dem Konto haben, ganz ehrlich", sagte Point Guard Jrue Holiday (14 Punkte, 12 Assists) bewundernd. "Das erwarte ich eigentlich von ihm."

8 Spieler punkteten für die Pelicans, die nach 3 Vierteln mit 37 Punkten vorne lagen, zweistellig, die Gäste waren völlig überfordert. "Das waren so viele Blocks...es war wie bei einem Volleyball-Spiel", stöhnte Coach Brett Brown. Über 60 Prozent traf New Orleans aus dem Feld. "Sie sind alle so gute Athleten", musste Brown zugeben. "Und wenn man sich dann anschaut, was Ryan Anderson für dieses Lineup bedeutet."

Milwaukee Bucks (2-7) - Oklahoma City Thunder (6-3) 79:92 (BOXSCORE)

Eigentlich ein Sieg Marke "Dienst nach Vorschrift" für die Thunder. Russell Westbrook markierte 26 Punkte, Kevin Durant kam auf 24 Zähler. Aber der entscheidende Mann war diesmal Serge Ibaka. Der Power Forward räumte unter den Brettern derart auf, dass am Ende 20 Rebounds zusammenkamen - Karriere-Bestmarke eingestellt. Da waren 15 Punkte und 4 Blocks fast Nebensache.

"Serges Performance war außergewöhnlich. Wie er Würfe geblockt und erschwert hat, und dann noch die Rebounds", war Coach Scott Brooks voll des Lobes. "Das war eines seiner besten Spiele." Trotzdem waren die Bucks, angeführt von O.J. Mayo (22 Punkte), 6 Minuten vor Schluss beim Stand von 73:77 noch dran. Ohne die Verletzten Caron Butler (Schulter), Brandon Knight (Oberschenkel) und Ersan Ilyasova (Knöchel) reichte es am Ende aber nicht.

"Wir haben zwar nicht gut getroffen, aber defensiv waren wir wirklich gut", attestierte Durant. "Sie haben ein paar Dreier getroffen, das ist ihre Stärke, aber wir waren immer dicht dran. Insgesamt war das eine gute defensive Leistung." Die Bucks beendeten das Spiel mit 8/22 von Downtown.

Golden State Warriors (7-3) - Utah Jazz (1-10) 102:88 (BOXSCORE)

Wer hätte gedacht, dass ein Ausfall von Jermaine O'Neal noch einmal so weh tut? Der 35-Jährige erlebt bei den Warriors derzeit seinen dritten Frühling und ist ein wichtiger Baustein von der Bank für Coach Mark Jackson. Als er zu Beginn des 4. Viertels auf dem Court wegrutschte, wurde es deshalb plötzlich still in der Oracle Arena. Diagnose: Verstauchtes Knie, dazu eine Verletzung an der rechten Leiste.

"Jermaine bedeutet viel für dieses Team, in der Kabine hört man auf ihn. Wir müssen uns jetzt erst einmal sammeln" erklärte Jackson nach dem Spiel. Gegen das schlechteste Team der NBA reichte es dann auch ohne den Veteranen. Klay Thompson machte 25 Punkte, Stephen Curry verbuchte ein Double-Double (15 Punkte, 11 Assists).

"Bisher haben wir die Teams geschlagen, die wir schlagen sollten, wenn man so will, und zu Hause gewonnen", sagte David Lee (13 Punkte) nach dem Spiel. "Jetzt müssen wir in der Fremde das Gleiche tun, gegen ein Jazz-Team, das Revanche nehmen will." Am Montag kommt es in Salt Lake City zum Rückspiel.

Los Angeles Clippers (7:3) - Brooklyn Nets (3-6) 110:103 (BOXSCORE)

Die Fans in Los Angeles hatten sich auf eine Truppe voller Superstars gefreut. Kurz vor dem Spiel dann die Ernüchterung: Am Tag nach dem kräftezehrenden Overtime-Sieg gegen die Phoenix Suns ließ Nets-Coach Jason Kidd mit Deron Williams, Paul Pierce, Kevin Garnett und Brook Lopez gleich vier Starter wegen Verletzungen pausieren. Zudem verpassten Pierce und KG das Wiedersehen mit ihrem früheren Celtics-Coach Doc Rivers.

Wie es dann meistens so ist: Die Brooklyn-Reserve bot den Clippers einen harten Kampf, führte nach 24 Minuten mit 55:54 und musste erst kurz vor Schluss abreißen lassen. "Das Spiel hätten wir auf jeden Fall gewinnen können", analysierte Joe Johnson (13 Punkte). Aber am Ende haben wir sie in den Schlüsselszenen nicht stoppen können und sie haben ihre Freiwürfe reingemacht. Andray Blatche und Mason Plumlee kamen auf jeweils 19 Punkte. "Die Jungs haben alles gegeben", lobte Kidd. "Es hat nicht gereicht, aber der Einsatz war da."

Bei den Clippers verletzte sich Blake Griffin (30 Punkte, 12 Rebounds) im 3. Viertel am Knöchel, musste aber nur kurz behandelt werden. "Es ist jetzt besser, aber noch nicht ganz in Ordnung", sagte er nach dem Spiel. "Ich bin normal aufgekommen und spürte dann etwas hinten am Knöchel." J.J. Reddick legte 26 Punkte auf, Chris Paul verbuchte 13 Assists.

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