Tennis

Nach Ballon-d'Or-Skandal: Andy Murray außer sich

Ada Hegerberg gewann den Ballon d'Or bei den Damen.
© getty

DJ Martin Solveig sorgte mit einer sexisitschen Frage für einen Skandal bei der Preisverleihung. Das hat nun auch Andy Murray auf den Plan gerufen.

Solveig hatte die norwegische Fußballerin Ada Hegerberg gefragt, ob sich auch "twerken" könne, also einen Tanzstil draufhabe, bei dem man aufreizend mit dem Hintern wackelt. Hegerberg sagte "Nein" - und verließ die Bühne.

Die Zeitschrift France Football verleiht seit 1956 die Auszeichnung für den Weltfußballer des Jahres, erstmals wurde in diesem Jahr auch die beste Fußballerin des Jahres geehrt - eben die 23-jährige Hegerberg von Olympique Lyon.

In den sozialen Medien sorgte die Entgleisung des DJs für Entsetzen, auch bei Andy Murray, der sich immer wieder für Frauensport und Gleichstellung stark macht. "Was müssen sich Frauen immer noch solchen Dreck anhören? Was haben sie Mbappé und Modric gefragt? Vermutlich irgendwas, das mit Fußball zu tun hat", schrieb der Schotte. "Und alle, die glauben, dass das überdramatisiert wird und nur ein Witz war... So ist es nicht. Ich bin mein ganzes Leben im Sportbereich involviert und das Level an Sexismus ist unwirklich."

Hegerberg sieht die Sache halb so wild

Solveig hat sich inzwischen entschuldigt und teilweise seine schwachen Englisch-Kenntnisse verantwortlich gemacht. "Ich lade Frauen nicht ein zu twerken, sondern zu einem Sinatra-Song zu tanzen. Menschen, die mich seit 20 Jahren verfolgen, wissen, wie respektvoll ich insbesondere mit Frauen umgehe", twitterte Solveig.

Er habe sich zudem bei Hegerberg entschuldigt. Sie habe verstanden, dass alles nur als Witz gemeint gewesen war.

Hegerberg selbst konnte die Aufregung ohnehin nicht ganz nachvollziehen. "Ich habe es gar nicht so empfunden, und es macht mich traurig, wenn die Leute so über diese Situation denken", sagte sie nach der Show. "Er hat sich bei mir entschuldigt. Der Ballon d'Or ist sowieso das Wichtigste für mich."

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