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Basketball

Die üblichen Verdächtigen?

Von Max Marbeiter
Rudy Fernandez (l.) traf mit Real im Final Four 2014 auf Erzrivale Barcelona
© getty

Fenerbahce Ülker Istanbul - Maccabi Electra Tel Aviv

Ausgangslage: Sieben lange Jahre musste Fenerbahce warten. Sieben lange Jahre standen die Türken nicht mehr in den Playoffs. Der amtierende Champion aus Tel Aviv trifft im Grunde also auf einen Frischling. Klare Sache? Weit gefehlt! Denn Fener spielt bislang eine beeindruckende Saison, verlor über die gesamte Spielzeit gesehen lediglich fünf Spiele. Die Türken zählen mittlerweile zur absoluten Elite und stellen ein Team, das bis in tief in die Rotation hinein bestens besetzt ist.

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Zudem wäre da noch Zeljko Obradovic, der erfolgreichste Coach der Geschichte. Acht Euroleague-Titel hat der Serbe in seiner illustren Karriere bereits angesammelt, mit Fener soll nun Nummer neun folgen. Und die Türken sind bereit. Mit fünf Playoff-Teams maß sich Fenerbahce in dieser Saison bereits. Gegen jedes wurde mindestens einmal gewonnen.

Zudem besitzt man nicht nur den Heimvorteil, sondern gleichzeitig auch noch ein sehr entspanntes Verhältnis zu fremden Arenen. Von zwölf Auswärtsspielen in dieser Saison gewannen die Türken zehn. Fünf Monate lang blieb das Team von Zelkjko Obradovic in der Fremde sogar gänzlich ungeschlagen, gewann dabei unter anderem in Barcelona, Moskau und Piräus und ist mittlerweile stolzer Besitzer der zweitlängsten Auswärtssiegesserie der Euroleague-Geschichte (9). Einzig ZSKA gelangen in der Saison 2004/05 mehr Siege in fremder Halle (11).

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Kurz: Es gäbe sicherlich angenehmere Aufgaben für den Titelverteidiger. Nur hat sich Maccabi eben erst am letzten Spieltag des Top 16 für die Playoffs qualifiziert und damit schlicht keine Wahl. Andererseits haben die Israelis beste Erfahrungen mit Last-Minute-Qualifikationen. 2004 gelang erst nach Derrick Sharps unglaublichem Dreier zur Overtime und dem drauffolgenden Sieg gegen Zalgiris Kaunas die Qualifikation für das Final Four in eigener Halle. Dennoch holte Maccabi den Titel.

Den Israelis liegt die Rolle des Außenseiters. Vergangenes Jahr traute ihnen niemand zu, erst gegen ZSKA und schließlich gegen Real oder Barca zu bestehen. Das Ende ist bekannt. Allerdings hat sich seit dem Triumph von Milan einiges verändert in Tel Aviv. Coach David Blatt trainiert mittlerweile LeBron James und die Cavaliers, Tyrese Rice spielt bei Khimki und Ricky Hickman wechselte ausgerechnet zu Fener, fällt mit einer Achillessehnenverletzung aber bis Saisonende aus. Gefährlich ist das beste Shotblocking-Team der Turkish Euroleague dennoch.

Key-Matchup: Maccabi beginnt häufig sehr klein, stellt Yogev Ohayon, Jeremy Pargo, Brian Randle und Topscorer Devin Smith lediglich einen Big Man zur Seite. Entsprechend interessant dürfte Bogdan Bogdanovic' Aufgabe werden. Offensiv wie defensiv wird sich der Serbe wohl immer wieder mit unterschiedlichen Gegenspielern - und damit unterschiedlichen Skill Sets - auseinandersetzen dürfen. Findet Bogdanovic keinen Rhythmus, wäre Maccabi sicherlich geholfen.

X-Faktor: Ein wenig stand und fiel Maccabis Erfolg zuletzt mit Sylven Landesberg. Vier Mal scorte der Sixth Man im Top 16 zweistellig, vier Mal gewannen die Israelis. Allerdings verpasste Landesberg mit einem Ermüdungsbruch im rechten Fuß auch die Hälfte der zweiten Runde, was Maccabi erst in die prekäre Lage brachte, bis zum letzten Spieltag um die Playoffs fürchten zu müssen (3-4 ohne Landesberg). Gegen Alba gab der Flügel nun sein Comeback und muss Maccabis Starter in Sachen Scoring von der Bank unterstützen, soll es mit dem Final Four klappen.

Prognose: Fener spielt eine unglaublich starke Saison und steht endlich wieder in den Playoffs. Die Mission heißt jedoch Titel. Und dafür gibt es kaum einen Besseren als Zeljko Obradovic, dem noch dazu eines der tiefsten Teams Europas zur Verfügung steht. Maccabi ist zwar immer für einen Überraschung gut, Fener diesmal jedoch zu stark. Fener in 4.

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