Tennis

ATP: Karen Khachanov will die Top Ten angreifen

Von tennisnet
Karen Khachanov mit seiner wichtigsten Trophäe - jener aus Paris-Bercy
© getty

Spät in der Saison 2018 hat Karen Khachanov dann doch noch sein ganzes Potenzial abgerufen. Der 22-jährige Russe könnte der nächste Debütant unter den Top Ten der ATP-Charts sein.

Ja, Karen Khachanov hat bei den US Open gegen Rafael Nadal eine starke Leistung gezeigt, dem Spanier vier Sätze lang viel abverlangt. Aber eben nicht alles, zumindest in der Einschätzung von Dominic Thiem. Der Österreicher meinte dereinst vor seinem Viertelfinale gegen Nadal, dass jener in Wahrheit bis zum dortigen Zeitpunkt nie in Gefahr war, tatsächlich auszuscheiden. Im Match gegen Thiem dann schon, letzterem fehlten nur zwei Punkte zum Sieg.

Khachanov allerdings hat jene Begegnung mit dem damalige Titelverteidiger als Trendwende aufgefasst, als jene Partie, in der er sich bewiesen hat, dass er mit den Besten seiner Zunft mithalten kann.

"Nach ein paar knappen Niederlagen gegen die Topspieler, wie gegen Rafa Nadal in New York, der mich bis an die Grenze getrieben hat und mich dazu motiviert hat, noch härter zu trainieren, habe ich gesehen, dass ich auf diesem Level mitspielen kann", so Khachanov vor ein paar Tagen in einem Interview.

In Australien gegen Juan Martin del Potro verloren

Ganz besonders offensichtlich war das neu gewonnene Selbstvertrauen des Russen beim letzten ATP-Masters-1000-Turnier des Jahres in Paris-Bercy, bei dem Khachanov nacheinander Alexander Zverev, Thiem und im Finale einen leicht ermatteten Novak Djokovic besiegte. Und sich mit seinem größten Karriere-Triumph den Platz des ersten Ersatzmannes für die ATP Finals in London sicherte, geschuldet allerdings auch den Absenzen von Nadal und Juan Martin del Potro.

Die Aussichten, erstmals in die Reihe der zehn besten Tennisprofis der Welt vorzustoßen, stehen vor allem zu Beginn des Jahres 2019 ziemlich gut für Karen Khachanov. Zwar hat der 22-Jährige Ende Februar seinen Turnier-Erfolg in Montpellier zu verteidigen, gerade bei den Australian Open könnte Khachanov aber zur Bel Etage aufschließen. In Melbourne war er 2018 del Potro schon in Runde zwei unterlegen - ein Horror-Los, das Khachanov als aktueller Nummer elf der Welt in wenigen Wochen mit Sicherheit erspart bleibt.

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