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Fussball

1. FSV Mainz 05 - RB Leipzig 3:2: RBL patzt im Titelrennen - Nagelsmann geht Schiedsrichter an

Von SID
Julian Nagelsmann haderte nach der Niederlage gegen Mainz auch mit den Schiedsrichern.

Der FSV Mainz 05 hat einen Überraschungs-Coup gelandet und im Abstiegskampf neue Hoffnung geschöpft. Gegen den Titelaspiranten RB Leipzig gelang ein 3:2-Erfolg.

Der Stachel der Enttäuschung bei Julian Nagelsmann saß tief. Der Erfolgscoach von RB Leipzig legte sich nach dem Abpfiff mit dem Schiedsrichter an, wirkte sichtlich bedient. Schon während der Partie hatte er gut hörbar über den Platz gebrüllt: "Was pfeift der denn für eine Scheiße?" Doch auch ihm war am Ende klar: RB Leipzig hatte es nicht wegen Christian Dingert nicht geschafft im Fernduell mit Bayern München vorzulegen.

Stattdessen gab es durch das 2:3 (2:2) beim Tabellenvorletzten FSV Mainz 05 eine unerwartete Pleite. Und die befand Nagelsmann anschließend sogar als "verdient". "Die Schärfe und die Aggressivität bei Mainz war größer", analysierte der RB-Trainer nach der Partie: "Zwei von drei Toren darfst du heute nicht kriegen."

Sollte der FC Bayern am Sonntag gegen Schlusslicht Schalke gewinnen, haben die zweitplatzierten Leipziger bereits sieben Punkte Rückstand. Und angesichts dessen schlussfolgerte Nagelsmann in puncto Titelkampf: "Dann ist es natürlich auch nach so einem Spiel töricht, darüber zu sprechen. Du musst solche Spiele gewinnen."

Dagegen war die Erleichterung bei den Rheinhessen riesengroß. Der aus Frankfurt ausgeliehene Danny da Costa urteilte bei Sky völlig richtig: "Das war eine geile Teamleistung." Innenverteidiger Moussa Niakhate (24./35.) und Leandro Barreiro (50.) sorgten nach zehn Pflichtspielen ohne Erfolg mit ihren Toren wieder für einen Mainzer Sieg.

Da Costa leistete eine mustergültige Vorarbeit zum 3:2 durch Barreiro: "Ich habe ihn gar nicht gesehen und nur gehofft, dass er am ersten Pfosten an den Ball kommt." Genauso war es. "Es ist zwar eine schwierige Aufgabe, aber wenn wir mit dem Herz auf dem Platz sind und weiter hart arbeiten, können wir es schaffen", ergänzte da Costa.

Bayern-Interesse an Upamecano? Nagelsmann gelassen

Vor der Partie hatte das Interesse der Bayern an RB-Verteidiger Dayot Upamecano, der sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte, für Aufsehen gesorgt. Nagelsmann reagierte darauf allerdings gelassen. Grundsätzlich sei es "clever, wenn man Unruhe stiften will. Aber bei uns wird jetzt keiner unruhig", sagte der RB-Coach.

Deutlich mehr Probleme bereitete Leipzig ohnehin zunächst der holprige Rasen in Mainz und das mutige Pressing der Mainzer. Die Führung durch Adams, der nach einem Lattenschuss von Marcel Sabitzer abstaubte, beruhigte das Geschehen nur wenig.

Zum Ende der Englischen Woche hatte Nagelsmann im Vergleich zum Sieg gegen Union Berlin (1:0) vier Wechsel vorgenommen, unter anderem Emil Forsberg rückte in die Startelf. Für Durchschlagskraft sorgte das bei den optisch überlegenen Gästen aber kaum. Wohl auch, weil die 05er dem Titelkandidaten einen großen Kampf lieferten.

Leipzig tat sich schwer - und schlief bei Standardsituationen. Zwar erzielte Halstenberg nach dem Ausgleich durch Niakhate den zweiten Treffer der Gäste, der Mainzer Abwehrspieler nutzte nach einer Ecke aber eine weitere Unachtsamkeit der Leipziger.

Da-Costa-Solo krönt Mainzer Kampf

Nach der Pause sorgte Mainz für das erste Ausrufezeichen. Da Costa bereitete die Führung der Gastgeber durch Barreiro mit einen beherzten Antritt über den Flügel vor. Das 3:2 befeuerte den Kampfgeist der Mainzer in der Schlussphase.

Nagelsmann wechselte schließlich offensiv, brachte unter anderem Christopher Nkunku, der mit seiner ersten Chance aber gleich am starken Torhüter Robin Zentner scheiterte (63.). Mainz wehrte sich tapfer, verwickelte RB immer wieder in Zweikämpfe und blieb über Konter gefährlich.

Mainz 05 - RB Leipzig: Die Aufstellungen

Mainz: Zentner - St. Juste, Bell, Niakhate - da Costa, Kohr (79. Tauer), Mwene (66. Stöger) - Barreiro (86. Burkardt), Latza (66. Öztunali) - Quaison (66. Szalai), Onisiwo. - Trainer: Svensson

Leipzig: Gulacsi - Orban, Upamecano, Halstenberg (55. Nkunku) - Sabitzer - Adams (77. Mukiele), Dani Olmo (77. Hwang), Haidara (61. Samardzic), Angelino - Forsberg (61. Kluivert), Sörloth. - Trainer: Nagelsmann

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