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Russland-Ukraine-Konflikt: Die Auswirkungen auf den Sport - 24. bis 26. Februar

Von SPOX/SID

Die russische Invasion in der Ukraine hat auch für die Welt der Sports Auswirkungen. Hier findet Ihr alle Entwicklungen in chronologischer Reihenfolge.

Dieser Artikel enthält alle Entwicklungen vom 24. bis 26 Februar. Klicke hier, um zum Liveticker zu gelangen!

Russland-Ukraine-Konflikt: Alle Entwicklungen vom Samstag

Samstag, 26.02., 22.52 Uhr: Deutsche Athleten fordern Ausschluss russischer und belarussischer Verbände

Der Athleten Deutschland e.V., die unabhängige Vertretung der Kaderathleten in Deutschland, hat sich am Samstagabend mit mehreren Forderungen an nationale und internationale Verbände, IPC und IOC sowie Staaten gerichtet.

Darin erklärte die Vereinigung, die von Ex-Fechter Max Hartung und 44 weiteren Top-Athleten gegründet wurde, dass die russische Invasion in der Ukraine "einen fundamentalen Bruch des Völkerrechts darstellt" und die etablierten Werte und Normen der internationalen Weltordnung auf "eklatante Weise" verletze. Weiter heißt es: "Athleten Deutschland ist gleichermaßen fassungslos wie bestürzt und verurteilt den russischen Angriffskrieg aufs Schärfste."

In der Erklärung auf ihrer Website fordern die Athleten unter anderem den vollständigen Ausschluss russischer und belarussischer Verbände aus dem internationalen Sportverbandssystem, die Absage und Verlegung aller internationalen Sportwettbewerbe, "die in Russland oder Belarus stattfinden würden" und die Bereitstellung von Unterstützungs- und Hilfsleistungen für ukrainische Athleten und ihr sportliches Umfeld.

Die Erklärung im Wortlaut könnt ihr hier nachlesen.

Samstag, 26.02., 22.02 Uhr: Lewandowski setzt Zeichen mit Ukraine-Kapitänsbinde

Weltfußballer Robert Lewandowski von Bayern München hat mit seiner Kapitänsbinde im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ein Zeichen gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gesetzt. "Wir dürfen nicht akzeptieren, was dort passiert und müssen die Ukraine unterstützen", sagte der Pole, der beim 1:0 (0:0) in Frankfurt mit einer Binde in den ukrainischen Landesfarben aufgelaufen war.

Er habe am Freitag mit einem Mitspieler aus der polnischen Nationalmannschaft gesprochen, der in der Ukraine bei Dynamo Kiew spielt. "Er hat mir erzählt, was in Kiew passiert und was er dort erlebt hat. Das alles ist dramatisch. Ich hoffe, dass die ganze Welt die Ukraine unterstützt", sagte Lewandowski bei Sky: "Wir sind alle gegen Krieg und haben nicht gedacht, dass es so weit kommt. Das nun zu sehen, tut weh."

Zuvor hatte der polnische Verband erklärt, in den WM-Play-offs nicht gegen Russland spielen zu wollen. Lewandowski hatte dies bereits auf Twitter als "richtige Entscheidung" bezeichnet. Die Partie ist derzeit für den 24. März in Moskau angesetzt.

"Man kann den Sport nicht ausnehmen von dem, was passiert. Ich kann mir nicht vorstellen, in einem Monat auf den Platz zu gehen und zu vergessen, was gerade passiert", sagte Lewandowski nach der Partie in Frankfurt: "Die russischen Spieler können nichts dafür, aber es ist ein Land und ich kann mir nicht vorstellen, dort zu spielen."

Samstag, 26.02., 21.04 Uhr: Klub-Besitzer Abramovich zieht sich bei Chelsea zurück

Roman Abramovich ist nicht mehr der starke Mann beim FC Chelsea. Das gab der Russe am Samstag offiziell mittels eines Statements bekannt.

Der englische Erstligist FC Chelsea hat am Samstagabend ein Statement von Klubbesitzer Roman Abramovich veröffentlicht, in dem der 55-Jährige erklärt, die Verantwortung für den Tabellendritten der Premier League abzugeben.

"Während meiner fast 20-jährigen Eigentümerschaft vom Chelsea FC habe ich meine Rolle immer als Hüter des Klubs gesehen, dessen Aufgabe es ist, sicherzustellen, dass wir so erfolgreich sind, wie wir es heute sein können und auch für die Zukunft gerüstet zu sein, während wir auch eine positive Rolle für die Gesellschaft spielen", erklärte der Klubboss.

Alle Hintergründe dazu lest Ihr hier.

Samstag, 26.02., 19.51 Uhr: Schacholympiade in Moskau wird abgesagt

Der Internationale Schachverband (FIDE) teilte am Samstag mit, dass die 44. Schacholympiade in diesem Jahr nicht wie geplant in Moskau (26. Juli bis 8. August) stattfinden wird. Wohin die berühmte Veranstaltung mit Schachspielern aus rund 190 Ländern verlegt wird, ist noch offen.

Samstag, 26.02., 19.30 Uhr: Watzke stellt Schalke bei Gazprom-Trennung Unterstützung in Aussicht

DFB-Interimspräsident Hans-Joachim Watzke kann sich finanzielle Hilfen für Schalke 04 vorstellen, wenn sich der Zweitligist von seinem umstrittenen russischen Hauptsponsor Gazprom trennen sollte.

"Erstmal bin ich sehr froh, dass die Schalker da Haltung gezeigt haben. Ich hoffe, dass sich die auch weiter fortsetzt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL) dem Aktuellen Sportstudio des ZDF: "Und wenn es dazu dann auch der Solidarität der anderen Klubs in Deutschland bedarf, um sie aus dieser Situation einigermaßen gut herauszuführen, dann müssen wir darüber diskutieren, wie wir das hinkriegen können."

Alle Hintergründe dazu lest Ihr hier.

Samstag, 26.02., 19.11 Uhr: Für Frieden, gegen Krieg! Die Sportwelt setzt Zeichen

Die Welt ist entsetzt vom gewaltsamen Überfall der Ukraine durch Wladimir Putins russische Streitkräfte. Die Sportwelt bekundet ihre Solidarität mit den Opfern der Aggression - und setzt die unterschiedlichsten Zeichen.

Samstag, 26.02., 17.31 Uhr: Ukrainischer Tennis-Profi schließt sich Streitkräften an

Der ukrainische Tennis-Profi Sergiy Stakhovsky (Nr. 240 der ATP) hat bekanntgegeben, dass er in die Ukraine zurückkehren wird um sich im Konflikt mit Russland den ukrainischen Streitkräften anzuschließen.

"Ich habe mich letzte Woche für die Reserve gemeldet. Ich habe keine militärische Erfahrung, aber ich habe Erfahrung mit einer Waffe im privaten Bereich", sagte er in einem Video. Stakhovsky: "Keiner der europäischen Staats- und Regierungschefs oder der Welt ist bereit zu helfen, bereit, den Kampf in der Ukraine vielleicht für ein besseres Europa in der Zukunft zu führen."

Stakhovsky erreichte 2010 mit Platz 31 seinen höchsten Rang ATP-Ranking. Er hob hervor, dass es gegen Russland mit über 140 Millionen Einwohnern, "das sich von Europa bis nach Alaska erstreckt", sehr schwer werde, "so viel Widerstand zu leisten".

Samstag, 26.02., 17.02 Uhr: FIS und IBU verbieten russische Flagge und Hymne

Der Internationale Ski-Verband FIS und der Biathlon-Weltverband IBU haben für die verbleibenden Weltcup-Wettbewerbe der Saison die russische Flagge und Hymne verboten. Die IBU verhängte diese Maßnahme zusätzlich für Athletinnen und Athleten aus Belarus. Das gaben die beiden Verbände jeweils nach Vorstandssitzungen am Samstag bekannt. FIS und IBU handelten damit im Einklang mit dem Appell des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

"Die Athleten werden weiterhin unter ihrem Namen und dem des Landes Russland antreten, allerdings werden die FIS-Flagge und die FIS-Hymne in allen offiziellen Funktionen, einschließlich der Zeremonien, verwendet", teilte die FIS mit.

Die IBU erklärte: "Es dürfen keine russischen oder belarussischen Nationalflaggen, Symbole oder Embleme gezeigt werden." Die Anzüge müssten "in neutralen Farben und Mustern gehalten sein", auch dürften "keine nationalen Embleme oder Flaggen" gezeigt werden.

Samstag, 26.02., 16.25 Uhr: Klitschko richtet Appell an die "ganze Welt"

Box-Legende Wladimir Klitschko hat sich mit einem dringenden Appell an die "ganze Welt" gerichtet. "Heute erst wurden Zivilisten mit Raketen beschossen. Durch Spezialoperationen werden Zivilisten getötet. Und das geschieht im Herzen von Europa. Es gibt keine Zeit zu verlieren, weil dies in eine humanitäre Katastrophe führen wird", sagte der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister aus der Ukraine in einem Twitter-Video.

Die Welt müsse nun handeln, um die russische Aggression zu stoppen. Klitschko: "In einer Stunde oder morgen wird es zu spät sein. Bitte, handelt jetzt! Wartet nicht! Handelt jetzt!"

Samstag, 26.02., 16.18 Uhr: Schweden, Dänemark und Norwegen wollen Ausschluss des russischen Sports

Schweden, Dänemark und Norwegen haben am Samstag den kompletten Ausschluss Russlands von weltweiten Sportveranstaltungen gefordert und damit auf den Krieg in der Ukraine reagiert. "Das Wichtigste ist, dass die russische Aggression aufhört", teilte Schwedens Sport-Minister Anders Ygeman mit: "Wenn die EU sich für einen sportlichen Boykott entscheidet, würde auch das helfen."

Aus Dänemark und Norwegen meldeten sich die Nationalen Olympischen Komitees zu Wort. Der Sport müsse sich an den Sanktionen beteiligen, sagte Hans Natorp, Vorsitzender des dänischen Dachverbands: "Russlands Angriff auf das ukrainische Volk ist inakzeptabel, unsere Position ist klar: Russland und auch Belarus müssen in allen Sportarten ausgeschlossen werden." Auch werde man alle dänischen Verbände und Klubs drängen, alle sportlichen Verbindungen nach Russland und Belarus zu kappen.

Auch das norwegische NOC will den Ausschluss des russischen und belarussischen Sports. "Athleten aus den beiden Ländern sollten nicht an internationalen Sportevents teilnehmen", hieß es in der Mitteilung. Russen und Belarussen, die führende Positionen in internationalen Verbänden inne haben, sollen zudem gesperrt werden.

Die Skandinavier gehen damit deutlich weiter als das Internationale Olympische Komitee (IOC). Dieses hatte am Freitag die internationalen Verbände aufgefordert, in Russland oder Belarus geplante Sportveranstaltungen zu verlegen oder abzusagen.

Samstag, 26.02., 16.13 Uhr: Tennis-Profi Yastremska verlässt die Ukraine

Die ukrainische Profi-Tennisspielerin Dayana Yastremska hat nach dem Abschied von ihrer Familie gemeinsam mit ihrer Schwester das Land verlassen. "Nachdem ich zwei Nächte in der Tiefgarage verbracht hatte, trafen meine Eltern die Entscheidung, mich und meine kleine Schwester um jeden Preis aus der Ukraine zu schicken", schrieb sie auf Instagram.

In einem Video war zu sehen, wie sich die 21-jährige Nummer 120 der WTA-Rangliste unter Tränen von ihren Eltern verabschiedete. Yastremska: "Mama, Papa, wir haben euch sehr lieb, passt auf euch auf!!! Ich liebe dich, mein Land! Ukrainer, passt auf euer Leben auf!"

Samstag, 26.02., 15.55 Uhr: Schweden boykottiert Spiele gegen Russland

Auch der Schwedische Fußballverband hat am Samstag erklärt, jegliche Spielen gegen die russische Nationalmannschaft zu boykottieren. "Die Botschaft des SvFF: Die Männer-Nationalmannschaft wird nicht gegen Russland spielen - egal wo das Spiel ausgetragen wird", hieß es in einem offiziellen Statement.

Zudem forderten die Schweden die FIFA "dringend" dazu auf, die Playoff-Spiele im März, an denen Russland teilnimmt, abzusagen.

Der Weltverband bezog bislang nicht Stellung. Man verurteile "den Einsatz von Gewalt durch Russland", mit Blick auf die WM-Qualifikation wolle die FIFA aber "die Situation weiter beobachten".

Samstag, 26.02., 14.20 Uhr: Szczesny giftet gegen Putin: "Erklärt allen Werten den Krieg"

Polens Nationalkeeper Wojciech Szczesny hat in einem Statement auf Instagram seine Haltung erläutert, warum das Playoff-Spiel gegen Russland für seine Teamkollegen und ihn derzeit nicht absolviert werden kann. Der 62-fache Nationalspieler hat zudem eine persönliche Beziehung zur Ukraine, seine Frau wurde dort geboren: "Ukrainisches Blut fließt durch die Venen meines Sohnes, ein Teil meiner Familie ist immer noch dort."

Das Leid in all den Gesichtern der Leute in der Ukraine zu sehen, sei für ihn nur schwer zu ertragen: "Ich kann nicht so machen, als sei nichts passiert." Kritik richtete er in erster Linie an Russlands Machthaber Wladimir Putin: "Im Moment, in dem Putin in die Ukraine eingedrungen ist, hat er nicht nur der Ukraine den Krieg erklärt, sondern allen Werten, für die Europa steht: Freiheit, Unabhängigkeit und vor allem Frieden."

Zum Spiel gegen Russland, das eigentlich am 26. März stattfinden sollte, könne er nicht antreten, "auch wenn es mir das Herz bricht, das zu schreiben" Es sei die "größte Ehre in der Karriere eines Fußballs, für das eigene Land aufzulaufen", aber man habe eine Wahl: "Ich weigere mich gegen Spieler zu spielen, die die Werte und Prinzipien von Russland repräsentieren."

Szczesny weigere sich, "die Farben meines Landes zu tragen und gleichzeitig die Nationalhymne Russlands zu hören. Ich weigere mich, an einer Sportveranstaltung teilzunehmen, dass die Taten der russischen Regierung legitimiert." Zwar sei er sich der Tatsache bewusst, "dass mein Einfluss nur symbolischer Natur" sein werde, aber: "Ich fordere die FIFA und UEFA dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen und die russische Regierung für ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen."

Samstag, 26.02., 13.13 Uhr: Rettig schlägt Demokratie- und Friedensabgabe vor

Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Andreas Rettig, hat angesichts des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine eine "Demokratie- und Friedensabgabe" des Profifußballs in Deutschland vorgeschlagen. "Angesichts der schwindenden gesellschaftlichen Akzeptanz des Fußballs wäre das aus meiner Sicht ein guter Schritt, um ein Zeichen zu setzen", sagte der 58-Jährige dem SID.

Über die Höhe der Solidarabgabe müsse noch diskutiert werden, "aber es sollte ein namhafter Betrag zusammenkommen. Vielleicht können wir ja auch die Politik für diese Idee gewinnen", erläuterte der langjährige Bundesliga-Manager, der derzeit Vorsitzender der Geschäftsführung beim Drittligisten Viktoria Köln ist. Rettig hatte immer wieder mit Vorstößen, um die gesellschaftliche Akzeptanz des Fußballs zu stärken, für Aufmerksamkeit gesorgt.

Samstag, 26.02., 12.45 Uhr: Krieg in der Ukraine: Handball setzt Zeichen

Die Handballklubs der 1. und 2. Bundesliga setzen vor ihren Spielen an diesem Wochenende ein Zeichen gegen Russlands Krieg in der Ukraine. Mit einer bundesweiten Spieltagsinitiative soll der "kriegerische Überfall auf die Ukraine und deren Bürgerinnen und Bürger" nochmals scharf verurteilt werden. Das gab die Handball-Bundesliga am Samstag bekannt.

"Unsere Empörung gilt dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf einen souveränen Staat", sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker: "Dagegen muss auch der organisierte Sport seine Stimme immer wieder erheben. Wir dürfen Krieg und Gewalt keinen Raum geben."

Dafür empfiehlt die HBL unter anderem, in jeder Spielstätte ein Statement vorzulesen. Darin wird der "russische Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste" verurteilt und sich von "jeder Form kriegerischer Handlung" distanziert.

Samstag, 26.02., 11.30 Uhr: UEFA wohl vor Trennung von Gazprom

Die UEFA steht offenbar vor einer Trennung von Großsponsor Gazprom. Nach Informationen der englischen Times wird bereits an einer Auflösung des noch bis 2024 laufenden Vertrags gearbeitet. Mit einer endgültigen Entscheidung, so das Blatt, sei sehr bald zu rechnen.

Die UEFA dementierte den Bericht auf SID-Anfrage nicht, teilte lediglich mit: "Weitere Sitzungen des Exekutiv-Komitees werden in Kürze stattfinden", bei diesen würden "zusätzliche Angelegenheiten" behandelt.

Die Scheidung der UEFA vom russischen Gasgiganten wäre die bislang einschneidendste Reaktion auf den Überfall russischer Truppen auf das Nachbarland Ukraine. Die seit zehn Jahren bestehende Zusammenarbeit war erst 2021 um weitere drei Jahre verlängert worden, die EM-Endrunde 2024 in Deutschland eingeschlossen.

Schätzungen zufolge kassierte die UEFA bislang zwischen 40 und 48 Millionen Euro pro Jahr von Gazprom. Sollte es zu einer raschen Trennung kommen, wäre der Konzern ab März auch bei den Spielen in den europäischen Pokalwettbewerben nicht mehr präsent.

Samstag, 26.02., 10.29 Uhr: Polen will nicht gegen Russland spielen

Der polnische Fußball-Verband PZPN will angesichts des weiteren Vorrückens russischer Truppen in der Ukraine nicht zum WM-Play-off gegen Russland antreten. Das teilte Verbandspräsident Cezary Kulesza am Samstag via Twitter mit, die Polen gehen damit einen Schritt weiter als ohnehin bereits angekündigt: Am Donnerstag hatten sie sich zunächst geweigert, auf russischem Boden zu spielen.

Das Spiel auf dem Weg zur WM 2022 in Katar ist für den 24. März in Moskau angesetzt. "Genug der Worte, es ist Zeit, zu handeln", schrieb Kulesza: "Aufgrund der Aggression Russlands in der Ukraine plant Polen nicht, gegen die russische Mannschaft anzutreten. Das ist die einzig richtige Entscheidung."

PZPN arbeite nun mit den Kollegen aus Schweden und Tschechien an einer gemeinsamen Position, da auch diese Verbände betroffen sind: Der Sieger des Duells zwischen Russland und Polen soll anschließend auf Tschechien oder Schweden treffen, die sich in der Runde davor gegenüberstehen. Die Russen hätten auch in einem weiteren Spiel Heimrecht. Wie Polen hatten auch Schweden und Tschechien bereits klargemacht, dass sie nicht in Russland spielen wollen.

Bayern-Stürmer und Polen-Kapitän Robert Lewandowski begrüßte die Entscheidung. "Das ist richtig!", schrieb er auf Twitter. "Ich kann mir nicht vorstellen, ein Spiel gegen die russische Nationalmannschaft in einer Situation zu spielen, in der die bewaffnete Aggression in der Ukraine anhält. Die russischen Fußballer und Fans sind dafür nicht verantwortlich, aber wir können nicht so tun, als ob nichts passiert."

Samstag, 26.02., 10.23 Uhr: Tuchel äußert sich zu Chelsea-Situation

Die ungewisse Zukunft des russischen Klub-Eigentümers Roman Abramowitsch hat nach Ansicht von Teammanager Thomas Tuchel Auswirkungen auf den FC Chelsea. "Wir sollten nicht so tun, als sei dies kein Thema. Die Situation für mich und meine Mitarbeiter, die Spieler ist schrecklich", sagte er vor dem Endspiel des Ligacups gegen den FC Liverpool am Sonntag in Wembley.

Für den Klub bringe es eine große "Unsicherheit", so Tuchel, "viel schlimmer ist es aber für die wirklich betroffenen Menschen. Unsere besten Wünsche, unsere Gedanken sind bei ihnen, das ist das absolut Wichtigste."

Dennoch wollte der Deutsche nicht zu detailliert auf die Situation eingehen. "Es gibt so viele Ungewissheiten rund um unseren Klub und die Situation in Großbritannien, dass es keinen Sinn macht, wenn ich dies kommentiere." Er räumte allerdings ein, dass die Gesamtsituation "unsere Gedanken" und "Vorfreude auf das Endspiel" verhülle.

Samstag, 26.02., 09.45 Uhr: Muss Abramovich den FC Chelsea verkaufen?

Wie das Portal Bloomberg Wealth berichtet, könnte der FC Chelsea bald einen neuen Besitzer haben. Nach den scharfen Sanktionen Großbritanniens gegen russische Oligarchen soll Eigentümer Roman Abramovich mit dem Gedanken spielen, den PL-Klub zu verkaufen.

Wie Insider gegenüber Bloomberg Wealth berichteten, hätten Sportinvestoren und Private-Equity-Firmen, darunter auch einige aus den USA, damit begonnen, potenzielle Übernahmeangebote für den Londoner Verein auszuarbeiten. Chelsea habe unter anderem bereits eine verbindliche Anfrage erhalten.

Ein möglicher Verkauf von Chelsea unter diesen Umständen wäre ein Novum im englischen Fußball. Nach Angaben von KPMG werden die Blues mit rund 1,9 Milliarden Euro Gesamtwert bewertet.

Abramovich steht derzeit noch nicht auf der Sanktionsliste des vereinigten Königreichs, könnte seine britischen Vermögenwerte also noch verkaufen. Ein Vertreter des FC Chelsea lehnte eine Stellungnahme ab.

Samstag, 26.02., 09.17 Uhr: Löwen Frankfurt stoppen Russland-Kooperation

Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg hat der Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt die Zusammenarbeit mit einer russischen Bank (VTB) beendet. Das Logo ist ab sofort nicht mehr auf den Löwen-Trikots zu sehen, auch die Werbeflächen in der Eissporthalle wurden neutralisiert, alle weiteren Werbemaßnahmen sind gestoppt.

Diese Entscheidung sei "notwendig", habe aber zugleich "elementaren, ja schmerzhaften Einfluss auf die wirtschaftliche Situation und die Zukunftsfähigkeit der Löwen Frankfurt." Daher befinde man sich "in Sorge um den Fortbestand des Frankfurter Profi-Eishockeys."

Den Menschen in der Ukraine sprach der Verein seine Solidarität aus und erklärte: "Es ist erschütternd miterleben zu müssen, dass mitten in Europa mit Panzern und Raketen Grenzen verschoben werden sollen."

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