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Fussball

Wintertransfers: Zeit für eine Zwischenbilanz

Von SPOX
Nicht alle Neuzugänge schlugen so ein wie Mainz' Mohamed Zidan (2.v.l.), der bisher immer traf
© spox

 

Chinedu Obasi (25, FC Schalke 04)

Die Zahlen: Für 500.000 Euro mit Vorkaufsrecht bis Saisonende ausgeliehen von 1899 Hoffenheim.

Die Daten: 5 Spiele, 1 Tor, 378 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Die mit einer Menge Verunsicherung aus Hoffenheim entsandte Leihgabe zeigte auf dem rechten und linken Flügel im Mittelfeld bislang solide Leistungen. Obasi agierte aber meist glücklos in seinen Aktionen. Beim Spiel gegen Mainz, in dem er letztlich den 1:1-Endstand markierte, kam er mit der leicht zurückhängenden Position im ersten Durchgang überhaupt nicht klar. Deutete aber bereits jene Stärken an, die ihn in Hoffenheim zeitweise so wertvoll gemacht haben: Zweikampfstärke, Athletik, Spielverständnis und Flexibilität. Kann neben den beiden Außenpositionen auch im Sturm spielen und passt als Spielertyp gut ins Schalker Gefüge. Möchte liebend gern in Gelsenkirchen bleiben, eine Kaufoption über rund fünf Millionen Euro soll bereits ausgehandelt sein. Der größte Vorteil gegenüber Konkurrent Jefferson Farfan neben seiner Vielseitigkeit: Obasi ist im Paket deutlich billiger zu haben.

Ricardo Rodriguez (19, VfL Wolfsburg)

Die Zahlen: Für 8,5 Millionen Euro vom FC Zürich gekauft, Vertrag bis 2016.

Die Daten: 6 Spiele, 0 Tore, 540 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Verdrängte Marcel Schäfer auf der Linksverteidigerposition - der Ex-Kapitän muss seit der Winterpause eins vor Rodriguez oder im defensiven Mittelfeld ran. Der Schweizer Nationalspieler konnte bislang allerdings noch nicht vollends überzeugen. Offensiv sind seine Vorstöße oft noch zu durchsichtig (10 Torschussvorlagen), eine Torvorlage gelang Rodriguez noch nicht. Und defensiv offenbarte der Youngster schon öfter Abstimmungsprobleme mit seinen Nebenmännern, viele Angriffe der Gegner laufen über seine Seite. Seine Zweikampfstatistik ist mit 57 Prozent gewonnenen Duellen ebenso ausbaufähig wie seine schwache Passquote von 72,9 Prozent.

Sandro Wagner (24, 1. FC Kaiserslautern)

Die Zahlen: Für 300.000 Euro mit Kaufoption bis Juni 2013 ausgeliehen von Werder Bremen.

Die Daten: 5 Spiele, 0 Tore, 1 Vorlage, 450 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Viel zu verlieren hatte Wagner nicht, bei Werder bestritt er schließlich kein einziges Spiel von Beginn an. Und viel weniger Tore als seine neuen Stürmerkollegen in Kaiserslautern kann man ohnehin kaum schießen (Itay Shechter 3, Dorge Kouemaha 2, Rest 0). Doch vorerst hat sich der 24-Jährige in Sachen Torausbeute nahtlos in die Lauterer Offensive eingereiht, beim 1:2 gegen Gladbach konnte er immerhin einen Assist beisteuern. Dennoch bereichert er das Spiel der Roten Teufel durch seine ausgezeichnete Technik, auch das Zusammenspiel mit dem Team funktioniert weitestgehend reibungslos. Unter Marco Kurz stand er deshalb mit Ausnahme des Spiels gegen Ex-Klub Werder ununterbrochen auf dem Platz. Wagners Manko: Trotz der Ankündigung, Verantwortung übernehmen zu wollen, fehlen ihm Mentalität und Ausstrahlung eines echten Kampfschweins, das die Teamkollegen mitreißt. Eigenschaften, die im Abstiegskampf unabdingbar sind und Wagners Stammplatz in der Kurz-Elf auf Dauer gefährden könnten, sollte sich die sportliche Situation in der Pfalz weiter dramatisieren.

Mohamed Zidan (30, FSV Mainz 05)

Die Zahlen: Für 400.000 Euro von Borussia Dortmund gekauft, Vertrag bis Saisonende mit einer Option bis 2014.

Die Daten: 4 Spiele, 4 Tore, 1 Vorlage, 330 Minuten Spielzeit.

Die Bilanz: Gesucht und gefunden - anders lässt sich der dritte Wechsel des Ägypters an seine alte Wirkungsstätte nicht bezeichnen. Der Dauerreservist beim BVB zeigte auf Anhieb, in welch guter Verfassung er sich befindet. Netzte in allen Partien bislang ein, keine davon ging verloren. Half seiner neuen Mannschaft damit, den Abstand auf den Relegationsplatz von zwei auf sieben Punkte zu vergrößern. Ist dank seiner Kaltschnäuzigkeit, Schnelligkeit und Beweglichkeit nicht nur vorne im Sturm, sondern auch als hängende Spitze geeignet und eröffnet den Mainzern damit eine weitere variable Variante im Angriffsspiel. Die werden die Option im Vertrag des als Wunschspieler bezeichneten 30-Jährigen mit hundertprozentiger Sicherheit ziehen. Besser kann ein Neuzugang nicht einschlagen.

 

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