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Pferdesport

Kein Deutscher beim Europa-Preis im Stechen

SID
Otto Becker zeigte sich vom Abschneiden beim CHIO-Klassiker enttäuscht
© Getty

Die deutschen Reiter haben beim CHIO im Springen um den großen Preis von Europa enttäuscht. Alle 13 Starter verpassten das Stechen. Olympiasiegerin Beezie Maden aus den USA siegte.

Kaum hatte WM-Torschützenkönig Thomas Müller die Aachener Soers wieder verlassen, kamen die deutschen Reiter aus dem Tritt. Im ersten Traditionsspringen des CHIO um den Preis von Europa verpassten alle 13 Starter des Gastgebers das Stechen. Beste Deutsche wurde beim Sieg von US-Vizeweltmeisterin Beezie Madden Ex-Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly auf Rang elf.

"Wenn es bei 13 Startern nicht eine Nullrunde gibt, ist das enttäuschend", sagte Bundestrainer Otto Becker. "Ich hoffe, dass sich unsere Reiter die besseren Runden für morgen aufbewahrt haben", meinte Becker nach der Ernüchterung im CHIO-Klassiker, der erstmals 1957 ausgetragen wurde.

Die zweimalige Team-Olympiasiegerin Madden jagte ihre Stute Coral Reef durch den Parcours und lieferte in 48,27 Sekunden im Stechen die beste Zeit ohne Fehler. Für die starke Vorstellung gab es 19.800 Euro.

Über 12.000 Euro als Zweitplatzierter durfte sich der Olympiazweite Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit Ninja (0/50,07) freuen. Für Platz drei strich Harrie Smolders (Niederlande) mit dem 14 Jahre alten Hengst Exquis Oliver (0/55,02) 9000 Euro ein.

Ehning mit neun Fehlern

Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum hatte nur knapp das Stechen verpasst. Sein elf Jahre alter Hengst Chaman erlaubte sich im Umlauf einen Abwurf. Bei Weltcup-Finalsieger Marcus Ehning war die Enttäuschung größer. Der Borkener kam mit Küchengirl im Umlauf auf neun Fehler. "Bereits am ersten Hindernis fiel die Stange. Da war schon alles aus", sagte Ehning.

Deutschlands neuer Fußball-Held Thomas Müller und seine Frau Lisa hatten indes ihre 24-stündige Visite in der Soers kurz zuvor beendet. Der WM-Torschützenkönig hatte die Reiter mit seinem Kurzbesuch begeistert. Ludger Beerbaum holte sich ein Autogramm für seinen Sohn, Paul Schockemöhle gratulierte enthusiastisch.

"Ein klasse Typ. Ganz locker und gelassen. Dass er so kurz nach der WM in Aachen vorbeikommt, ist auch eine hohe Wertschätzung für den Reitsport", sagte Otto Becker. "Ein ganz entspannter Typ, immer ansprechbar", meinte Präsident Klaus Pavel vom ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV).

Alves gewinnt Youngsters-Cup

Müller und seine Frau sind pferdesportbegeistert und zeigten sich vom CHIO angetan. "Ich freue mich, hier zu sein. Ich bin begeistert von den Gebäuden und Ställen hier in Aachen", sagte der Jung-Profi, der erst in der Nacht zu Montag aus Südafrika zurückgekehrt war. Es sei viel auf ihn eingeprasselt. "Aber das muss man wegstecken", sagte er.

Im Youngsters-Cup am Mittag verfehlte Ehning den Sieg knapp. Mit Campbel benötigte er im Springen für sieben- und achtjährige Pferde 75,98 Sekunden für seinen Nullfehlerritt und war über vier Sekunden langsamer als Sieger Bernardo Alves.

Der Brasilianer absolvierte seinen Nullfehlerritt mit Canturada in 71,95 Sekunden. Platz drei ging an den Briten John Whitaker mit dem Wallach Argento (0/77,29).

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