Cookie-Einstellungen
Basketball

"Da müssten wir sehr verzweifelt sein"

SID
Bayerns Basketballer wollen auf einen Namenssponsor verzichten
© getty

Bayern Münchens Basketballer wollen ihren Etat in den kommenden Jahren aufstocken, dabei im Gegensatz zu nationalen Konkurrenten aber weiter auf einen Namenssponsor verzichten.

"Wir sind der FC Bayern München! Um das zu tun, müssten wir entweder sehr verzweifelt sein oder ein wirklich unmoralisches Angebot bekommen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic in einem Interview mit dem Magazin "Sponsors".

Offiziell liegt der Etat der Bayern-Basketballer bei zwölf Millionen Euro. Ziel sei es, sagte Pesic, das Budget in den kommenden fünf Jahren weiterzuentwickeln: "Vielleicht reicht ein Jahresetat von 16 Millionen Euro, um in der europäischen Spitze konkurrenzfähig zu sein." Er glaube jedoch nicht, ergänzte er, dass der Rücktritt von Präsident Uli Hoeneß Auswirkungen auf die Sponsorenakquise des FC Bayern Basketball haben werde.

Kein Plan B nach Hoeneß

"Wir brauchen keinen Plan B. Uli Hoeneß hat, nachdem er bei unserem Projekt zu Beginn natürlich sehr stark involviert war, ganz bewusst immer mehr Verantwortung auf uns übertragen", sagte Pesic. Der ehemalige deutsche Nationalspieler betonte allerdings auch: "Trotzdem war er zweifellos ein wichtiger Ansprechpartner, gerade was die Anfragen bei Unternehmen auf einer höheren Ebene betrifft."

Von den Verantwortlichen der Bundesliga fordert Pesic eine Strukturreform: "Die Vereine holen doch wirklich das Maximum aus ihren Möglichkeiten heraus - jetzt liegt es an der BBL-Führung, Konzepte zu entwickeln, um die Entwicklung der Vereine weiter voranzutreiben und noch professionellere Strukturen aufzubauen." Die Liga habe große Schritte gemacht, "aber diese großen Schritte wird es in Zukunft nicht mehr geben".

Pesic behauptet, dass "die Entwicklung der Vereine in den nächsten Jahren ein Limit erreichen wird". Dennoch hält er das Ziel der BBL für realistisch, im Jahr 2020 die beste Liga Europas zu sein: "Es ist möglich, aber es muss sich bis dahin noch einiges ändern."

Die Bayern in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung