Fussball

Transferzeit abgelaufen: Red Bull Salzburg in der Hauptrolle

Von APA/RED
Max Wöber wechselte im Sommer nach Salzburg

Die Transferzeit der österreichsichen Bundesliga ist am Montag abgelaufen. Und wieder war Red Bull Salzburg der Hauptdarsteller. Zwar sorgte Sturm Graz mit der leihweisen Verpflichtung des bulgarischen Teamspielers Kiril Despodow sowie Ex-Inter-Verteidigers Isaac Donkor für das Highlight des Abschlusstages, in den Wochen davor gehörten die Schlagzeilen aber zumeist dem Serienmeister.

Die "Bullen" sorgten mit teuren Spielerverkäufen für Aufsehen und zeichneten auch für die kostspieligste Verpflichtung verantwortlich, die jemals von einem österreichischen Verein getätigt wurde. Für Maximilian Wöber überwiesen sie über zehn Millionen Euro an den FC Sevilla. Zudem kam der Däne Rasmus Kristensen um kolportiere fünf Millionen Euro von Ajax Amsterdam. Ablösesummen in siebenstelliger Höhe dürften auch für die Teenager Maurits Kjaergaard (DEN/Lyngby), Benjamin Sesko (SLO/Domzale) und Bryan Okoh (SUI/Lausanne) geflossen sein.

Bei der Finanzierung dieser Zugänge gab es keine Probleme, schließlich scheffelte man viel Geld aus Verkäufen. Kolportierte 17 Millionen kassierte der Champions-League-Teilnehmer vom FC Sevilla für Munas Dabbur, 15 Millionen Euro von Wolfsburg für Xaver Schlager, 12,5 Millionen Euro von Mönchengladbach für Stefan Lainer und jeweils zwölf Millionen Euro von Leipzig für Hannes Wolf und von Hoffenheim für Diadie Samassekou.

RB Salzburg: Transferplus über 50 Millionen Euro

Die Abgänge von Mathias Honsak, Igor, Asger Sörensen und David Atanga haben zusammengerechnet wohl noch zusätzliche rund fünf Millionen Euro eingebracht. Daher dürfte sich das Transferplus der Salzburger in diesem Sommer auf über 50 Millionen Euro belaufen.

An derartige Summen kommen die Liga-Konkurrenten bei weitem nicht heran. Auf Rapids Konto gingen nach den Abschieden von Mert Müldür zu Sassuolo, Boli Bolingoli zu Celtic Glasgow und Marvin Potzmann zum LASK immerhin knapp neun Millionen Euro ein, dafür ließen sich die Hütteldorfer die Engagements von Koya Kitagawa, Maximilian Ullmann und Filip Stojkovic gut zwei Millionen Euro kosten.

Auch Erzrivale Austria verzichtete im Finish der Übertrittszeit auf Neuverpflichtungen. Die "Veilchen" bezahlten in diesem Sommer lediglich für Benedikt Pichler eine Summe in geringer sechsstelliger Höhe an Austria Klagenfurt, alle anderen neuen Spieler kamen ablösefrei. Ein lukrativer Verkauf gelang der Austria nicht.

Sturm Graz schlägt im Finish zu

Im Gegensatz zu den Wiener Clubs schlug Sturm Graz am letzten Transfertag noch einmal zu - die Steirer liehen Bulgariens Fußballer des Jahres Despodow vom Serie-A-Club Cagliari aus. Außerdem verpflichtete Sturm den 18-jährigen Dante Amadou aus Mali und verlieh den Linksverteidiger prompt an Hartberg weiter. Mit Isaac Donkor (24) kam zudem ein vereinsloser Defensiv-Allrounder, der immerhin fünf Spiele für Inter Mailand in den Beinen hat.

Davor hatten die Grazer unter anderem Bekim Balaj (ALB), Thorsten Röcher, Emanuel Sakic und Christoph Leitgeb geholt und im Gegenzug Dario Maresic um drei Millionen Euro an Stade de Reims abgegeben. Lukas Grozurek, Emeka Eze, Sandi Lovric, Philipp Hosiner und Markus Lackner kehrten Schwarz-Weiß ebenfalls den Rücken.

Der LASK, der in den letzten Stunden vor Transferschluss noch Ex-Veilchen Petar Filipovic an Land zog, verlor neben Trainer Oliver Glasner auch Stürmer Joao Victor an Wolfsburg. Der Abschied des Brasilianers wurde den Oberösterreichern mit rund 3,5 Millionen Euro versüßt. Immerhin 2,5 Millionen Euro streifte Schlusslicht Admira vom VfB Stuttgart für Sasa Kalajdzic ein, weitere 1,2 Millionen Euro kamen von Barnsley für Patrick Schmidt. Dafür nahmen die Südstädter unter anderem Lackner, Erwin Hoffer und den Montenegriner Boris Cmiljanic unter Vertrag.

Die wesentlichen Transfers dieses Sommers standen bereits vor dem letzten Übertrittstag fest. Zum Abschluss wurde der WAC tätig - die Wolfsberger sicherten sich leihweise die Dienste des bei Bochum unter Vertrag stehenden Innenverteidigers Dominik Baumgartner.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung