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Fussball

Bundesliga, Stimmen zum 18. Spieltag - Labbadia nach Hertha-Debakel vor dem Aus: "Ist ein Scheißgefühl"

Von SID
Niklas Stark, Bruno Labbadia, Hertha BSC

Hertha-Trainer Bruno Labbadia steht nach dem 1:4 gegen Werder Bremen vor der Entlassung. Rückendeckung erhielt er von Kollege Kohfeldt, sein eigener Kapitän Stark vermied hingegen ein klares Bekenntnis. Nach der bitteren 2:3-Pleite in Mainz will sich Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann nicht auf Diskussionen um den Meisterschaftskampf einlassen. Martin Hinteregger schwärmt nach der 5:1-Gala in Bielefeld von Eintracht Frankfurts Offensive und Peter Bosz hat "Angst" um den möglicherweise schwerverletzten Baumgartlinger.

Die Stimmen von Sky zum 18. Spieltag im Überblick.

Hertha BSC - Werder Bremen 1:4 (1:2)

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC Berlin) ...

... zum Spiel: "Es war das erwartete Spiel. Wir haben uns mehr Torchancen gegen Bremen herausgespielt als Leverkusen oder Gladbach, aber wenn man es zusammenfasst: Wir haben zu einfache Tore kassiert und zu viele Chancen vergeben. Das ist das Produkt heute und das ist eine Enttäuschung."

... zum Spielverlauf: "Bremen hat es sehr gut gemacht und sehr eng gestanden. Wir haben nach dem Elfmeter zum 0:1 selber einen Elfmeter verschossen und haben dann mit dem ersten und einzigen Eckball das 0:2. Normalerweise krachst du nach so etwas zusammen, das war heute nicht der Fall. Wir haben weitergemacht und haben uns nach dem Anschlusstreffer viel vorgenommen. Trotz des dritten Gegentreffers hatten wir noch Riesenchancen. Es war ein Sieg der Effektivität der Bremer."

... zur vergebenen Großchance von Cunha: "Matheus ist ein Spieler, der seine Struktur verliert, wenn er viel machen will. Wenn er von dort schießt, muss er ihn reinmachen."

... zu seiner Zukunft bei Hertha BSC: "Natürlich fehlen uns momentan die Argumente. Wir sind die Letzten, die irgendetwas schönreden. Ich kann nur sagen, was wir jeden Tag alles betreiben. Wir haben jetzt eine brutale Enttäuschung erfahren, das ist ein Scheiß-Gefühl und dem kann man mal freien Lauf lassen. Alles andere werden wir dann sehen. Es geht vor allem darum, dass der Verein Erfolg hat."

... zu einem möglichen Gespräch mit den Verantwortlichen am Sonntag: "Wir sind permanent mit allen Verantwortlichen im Austausch, da brauchen wir jetzt nichts anzuberaumen. Wir gleichen uns täglich ab und wenn es Gesprächsbedarf gibt, setzen wir uns auch morgen zusammen. Lassen sie uns heute mal die Enttäuschung haben und dann wieder intensiv arbeiten. Wenn die Ergebnisse nicht da sind, steht der Trainer in der Kritik. Das ist kein schönes Gefühl, keine Frage, aber das spielt für mich persönlich keine Rolle zurzeit."

Niklas Stark (Kapitän Hertha BSC Berlin) ...

... zum Spiel: "Wir können auf jeden Fall nicht zufrieden sein. Wir hatten auch heute mehr Ballbesitz und wollten auch, das kann man uns nicht abstreiten. Der Gegner war sehr effektiv, da müssen wir uns hinterfragen, ob die Gegentore dann zu einfach sind.

... zum verschossenen Elfmeter von Matheus Cunha: "Matheus hat sich die Kugel genommen, da war alles klar. Wenn man einen Elfmeter verschießt, passt das zu unserer Phase. Uns fehlt ein Quäntchen, das müssen wir uns wieder erarbeiten. Er hat ein super Spiel gemacht, er wollte und hat alles gegeben. Zu den Chancen muss man auch erst einmal kommen. Matheus hat nichts verbockt, wichtig ist, dass er nicht aufgegeben hat."

... zu möglichen Änderungen, um wieder zu gewinnen: "Wir haben jetzt eine volle Woche, um uns vorzubereiten. Wir müssen jetzt auf jeden Fall punkten, egal wie. Da können wir Ballbesitz haben, wie wir wollen - wenn wir die Punkte nicht holen, sehen wir uns unten wieder."

... zur Rückendeckung für Bruno Labbadia: "Dazu will ich mich nicht äußern, es ist nicht meine Entscheidung. Ich komme jeden Tag hierher und gebe 100 Prozent und versuche mit der Mannschaft, da unten herauszukommen."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Mir war die Stimmung nach dem Gladbach-Spiel zu positiv. Deswegen möchte ich auch nach einem Sieg darauf hinweisen, mit wie vielen Ausfällen wir heute gespielt haben und wie sich die jungen Spieler entwickelt haben. Das Kombinationsspiel nach vorne sah heute sicher nicht so flüssig wie in Gladbach, aber wir haben genau die Dinge ausgenutzt, die Hertha uns angeboten hat."

... zum Gladbach-Spiel: "Wir hätten das Spiel am Dienstag gewinnen müssen, das muss man so sagen. Wir hatten die klareren Torchancen, deshalb ärgere ich mich immer noch darüber und freue mich über den Sieg heute."

... zu Hertha BSC: "Es war schon beeindruckend, wie sie immer weitergemacht haben. Es war nicht so, dass da eine leblose Mannschaft auf dem Platz stand. Sie haben es immer wieder versucht und da ist schon Qualität drin. Labbadia ist ein Top-Trainer und ich finde ihn beeindruckend. Der Sieg war okay, aber noch höher wäre auf gar keinen Fall verdient gewesen."

Davie Selke (Torschütze Werder Bremen) ...

... zum defensiven Spielstil: "Es ist für unser Spiel sehr wichtig, dass wir stabil stehen und unsere Nadelstiche nach vorne setzen. Als Stürmer mag ich es natürlich am liebsten in der Box. Ich habe zu Romano Schmid vor dem Spiel gesagt, dass er mir einen Ball auflegen soll, jetzt hat er mir einen Elfmeter herausgeholt. Viele Spieler haben heute einen Riesenjob gemacht."

... zu seiner Vergangenheit bei Hertha BSC: "Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Der Jubel war nicht gegen Hertha gedacht, ich habe mich einfach extrem gefreut. Es war wichtig, dass der Elfmeter reingegangen ist und wir das Spiel gewonnen haben."

Mainz 05 - RB Leipzig 3:2 (2:2)

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben es kämpferisch als Team sehr gut gemacht. Wir freuen uns richtig, aber ich freue mich auch, dass die Gruppe sich endlich belohnt hat für den hohen Aufwand. Mit der Mentalität bin ich sehr zufrieden. Inhaltlich müssen und können wir uns klar verbessern in allen Aspekten des Spiels. Es ist eine schwierige Ausgangsposition, aber der Weg ist auch klar."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig)...

... zum Spiel: "Die Schärfe und die Aggressivität bei Mainz war größer. Das war kein super anschauliches Spiel, aber mit drei Punkten für Mainz, die nicht unverdient sind. Grundsätzlich müssen wir nicht über die Bayern sprechen, wenn wir die Spiele verlieren. Es geht darum, selbst die Spiele zu gewinnen."

... zur Niederlage: "Die Niederlage ist natürlich enttäuschend. Wir haben vorher gewusst, dass es auf den Platzverhältnissen schwierig sein wird, mit fußballerischen Mitteln zu glänzen."

Danny da Costa (Mainz 05): "Das war eine geile Teamleistung. Es ist zwar eine schwierige Aufgabe, die Klasse zu halten, aber wenn wir mit dem Herz auf dem Platz sind und weiter hart arbeiten, können wir es schaffen."

Marcel Sabitzer: "In der ersten Halbzeit haben wir es eigentlich ganz ordentlich gemacht, dafür, dass der Platz kein pausenloses Kombinationsspiel zugelassen hat. Allerdings haben wir die zwei Standards nicht nur verteidigt."

Willi Orban (RB Leipzig) zur Auswirkung auf den Titelkampf: "Es ist definitiv ein kleiner Rückschlag, es war nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Aber die Meisterschaft ist nicht in unserem Kopf, wir wollen weiter oben dranbleiben."

Martin Schmidt (Sportdirektor 1. FSV Mainz 05) ...

... zu Debütant Danny da Costa: "Seine Leistung zeigt, dass er sich gefreut hat, wieder auf dem Platz zu stehen und dass er hier angekommen ist. Er hat das Siegtor mit einem Riesen-Run vorbereitet, ein geileres Umschalttor gibt es fast nicht."

Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg 0:1

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen)...

... zum Spiel: "Am Ende hat Wolfsburg zu Recht gewonnen. Wir haben sehr gut angefangen und hatten mehrere Großchancen. Die muss man dann auch machen gegen so eine Mannschaft machen. Wir hatten am Ende nicht mehr die Kraft und die Frische am Ende."

... zur Verletzung von Julian Baumgartlinger: "Bei Julian habe ich Angst, dass es eine schlimme Verletzung ist. Wir müssen das MRT abwarten. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich komme gerne in die BayArena. Ich bin zum zweiten Mal da und darf zum zweiten Mal als Sieger nach Hause fahren. Wir sind ganz schlecht reingekommen. Danach haben wir das Tempo mitgehen können und kamen immer besser im Spiel. Das Tor war super herausgespielt. In der zweiten Halbzeit war Leverkusen am Drücker, aber wir haben keine Chance zugelassen. Großes Kompliment an die Jungs für ihre taktische Diszipliniertheit. Ich bin riesig stolz."

Xaver Schlager (VfL Wolfsburg) ...

... zum Spiel: "Viel Ballbesitz hatten wir nicht. Wir mussten richtig viel laufen, aber das hat sich ausgezahlt. Wir haben die Null gehalten, das war der Schlüssel zum Erfolg."

... zum derzeitigen vierten Tabellenplatz: "Wenn ich nach der Saison Zehnter werde, kann ich auch nicht sagen, dass ich nach 18 Spielen Vierter war. Deswegen ist es relativ sinnlos, zurzeit auf die Tabelle zu schauen."

Ridle Baku (Torschütze VfL Wolfsburg) zu seinem bereits dritten Saisontreffer: "Ich fühle mich sehr gut beim VfL und konnte auch in den ersten Spielen direkt zeigen, was ich kann. Ich bin einfach froh, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte."

Lukas Hradecky (Torhüter Bayer 04 Leverkusen) zum Spiel: "Uns hat ein bisschen die Frische gefehlt. Die Wolfsburger haben gut verteidigt. Wir haben dann nur geflankt und nichts über unser Aufbauspiel gemacht, dadurch haben wir es den Wolfsburgern einfach gemacht."

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt 1:5

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, die hohe Niederlage schmerzt aber. Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben, wir hatten allerdings zu keiner Zeit die Kompaktheit wie in den letzten Spielen."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir hatten einen richtig guten Tag. Entscheidend waren die drei schnellen Tore und die Tatsache, dass wir das vierte Tor nach dem 3:1 direkt nachgelegt haben. Wir haben spielerisch tolle Lösungen gefunden. Es war rundherum ein gelungener Nachmittag, offensiv wie defensiv."

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir waren über das ganze Spiel dominant, haben den Ball richtig gut laufen lassen, waren in jeder Aktion da. Es macht Riesenspaß."

Cedric Brunner (Arminia Bielefeld) zum Spiel: "Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Alles, was uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, haben wir komplett vermissen lassen. Wir haben heute gesehen, wie schlecht man sich als Verteidiger fühlt, wenn man keinen Zugriff hat."

SC Freiburg - VfB Stuttgart 2:1

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war am Ende ein glücklicher Sieg. Der VfB hat in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt und hätte natürlich ein Unentschieden verdient gehabt."

Pellegrino Matarazzo (VfB Stuttgart): "Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen. Mit dem Gegentor haben wir den Faden verloren. Der Rückstand zur Pause war trotz des verschossenen Elfmeters in Ordnung. In der zweiten Hälfte waren wir sehr dominant und hatten einige Chancen."

FC Augsburg - Union Berlin 2:1

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir freuen uns sehr über den Sieg. Das war eine absolute Willensleistung. Wir hatten ein paar Mal das Glück auf unserer Seite. Wir haben jetzt sechs Punkte gegen Union geholt, ich bin sehr zufrieden. Bei Florian Niederlechner haben wir immer gesehen, dass er für die Mannschaft arbeitet. Für mich war das nur eine Frage der Zeit, wann der Knoten platzt. Umso schöner, dass es heute so gekommen ist."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Über 90 Minuten war es ein glücklicher Sieg für den FCA. Wir waren sehr präsent und hatten das Spiel unter Kontrolle. Aus dem Nichts lagen wir zurück. Die Mannschaft hat danach Moral gezeigt. Nach dem Wechsel war Augsburg gleich sehr griffig. Wieder liegst du zurück. Und danach kommt alles zusammen, da verschießen wir noch einen Elfmeter. Wir haben viel investiert, aber nicht die Lösungen gefunden, um zumindest noch auszugleichen."

Hier geht es zu den Stimmen vom Freitagsspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund (4:2).

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