Fussball

Wolfsberger AC verlässt Europa-League-Bühne trotz Ausscheidens "mit erhobenem Haupt"

Von APA
WAC scheidet frühzeitig aus der Europa League aus

Nach der 0:1-Heimniederlage am Donnerstag gegen Borussia Mönchengladbach geht für den WAC das Abenteuer Europa-League demnächst zu Ende. Schon vor dem letzten Gruppenmatch am 12. Dezember bei AS Roma ist die letzte Chance auf den Einzug ins Achtelfinale dahin, dennoch überwog bei den Kärntnern der Stolz. "Wir verabschieden uns mit erhobenem Haupt", erklärte Clubchef Dietmar Riegler.

Der Präsident marschierte nach dem Schlusspfiff in Graz in die Kabine, um den WAC-Profis zu ihrem Auftritt zu gratulieren. "Mit der Leistung, die sie abgeliefert haben, hätten sie den Sieg verdient gehabt. Vielleicht war es die Routine, die uns Gladbach vorausgehabt hat, aber wir können megastolz darauf sein, dass wir den Spitzenreiter der deutschen Bundesliga voll gefordert haben", sagte Riegler.

Dass diesmal kein ähnliches Husarenstück wie beim 4:0-Auswärtssieg gegen Gladbach im vergangenen September gelang, lag laut Mittelfeldspieler Michael Liendl auch an der mangelnden Effizienz. "Wenn man mehrere klare Chancen hat und keine verwertet, muss man sich selbst an der Nase nehmen. Es hat uns die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt", kritisierte der Regisseur.

Dennoch überwog bei Liendl die Freude über die Europacup-Erlebnisse der vergangenen Monate. "Die Europa-League-Gruppenphase ist eine coole Geschichte, wir nehmen viel Positives mit, obwohl es mit dem letzten Gruppenplatz einen schalen Beigeschmack gibt. Jetzt werden wir versuchen, in Rom zu gewinnen, auch für Österreich, aber das wird eine Herkules-Aufgabe."

Spielplan in der Europa League 2019/20

DatumHeimGastUhrzeit
19. September 2019GladbachWAC0:4 (0:3)
3. Oktober 2019WACAS Rom1:1 (0:1)
24. Oktober 2019BasaksehirWAC1:0 (0:0)
7. November 2019WACBasaksehir0:3 (0:0)
28. November 2019WACGladbach0:1 (0:0)
12. Dezember 2019AS RomWAC21 Uhr

Dass der WAC schon vor dem Italien-Trip keine Chance mehr aufs Weiterkommen hat, liegt auch daran, dass der niederländische Schiedsrichter Serdar Gözübüyük bei einer Attacke von Tobias Strobl an Romano Schmid zu Beginn der zweiten Hälfte keinen Strafstoß pfiff. "Mir ist es nicht verständlich, warum es in der Champions League, aber nicht in der Europa League einen Videoschiedsrichter gibt", ärgerte sich Liendl.

WAC -Coach Mohamed Sahli: "Schiedsrichter hat den klaren Elfmeter anders gesehen"

Interimscoach Mohamed Sahli haderte ebenfalls mit dem nicht gegeben Penalty. "Leider hat der Schiedsrichter den klaren Elfmeter bei Schmid anders gesehen. Wäre uns ein Tor gelungen, hätte Gladbach riskieren müssen. Das hätte uns in die Karten gespielt."

Wenige Minuten nach dieser Szene traf Lars Stindl aus dem ersten gelungenen Angriff der Gäste, und beim WAC war die Luft draußen. "Aber es war weder ein mentales noch körperliches Problem. Ich erinnere mich in dieser Saison an kein Spiel, in dem es körperlich nicht gepasst hat", beteuerte Sahli und richtete die Augen bereits auf Rom. "Wir haben dort noch ein Spiel, in dem wir den österreichischen Fußball repräsentieren. Auch wenn der Aufstieg dort nicht mehr möglich ist, wollen wir uns belohnen", meinte der gebürtige Tunesier, der nach dem Match Trost von seinen alten Weggefährten Marco Rose und Alexander Zickler erhielt. "Beide haben mir versichert, dass ich megastolz auf meine Mannschaft sein kann", erzählte Sahli.

WAC in der Europa League: Tabelle von Gruppe J

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Punkte

1.

Borussia Mönchengladbach

5

2

2

1

5:7

8

2.

AS Rom

5

2

2

1

10:4

8

3.

Istanbul Basaksehir

5

2

1

2

5:8

7

4.

WAC

5

1

1

2

5:6

4

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