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Fussball

Wintertransfers: Zeit für eine Zwischenbilanz

Von SPOX
Nicht alle Neuzugänge schlugen so ein wie Mainz' Mohamed Zidan (2.v.l.), der bisher immer traf
© spox

 

Vedad Ibisevic (28, VfB Stuttgart)

Die Zahlen: Für 4,5 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim gekauft, Vertrag bis 2016.

Die Daten: 5 Spiele, 1 Tor, 2 Vorlagen, 450 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Ibisevic hat einen schweren Stand beim VfB. Bruno Labbadia ließ ihn bislang viermal im 4-2-3-1 und zweimal im 4-4-2 mit Cacau an seiner Seite auflaufen, der Bosnier hatte aber in beiden Systemen wenig Bindung zu seinen Mitspielern. Muss noch klarer im Strafraum angespielt werden, um Gegenspieler zu binden und Freiräume zu schaffen. Hatte gute Aktionen im Behaupten des Balles, dagegen mit Schwächen im Pressing, da Ibisevic nicht so viele Kilometer abspult wie andere Stürmer. Zwar stets bemüht, auch im Kombinationsspiel dominant zu agieren, aber aufgrund fehlender Automatismen und unbrauchbarer Hereingaben bisher für diesen Preis noch keine hochwertige Verstärkung.

Petr Jiracek (25, VfL Wolfsburg)

Die Zahlen: Für 4 Millionen Euro von Viktoria Pilsen gekauft, Vertrag bis 2016.

Die Daten: 6 Spiele, 2 Tore, 501 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Felix Magath scheint zukünftig auf Jan Polak als Partner von Jiracek auf der Doppelsechs zu bauen, doch Ersterer liegt mit einem Haarriss im Bein vorerst flach. So kam es, dass der Neuzugang in beinahe allen Partien unterschiedliche Mitspieler neben sich hatte. Für diesen Umstand agierte der Tscheche bislang solide und ballsicher. Glänzte durch seinen Doppelpack gegen Freiburg als Matchwinner. Jiracek definiert sich über hohe Einsatz- und Laufbereitschaft, ist im Spiel gegen den Ball zudem sehr robust. Er ging aber aufgrund der vielen Fehler in den beiden Auswärtsspielen in München und auf Schalke mit unter. Magath wird jedoch weiterhin auf ihn setzen. Hat Jiracek die Umstellungsphase auf die Bundesliga vollständig hinter sich gebracht, könnte er eine gute Verstärkung darstellen.

Srdjan Lakic (28, 1899 Hoffenheim)

Die Zahlen: Für 1 Million Euro bis Saisonende ausgeliehen vom VfL Wolfsburg.

Die Daten: 4 Spiele, 0 Tore, 258 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Lakics Situation in Wolfsburg schrie nach einem Wechsel: Aussortiert von Magath trainierte er bei der U 23 und fand keinen Platz im Kader für das Wintertrainingslager. Wartet in dieser Saison und seit insgesamt 848 Minuten auf einen Treffer. Ein Magen-Darm-Virus verhinderte ein schnelleres Comeback in Hoffenheim, er durfte zuletzt aber dreimal in Serie als einzige Spitze ran. Kämpferisch tadellos und mit guten Ballbehauptungen, vor dem Kasten allerdings noch glücklos. Verhinderte gegen Mainz sogar einen Treffer, als er Marvin Comppers Schuss übers Gehäuse abfälschte. Wird von Markus Babbel für seinen Trainingsfleiß gelobt, muss als zentraler Stürmer der mit 24 Toren fünftschwächsten Angriffsreihe der Liga aber langsam in die Pötte kommen. Auch, weil sich Lakic im Kraichgau für einen Neuanfang im Sommer in Wolfsburg anbieten will.

Michael Lumb (24, SC Freiburg)

Die Zahlen: Für 200.000 Euro mit Vorkaufsrecht bis Saisonende ausgeliehen von Zenit St. Petersburg.

Die Daten: 4 Spiele, 0 Tore, 3 Vorlagen, 349 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Nach dem Rausschmiss von Heiko Butscher und Felix Bastians sowie dem verletzungsbedingten Ausfall von Mensur Mujdza war Freiburg unter Zugzwang, im Winter einen neuen Linksverteidiger zu holen. Lumb hatte bei seiner Ankunft im Breisgau jedoch fünf Wochen nicht trainiert und kam zuvor in Russland kaum zum Zuge. Der Däne deutete aber sofort an, dass er eine brauchbare Verstärkung darstellt. Ist mit einem gesunden Offensivdrang ausgestattet und hat einen technisch starken linken Fuß, mit dem er gute Standards schlagen kann. Bereitete bei seinen ersten drei Auftritten auch jeweils einen Treffer vor. Die mangelnde Spielpraxis merkte man ihm im Defensivverhalten an, Lumb wurde schon das eine oder andere Mal überlaufen. Saß daher zuletzt zweimal in Serie auf der Bank (gegen Stuttgart wegen eines Infektes nicht im Kader) und wird es zukünftig schwer haben, den von Trainer Christian Streich protegierten und bislang meistens überzeugenden Youngster Jonathan Schmid zu verdrängen.

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