Turnierfavorit Gael Monfils erklärt sich in München

"Weniger Druck, mehr Druck"

Mittwoch, 03.05.2017 | 15:23 Uhr
Gael Monfils kommt in München zurück
© Jürgen Hasenkopf
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Bislang waren die Reisen von Gael Monfils zu den BMW Open nicht von Glück geprägt. 2017 versucht der Franzose in München nun das nächste Comeback nach Verletzungspause.

Von Jens Huiber aus München

Gael Monfils wäre dann übrigens da. Hat sein Coach Mikael Tillström am Dienstag einfach mal so in den Pressesaal gerufen, etwas früher als eigentlich avisiert. Dies dem Einfluss des Schweden zuzuschreiben, ist vielleicht in wenig zu viel der Interpretation, Monfils jedenfalls wirkt im nachfolgenden Gespräch aufgeräumt und gut gelaunt. München war für den Franzosen aus sportlicher Sicht noch keine Reise wert, beim dritten Anlauf sollte es am Donnerstag mit dem ersten Match endlich klappen. Es wartet Hyeon Chung.

Wenn überhaupt möglich, wirkt Gael Monfils noch athletischer als bei seinem letzten öffentlichen Auftritt, der datiert vom Achtelfinale in Indian Wells Mitte März diesen Jahres. Monte Carlo musste Monfils auslassen, die englischen Fachtermini für seine Verletzung fehlen dem mittlerweile 30-Jährigen, ein französischer Übersetzer mit medizinischen Kenntnissen ist bei den BMW Open gerade nicht zur Hand. Vor Jahresfrist jedenfalls hatte sich Monfils in das Finale von Monte Carlo gespielt, war dort Rafael Nadal unterlegen.

Ziel Roland Garros

Jenem Nadal, der im Moment wieder einmal unantastbar erscheint, auf Asche zumindest. Wirklich? "Ich glaube, dass Andy ihn schlagen kann, dass Novak ihn schlagen kann, dass Roger ihn schlagen kann - dass eigentlich jeder aus den Top Ten jeden schlagen kann", sagt Monfils, was ihn Stand Anfang Mai 2017 als potenziellen Nadal-Bezwinger aber ausschließt, Weltranglisten-Position 16 lautet im Moment die Bemessungsgrundlage.

Im vergangenen Jahr hatte sich Gael Monfils erstmals für die ATP-World-Tour-Finals in London qualifiziert, dieses Ziel ist abgehakt, ganz oben auf der Bucket List steht nun der Gewinn von Roland Garros. Hat der Druck eben dort eher zu- oder abgenommen? "Beides. Ich habe weniger Druck, weil ich schon mit allem vertraut bin. Und mehr Druck, weil ich nicht mehr so viele Jahre habe, um die French Open zu gewinnen."

Bereit für den Davis Cup

Das darf gerne schon 2017 eintreten. Sein Ziel sei es jedenfalls, mit Beginn des zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres wieder in Top-Form zu sein. Der Titel beim MTTC Iphitos gäbe da wohl einen guten Fingerzeig, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Die Bedingungen beschreibt Monfils jedenfalls als besser als im vergangenen Jahr, ganz offensichtlich war der Turnierfavorit am Freitag noch nicht in der bayerischen Landeshauptstadt präsent.

Gefehlt hat Gael Monfils auch bei den letzten beiden Davis-Cup-Partien der Franzosen, im September wartet das Halbfinale gegen Serbien. "Diesen Titel versuchen wir nun seit mindestens zehn Jahren zu gewinnen", sagt Monfils noch. "Und wenn mich Yannick Noah einberuft, dann werde ich natürlich für Frankreich spielen." In München ruft derweil nur Mikael Tillström. Und Gael Monfils hört genau hin.

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