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Fussball

Tottenham Hotspur: Die Ruhe vor dem Sturm

Von SPOX
Christian Eriksen und Harry Kane sind Schlüsselfiguren bei den Spurs

Außenverteidigung: (rechts) Kyle Walker, Kieran Trippier, DeAndre Yedlin / (links) Danny Rose, Ben Davies, Luke Amos

Die kleinsten Sorgen dürfte Pochettino der rechte Teil seiner Hintermannschaft machen. Kyle Walker erledigt seine Defensivarbeit für gewöhnlich ganz passabel, im Spiel nach vorne ist er mit das Beste, was die Premier-League auf seiner Position zu bieten hat. Mit der Geschwindigkeit des 26-Jährigen können es nur wenige Gegenspieler aufnehmen, dazu ist Erik Lamela als Vordermann für den Spielertyp Walker prädestiniert. Der Argentinier sucht mit seinem starken linken Fuß oft den Weg in die Mitte, in seinem Rücken kann der Engländer im Vollsprint hinter die gegnerische Abwehr stoßen.

Sollte Walker eine Pause brauchen, steht mit DeAndre Yedlin ein nahezu identischer Spielertyp bereit. Der US-Amerikaner kann auch auf der gegenüberliegenden Seite agieren und ist damit ein brauchbarer Kaderspieler. Erster Ersatz auf der rechten Seite ist aber Kieran Trippier, der seinen Part in der Regel grundsolide ausfüllt und einen stabilen Walker-Backup darstellt.

Auf der anderen Seite streiten sich Danny Rose und Ben Davies um den Posten in der Startelf. Zum Saisonstart dürfte Rose den Vorzug erhalten, Pochettino ist allerdings nicht gerade als Fan des englischen Nationalspielers bekannt. Überzeugt er in den ersten Auftritten nicht, rückt der Waliser Davies in die Mannschaft. Der 23-Jährige besitzt das bessere Defensivverhalten und ist ruhiger am Ball. Rose bringt dagegen, wie auch Walker auf der anderen Seite, viel Speed und Offensivdrang mit.

Nicht unwahrscheinlich, dass der argentinische Coach die Wahl hinten links auch vom jeweiligen Gegner abhängig macht. Für den jungen Luke Amos ist die Konkurrenz zu groß, er wird wohl nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

Defensives Mittelfeld: Eric Dier, Ryan Mason, Mousa Dembele, Nabil Bentaleb, Victor Wanyama, Tom Carroll, Harry Winks

Im zentralen Mittelfeld hat Eric Dier seinen Platz in der Startelf sicher, gemeinsam mit dem offensiveren Christian Eriksen bestimmt er das Tempo im Spiel der Spurs. Der Mann mit der Nummer 15 hält seinen kreativen Vorderleuten den Rücken frei und ist sich nicht zu schade für die "Drecksarbeit". Nicht gerade verwunderlich, dass angeblich der FC Bayern an einer Verpflichtung des englischen Nationalspielers interessiert war. Vakant ist im 4-2-3-1-System dagegen der zweite Posten vor der Abwehr.

Für 14 Millionen Euro wurde Victor Wanyama vom FC Southampton verpflichtet, in der Vorbereitung durften sich auch Tom Carroll und Harry Winks neben Dier probieren. Vor allem der 20-jährige Winks betrieb mächtig Eigenwerbung und überzeugt schon in jungen Jahren mit einer enormen Ruhe am Ball. Ihn wird Pocchettino mit Sicherheit das ein oder andere Mal ins kalte Wasser werfen.

Ryan Mason und Mousa Dembele sind ebenfalls Optionen, der Belgier wurde allerdings vom Sportgericht für die ersten sechs Partien aus dem Verkehr gezogen. Nabil Bentaleb dürfte unterdessen chancenlos sein, der Algerier steht auf dem Abstellgleis und soll abgegeben werden.

Zum Auftakt haben Mason und Neuzugang Wanyama wohl die besten Karten, der gesetzte Dier wird sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit so manches Mal an einen neuen Nebenmann gewöhnen müssen.

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