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Fussball

Offiziell! Niklas Süle wechselt vom FC Bayern zum BVB

Von Jonas Rütten
Niklas Süle wird sich laut eines Medienberichts offenbar im Sommer dem BVB anschließend.

Niklas Süle wird im Sommer vom FC Bayern zu Borussia Dortmund wechseln. Das bestätigte der BVB am Montagnachmittag. Der Nationalspieler erhält einen Vertrag bis 2026. Süle hatte laut seinem Berater bessere Angebote von anderen Vereinen vorliegen.

"Wir freuen uns, dass wir in Niklas Süle einen deutschen Nationalspieler ablösefrei verpflichten und für vier Jahre an uns binden konnten", erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Sebastian Kehl, der im Sommer Zorcs Nachfolge antreten wird, ergänzte: "Niklas hat uns in den persönlichen Gesprächen gezeigt, dass er große Lust auf Borussia Dortmund hat. Er verfügt über viel Erfahrung, Ruhe im Aufbauspiel und über die nötige Physis, um ab dem Sommer gemeinsam mit uns den nächsten Schritt zu gehen."

"In der aktuellen Saison ist er bei seinem Klub der Abwehrspieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga (19)", betonten die Dortmunder in ihrer Mitteilung nachdrücklich.

Süle hatte kürzlich eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern München über den kommenden Sommer hinaus abgelehnt und sich für einen Abschied vom deutschen Rekordmeister nach fünf Jahren entschieden.

Dem Vernehmen nach soll Süle künftig zehn Millionen Euro pro Jahr verdienen, eine ähnliche Summe hatten ihm die Bayern ebenfalls angeboten.

Süle begründet seine Entscheidung

Gegenüber der Bild-Zeitung begründete Süle seine Entscheidung. "Ich habe mich bereits vor einigen Wochen dazu entschieden, künftig für Borussia Dortmund zu spielen", sagte er und schob nach: "Ich habe von der ersten Kontaktaufnahme an sofort gespürt, dass die Verantwortlichen des Vereins ganz große Lust darauf haben, mit mir zu arbeiten. Hans Joachim Watzke, Michael Zorc, Sebastian Kehl und Marco Rose haben mir beeindruckend vermittelt, welche Rolle ich beim BVB einnehmen kann und ich hatte das Gefühl, als Mensch und als Fußballer gewollt zu werden. Die Art und Weise wie sie sich um mich bemüht haben, hat mir imponiert, so dass ich schnell wusste, wo ich künftig spielen werden."

Der Rekordmeister soll ebenfalls erst am Montag vom Wechsel zum BVB erfahren haben. "Ich hatte bisher eine sehr erfolgreiche Zeit mit Bayern München und habe alles gewonnen, was man hier gewinnen kann. Daran möchte ich die kommenden Monate auch mit diesen großartigen Mitspielern und einem überragenden Trainer anknüpfen und noch weitere Titel gewinnen", erklärte Süle.

Struth: Süle-Abschied wegen mangelnder Wertschätzung

Süles Berater Volker Struth hatte bereits am Sonntag im Doppelpass bei Sport1 erklärt, dass nicht monetäre Gehaltsvorstellungen des Innenverteidigers den Ausschlag für seine Entscheidung gegen einen Verbleib in München gewesen seien, sondern mangelnde Wertschätzung vonseiten der Verantwortlichen. Dies sei laut Struth besonders noch einmal durch die Aussagen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge deutlich geworden.

Rummenigge hatte vor wenigen Wochen gesagt, dass Süle zwar ein "brauchbarer Spieler", der FC Bayern aber auch ohne den 26-Jährigen "gut besetzt" sei. Süle habe sich "nie richtig durchgesetzt".

"Das würde ich anders oder gar nicht kommunizieren. Wir sind mit der Aussage aber schon bei der Begründung, warum er den Klub verlässt", konterte Struth am Sonntag und verriet außerdem, dass Süles neuer Arbeitgeber bereits feststehe.

Wie Struth der Bild erklärte, hatte Süle auch "andere Optionen, auch welche, bei denen er mehr Geld verdient hätte. Aber er hat sich sehr zeitnah nach der ersten Kontaktaufnahme für diesen Verein entschieden. Es hat mir imponiert, wie konsequent er mit dieser Entscheidung umgegangen ist."

Süle beim BVB wohl sofort gesetzt

Der BVB wurde seit mehreren Wochen mit einer möglichen Süle-Verpflichtung in Verbindung gebracht. SPOX und GOAL erfuhren, dass die Dortmunder grundsätzlich Interesse am deutschen Nationalspieler haben.

Neben Manuel Akanji und dem zuletzt verletzungsanfälligen Mats Hummels hat der BVB aktuell keinen weiteren absolut verlässlichen Innenverteidiger im Kader. Bei Akanji (Vertrag bis 2023) mehren sich außerdem die Gerüchte, dass der Schweizer den Verein verlassen wolle.

Dan-Axel Zagadou, dessen auslaufender Vertrag verlängert werden soll, wurde in den vergangenen Monaten immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen. Süle ist somit beim BVB wohl sofort gesetzt, außerdem eine gute Alternative auf der rechten Seite zu Thomas Meunier.

Niklas Süle: Statistiken bei den bisherigen Stationen

VereinZeitraumSpieleToreVorlagenGelbe KartenMinuten
FC Bayern2017-2021159641111.963
TSG Hoffenheim2010-201711784119.812
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