Einige Zukunftshoffnungen schlagen bei den BMW Open auf

NextGen-Check beim MTTC Iphitos

Donnerstag, 04.05.2017 | 10:50 Uhr
Casper Ruud hat sich an Philipp Kohlschreiber die Zähne ausgebissen
© Jürgen Hasenkopf
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Alexander Zverev genießt unter den Spielern der #NextGen-Riege eine Ausnahmestellung. In München zeigen aber auch Casper Ruud und Hyeon Chung, welche Stärken sie haben - und welche nicht.

Alexander Zverev als Mitglied der nächsten Generation im Welttennis zu bezeichnen, tut der spielerischen Entwicklung der deutschen Nummer eins beinahe Unrecht. Zverev scheint längst angekommen in der erweiterten Weltspitze, der weitere Vormarsch Richtung ganz nach oben wird nicht mehr so rasant erfolgen wie die Steigerung während des letzten Jahres. Alexander Zverev hat eben dies dieser Tage in München auch festgehalten. So gesehen ist der Tennissport dem Golf nicht unähnlich, wenn man ein bestimmtes Handicap erreicht hat, geht es nur noch in Zehntelschritten nach unten. Also oben.

Die ATP ist allerdings gnadenlos, dort wird Zverev sehr wohl und qua Geburtsdatum dann auch wieder zu Recht unter jenen Herren geführt, die sich Ende des Jahres in Mailand erstmals den Titel eines #NextGen-Champions ausspielen. Alexander Zverev führt diese Wertung an, 700 Punkte waren es vor Beginn der BMW Open, nicht ausgeschlossen, dass diese Ausbeute schon fast genug für die Qualifikation für Mailand wäre. Dass es nicht dabei bleiben wird, steht außer Frage, der gebürtige Hamburger orientiert sich nicht nur in München an den Branchengrößen, hat mit jenen beiden Herren , die in der Setzliste vor ihm stehen, ausführlich trainiert: Gael Monfils und Roberto Bautista-Agut.

Beziehnungsgeflecht

Neben der Ausnahme-Erscheinung Alexander Zverev präsentieren sich aber auch zwei weitere Mailand-Aspiranten beim MTTC Iphitos: Casper Ruud, augenblicklich Sechster im "Race to Milan", und der Koreaner Hyeon Chung, der nach seinem Viertelfinale in Barcelona auf Position vier liegt. Ruud hat sich aus München schon wieder verabschiedet, Philipp Kohlschreiber war zum Auftakt zu stark. Vor allem der Aufschlag auf die Rückhand hatte Ruud große Probleme bereitet, andererseits bietet der Norweger eine Vorhand an, die mit etwas mehr Konstanz künftig zur Waffe taugen wird: so viel Spin - und dennoch viel Tempo.

Kohlschreiber begegnet den Schlägen seines Gegners mit Höhe, nur selten greift der Titelverteidiger zum Slice, der erste Stopp kommt erst spät im zweiten Satz. Casper Ruud hinterlässt einen körperlich sehr starken Eindruck, die genaue Ausrichtung in seinem Spiel - Günter Bresnik, der Coach von Dominic Thiem, spricht gerne von der Tennis-DNA - wird noch nicht klar. Für einen 18-Jährigen kein Beinbruch. Die für einen pflegeleichten Einstieg in den Tenniszirkus notwendigen Beziehungen pflegt Ruud jedenfalls schon: in München hat er ebenso eine Wildcard erhalten wie schon zuvor in Monte Carlo.

Fehlende Waffen

Chung kann, zumindest in Europa, auf solche Seilschaften nicht zuverlässig vertrauen. Den Respekt seines Zweitrunden-Gegners Gael Monfils hat er sich dennoch schon erarbeitet. Extrem gut zu Fuß sei der Koreaner, erklärt der Turnierfavorit am Mittwoch. Und spielerisch mittlerweile womöglich so solide, dass Chung nicht chancenlos in das Match geht. Maximilian Marterer andererseits hat im Auftaktmatch gegen Hyeon Chung nicht viel zum Sieg gefehlt. Und gezeigt, was dem 20-Jährigen aus Suwon (noch) fehlt: eine echte Waffe. Das wiederum verbindet Chung mit Casper Ruud. Und unterscheidet beide von Alexander Zverev.

Das ATP-Turnier in München im Überblick

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