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Fussball

FC Bayern: Ex-Co-Trainer Klose muss nach Schock-Diagnose Trainer-Jobs absagen

Von SPOX
Miroslav Klose (42) ist an zwei Thrombosen im Bein erkrankt und kann seine Trainer-Karriere vorerst nicht fortsetzen.

Miroslav Klose (42) hat zwei Thrombosen im Bein und kann seine Trainer-Karriere daher vorerst nicht fortsetzen. Nach seinem Aus als Co-Trainer beim FC Bayern München hatte er in Folge der Diagnose potenziellen Interessenten absagen müssen.

"Es fing vor knapp drei Wochen an, dass ich auf einmal heftige Schmerzen im Bein bekam, die ich überhaupt nicht zuordnen konnte", sagte der WM-Rekordschütze dem kicker.

Inzwischen gehe es ihm zwar besser und er habe keine Schmerzen mehr, Klose wurde aber dennoch von den Ärzten nahegelegt, sein Bein nicht mehr zu belasten. Im Training schaute der 42-Jährige folglich nur von der Seitenlinie aus zu.

"Ich bin dann, kurz bevor wir mit dem FC Bayern in die Hotelquarantäne gefahren sind, zu unseren Ärzten gegangen, um mich genauer untersuchen zu lassen, da die Schmerzen im Bein immer stärker wurden. Ich hatte erst gedacht, es handle sich um einen eingeklemmten Nerv oder Ähnliches", sagte Klose und schob nach: "Die Diagnose war dann schon ein kleiner Schock für mich."

Anschließend sei er "sofort medikamentös eingestellt" worden und habe Spezialstrümpfe erhalten, "die ich jetzt rund um die Uhr tragen muss. Die Ärzte haben mir sehr deutlich gemacht, dass man mit dieser Situation nicht spaßen sollte." Klose dürfe keinen Schlag abbekommen, nicht joggen und gegen keinen Ball treten.

Klose will künftig als Cheftrainer arbeiten

Im Trainingslager sei er "fast durchgedreht". Es sei "einfach grausam", unbeteiligt am Rand zu stehen. Klose war in München Teil des Trainerteams von Hansi Flick, der die deutsche Nationalmannschaft nach der Europameisterschaft als Bundestrainer übernehmen wird.

Auch beim DFB galt Klose als Co-Trainer-Kandidat. Nun wolle er seine vollständige Genesung abwarten und im nächsten Schritt als Cheftrainer arbeiten. "Mir wurde in den folgenden Tagen klar, dass ich so niemals meine Trainerkarriere im Profifußball starten möchte. Entweder richtig oder gar nicht", sagte er.

Klose sei in Gesprächen mit potenziellen Interessenten zwar schon "sehr weit gewesen", entschied sich aufgrund seiner Erkrankung aber gegen ein Engagement. Unter anderem war von fortgeschrittenen Verhandlungen mit Zweitligist Fortuna Düsseldorf berichtet worden, der am Donnerstag Christian Preußer als neuen Übungsleiter präsentierte.

Klose weiter Co-Trainer? "Fühlt sich als der falsche Weg an"

Klose "brenne" nun darauf, nach seiner Genesung "meine Vorstellungen mit einer Mannschaft umzusetzen. Weiterhin Co-Trainer zu sein, fühlt sich als der falsche Weg an, auch wenn es mit Hansi Flick als Bundestrainer menschlich und fachlich gepasst hätte", erklärte er. Dabei wolle er auf seine Erfahrungen beim DFB und FC Bayern zurückgreifen.

Mit Blick auf eine gesunde Zukunft gab er sich zudem optimistisch. "Die Schmerzen sind weg, aber ich muss weiterhin die Medikamente nehmen und diese bescheuerten Strümpfe tragen. Ich muss es jetzt halt machen."

Schon in zwei Woche begebe sich Klose in Behandlung bei einem Spezialisten. "Es sind dann vier Wochen vorbei, und ich hoffe, dass sich die bereits getroffenen Vorkehrungen als positiv herausstellen. Dann wird man auch deutlich konkreter sagen können, wie lange es dauern wird, bis ich wieder zu 100 Prozent fit bin", sagte er.

 

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