"Verbittert": Juan Jesus kritisiert Freispruch von Francesco Acerbi nach Rassismus-Vorwurf

SID
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Der brasilianische Fußballprofi Juan Jesus hat verbittert auf den Freispruch des italienischen Nationalspielers Francesco Acerbi vom Rassismus-Vorwurf reagiert. "Es ist eine Entscheidung, die ich zwar respektiere, aber nur schwer verstehen kann und die mich sehr verbittert zurücklässt", schrieb der Spieler des italienischen Meisters SSC Neapel in einem vom Verein veröffentlichten Statement am Mittwoch.

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"Ich bin wirklich entmutigt über den Ausgang dieser ernsten Angelegenheit", führte Juan Jesus aus. Er hatte Acerbi bezichtigt, ihn rassistisch beleidigt zu haben, ehe das Sportgericht der Serie A entschied, dass die Beweise gegen den Abwehrspieler von Inter Mailand für eine Verurteilung nicht ausreichen würden.

Es sei ein Fehler gewesen, sagte Juan Jesus, "dass ich die Situation als 'Gentleman' gehandhabt habe, indem ich es der Zuschauer zuliebe vermieden habe, ein wichtiges Spiel zu unterbrechen". Dies sei in der Hoffnung geschehen, "dass mein Verhalten respektiert und vielleicht als Beispiel genommen würde".

Er fürchte, so Juan Jesus, dass durch die Entscheidung nun ein "unglücklicher Präzedenzfall" geschaffen werde, um bestimmte Verhaltensweisen zu rechtfertigen. Auch sein Verein hatte tags zuvor "fassungslos" auf das Urteil reagiert. Es sei nicht anzunehmen, dass Jesus die Äußerungen missverstanden habe, hieß es in einer Mitteilung der SSC.

Die Neapolitaner kündigten als Protestmaßnahme an, sich zukünftig nicht mehr an "rein kosmetischen Initiativen" gegen Rassismus und Diskriminierung beteiligen zu wollen, die vom italienischen Verband koordiniert werden. So will der Verein beispielsweise nicht an der Aktion "Keep racism out" (Rassismus draußen lassen) teilnehmen, die am 30. Spieltag der Serie A auf dem Programm steht.

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