Wintersport

Ski-Weltcup-News: Deutsches Fernsehen verbietet Trinkflaschen bei Interviews

Von SPOX Österreich
Max Franz beim Interview.

Eine neue Vorgabe im alpinen Skiweltcup hat für Aufregung bei den Athleten gesorgt. Beim Weltcup-Wochenende der Herren in Gröden (Super-G JETZT im Eurosport-Channel live auf DAZN & im LIVETICKER) verbietet das deutsche Fernsehen Trinkflaschen und -dosen bei TV-Interviews. Die Ski-Stars sind darüber erbost.

"Korrekt ist, dass uns mitgeteilt wurde, dass wir keine Flaschen mehr tragen dürfen", wird Thomas Dreßen von der Kleinen Zeitung zitiert. "Mein Problem ist, dass ich in meinem Vertrag stehen habe, dass ich eine Dose halten muss. Für manche meiner Kollegen ist das Extra-Geld, das sie bekommen, lebenswichtig."

Denn die Skiläufer bekommen keineswegs durchgehend ein fixes Gehalt vom Verband ausbezahlt. Meist finanzieren sich die Sportler ihre Karriere über Individualsponsoren, die auf dem Helm platziert sind - oder eben auf der Trinkflasche. Diese hat Das Erste und ZDF nun verboten.

"Offiziell heißt es, man ist gegen Schleichwerbung. Aber im Ernst: Das ist keine Schleichwerbung, das ist offene Werbung und eine der wenigen Möglichkeiten für uns Skifahrer, Geld zu verdienen", erklärte Lake-Louise-Sieger Dreßen.

Thomas Dreßen: "Nicht des Geldes wegen beim Sponsor"

Der ORF denke offenbar ebenfalls über ein Verbot nach, es sei allerdings unwahrscheinlich, dass dieses tatsächlich umgesetzt wird. "Ich werde mich sicher nicht daran halten", kündigte Dominik Paris im Kurier an. Die ÖSV-Fahrer überlegen, die deutschen TV-Sender komplett zu boykottieren.

Dreßen wird von Red Bull unterstützt, bekommt dabei aber nicht nur Geld, sondern eine umfassende Betreuung. "Auch wenn mir das keiner glaubt: Ich bin nicht des Geldes wegen bei meinem Sponsor", sagte er. "Was mir Red Bull ermöglicht hat, das Zentrum in Thalgau, die Physiotherapie nach der Verletzung - das ist unglaublich. Ich wäre nicht hier ohne diese Möglichkeiten. Ohne Sponsoren wäre unser Sport nicht möglich."

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