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Fussball

Adler hält HSV Punkt in Wolfsburg fest

Der VfL Wolfsburg tat sich gegen den Hamburger SV lange Zeit sehr schwer
© Getty

Der VfL Wolfsburg hat erneut keinen Heimsieg einfahren können. Gegen den Hamburger SV kamen die Wölfe am 16. Spieltag der Bundesliga nur zu einem 1:1 (0:1).

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena ging der HSV durch das dritte Saisontor von Nicolai Müller mit 1:0 in Führung (21.).

Zwölf Minuten vor dem Ende traf Maximilian Arnold zum Ausgleich für den VfL. Es war Arnolds erster Saisontreffer.

Damit bleibt es dabei, dass Wolfsburg keines der letzten neun Bundesligaduelle gegen den HSV verloren hat (vier Siege, fünf Remis). Der letzte Hamburger Dreier datiert vom 12. Februar 2011 (1:0).

Zudem bleibt der VfL das einzige Team 2015/16 ohne Gegentor nach einer Standardsituation.

Reaktionen:

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Wir leisten uns in letzter Zeit gerne mal einen Fehler zu viel. Das war schon gegen Dortmund so. Im Anschluss mussten wir großen Aufwand betreiben und dem Tor hinterherlaufen. Das hat die Mannschaft aber gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir klarere Aktionen, leider konnten wir nur eine Chance nutzen."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburg): "Wir sind super in die Partie gekommen, wollten früh stören. Das ist gelungen. Auch mit dem Ballklauen. Daraus haben wir das Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit wurde Wolfsburg stärker. Aber alles in allem war es ein leidenschaftlicher Auftritt meiner Elf."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den BVB am letzten Spieltag verändert Hecking seine Startelf auf drei Positionen: Schäfer für Rodriguez (muskuläre Probleme), sowie Träsch und Dante (Rückkehr nach Sperre) für Klose und Caligiuri (beide Bank).

Beim HSV gibt es nach dem 1:3 gegen Mainz ebenfalls drei Neue in der Anfangsformation: Adler kehrt nach Hüftverletzung ins Tor zurück, dafür muss Drobny auf die Bank. Lasogga hat seine Schulterverletzung auskuriert und verdrängt Schipplock auf die Bank. Zudem startet Spahic für Djourou (grippaler Infekt).

7.: Schürrle hat auf links zu viel Platz und bringt gegen Sakai eine Flanke nach innen. Cleber legt per Querschläger unfreiwillig auf für Kruse, der am Fünfmeterraum freistehend in Rücklage gerät und die Kugel auf den Oberrang prügelt.

8.: Im direkten Gegenzug zieht Lasogga aus gut 25 Metern halbrechter Position einfach mal ab und zwingt Benaglio mit einem tückischen Aufsetzer zur ersten guten Parade des Tages.

21., 0:1, Müller: Dante vertändelt als letzter Mann den Ball gegen Lasogga, der auf Benaglio zugeht und abschließt. Der Keeper pariert den Rechtsschuss mit guter Fußabwehr, doch der Abpraller landet bei Müller und dieser trifft per Spannstoß flach unten links.

33.: Schäfer schickt den halblinks startenden Schürrle in den Strafraum. Der Nationalspieler setzt sich gegen Spahic durch, doch sein Schüsschen ist leichte Beute für Adler.

47.: Ein Anspiel von Vieirinha von der rechten Seitenauslinie leitet Dost mit der Hacke in den Lauf von Kruse weiter, der Tempo aufnimmt und dann links den besser postierten Schürrle sieht. Dessen Abschluss aus 14 Metern wird zur Ecke für den VfL geblockt.

54.: Eckball von rechts durch Vieirinha. In der Mitte verschätzt sich Gregoritsch gegen Dost, dessen wuchtiger Kopfball nur knapp über die Latte segelt.

63.: Nach einer von Lasogga im eigenen Strafraum geklärten Ecke bringt Arnold den zweiten Ball aus dem linken Halbfeld nach innen. Naldo läuft ein und probiert es aus acht Metern volley, doch der Schuss geht knapp über den Kasten von Adler.

65.: Guilavogui fasst sich ein Herz und zieht aus 25 Metern ab. Der Schuss ist richtig gut unterwegs, doch Adler hat freie Sicht und lenkt die Kugel mit guter Parade über die Latte.

66.: Nach einer Ecke von links steigt Naldo am Fünfmeterraum am höchsten und bringt den Kopfball gefährlich aufs Tor. Doch wieder ist Adler zur Stelle und hält sicher.

71.: Draxler chippt den Ball aus zentraler Position auf den halblinks im Strafraum freistehenden Caligiuri, der aber im Eins-gegen-Eins an Adler nicht vorbeikommt.

78., 1:1, Arnold: Draxler hebt den Ball von links kommend mit viel Übersicht zum rechts freistehenden Vieirinha. Der Portugiese legt direkt in die Mitte, wo Arnold goldrichtig steht und aus fünf Metern einschiebt.

Fazit: Zwei vollkommen unterschiedliche Halbzeiten, in denen jeweils eine Mannschaft klar besser war, resultieren in einem gerechten Unentschieden nach 90 Minuten.

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Der Star des Spiels: Rene Adler. Bärenstarkes Comeback des Keepers, der besonders im zweiten Abschnitt mehrfach glänzend reagierte und seine Mannschaft mit insgesamt acht Paraden vor einem früheren Ausgleich bewahrte.

Der Flop des Spiels: Dante. In großen Teilen eine ordentliche Leistung des Brasilianers, doch der Klops vor dem Hamburger Führungstor schmälert diese enorm. Darf in dieser Situation niemals den Ball an Lasogga verlieren. Zudem mit den meisten Ballverlusten auf Wolfsburger Seite.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Das Foul von Lasogga an Dante mit Gelb und nicht mit Rot zu bewerten war gerade noch verhältnismäßig. Nachvollziehbar, dass Stark dann kurz darauf die Karte gegen Guilavogui nach Foul an Lasogga stecken ließ (17.). Übersah jedoch Clebers ungeschicktes Einsteigen gegen Dante im Hamburger Strafraum, was einen Elfmeter für den VfL hätte nach sich ziehen müssen (57.). Ansonsten mit ein paar Schwächen bei der Beurteilung von Zweikämpfen, dabei aber ohne großen Patzer.

Das fiel auf:

  • Sehr stringente und disziplinierte Vorstellung des HSV in den ersten 45 Minuten, der die Gastgeber in eine intensive Begegnung verwickelte. Die Gäste standen gegen den Ball gut gestaffelt und pressten mit der gesamten Formation sehr hoch im Feld. So gelang es den Rothosen, die Spielauslösung des VfL unruhig werden zu lassen und frühzeitige Ballgewinne zu verzeichnen.
  • Aufgrund der dicht aneinander stehenden Viererketten des HSV fand Wolfsburg kaum Tiefe und Tempo in seinem Spiel. Die Hausherren versuchten es häufig mit Verlagerungen, doch das Kollektiv der Labbadia-Truppe verteidigte diese Bälle ohne Probleme.
  • Unter dem Strich spielte Wolfsburg eine ähnlich enttäuschende erste Hälfte wie letzte Woche gegen Dortmund - und Hecking behalf sich derselben Maßnahme, um für Besserung zu sorgen. Durch die Hereinnahme von Dost stellte der Coach auf 4-4-2 um, was auf Anhieb mehr offensive Durchschlagskraft nach sich zog.
  • Wolfsburg nun mit sicherem Passspiel über die Flügel und dort in der Lage, durch Überzahlspiel mehrere brauchbare Hereingaben in den Sechzehnmeterraum zu bringen. Hamburg ließ sich auf diese Weise weit nach hinten drängen und war nur noch mit Verteidigen beschäftigt, das im ersten Abschnitt kaum existente Gegenpressing der Wölfe griff nun sehr gut.

Wolfsburg - Hamburg: Die Statistik zum Spiel

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