NFL: Preview: Tampa Bay Buccaneers - Atlanta Falcons

Piratenschiff auf Irrfahrten

Donnerstag, 03.11.2016 | 14:25 Uhr
Jameis Winston und die Tampa Bay Buccaneers sind nach wie vor eine Wundertüte
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Week 9 startet in Tampa Bay, wo die Buccaneers (3-4) die Atlanta Falcons (5-3) zum Division-Duell empfangen. Dabei sind die Vorzeichen klar: Atlanta kann mit einem Sieg in der NFC South weiter davonziehen, die Bucs sich dagegen mit einem Statement zuhause im Playoff-Rennen zurückmelden. Doch Tampas Team zu lesen ist dieser Tage schwierig: Die Buccaneers sind auf der Suche ihrer eigenen Identität - und erhoffte Fortschritte bleiben bislang aus. Zu sehen gibt es die Partie ab 1.25 Uhr live auf DAZN!

"Wir hatten eine Chance. Wir waren auf Augenhöhe mit einem starken Team." Als Head Coach Dirk Koetter nach der Overtime-Pleite gegen die Oakland Raiders am vergangenen Sonntag das Podium betrat, herrschte Frust im Bucs-Lager. Tampa Bay hatte gerade gegen ein Raiders-Team verloren, das mit 23 Strafen für 200 Yards einen neuen NFL-Rekord aufgestellt hatte - und trotzdem war es Koetters Team nicht gelungen, daraus Kapital zu schlagen.

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Drei kritische Chancen hatte Tampa am Ende - zwei davon in Overtime - um das Spiel per Field Goal für sich zu entscheiden. Die Offense brachte stattdessen aber kein First Down zustande und so bleiben die Bucs weiterhin ohne Heimsieg in dieser Saison.

Die Offense wirkt immer wieder unkreativ, fehleranfällg und vor allem: eindimensional. So schob dann auch Koetter laut der Tampa Bay Times noch hinterher: "Wir haben viele Bereiche, in denen wir Dinge reparieren müssen."

Es beginnt mit der Balance in der eigenen Offense - und die Zeit ist knapp. Denn mit dem Duell gegen Atlanta steht eine echte Weichenstellung an.

Balance? Fehlanzeige!

Nach dem Ausfall von Doug Martin, der infolge seiner am zweiten Spieltag erlittenen Oberschenkelverletzung nach wie vor passen muss, verloren die Bucs auch RB-Kollege Charles Sims und plötzlich lastete viel zu viel auf Winstons Schultern. Der hatte jetzt schon zwei Mal in dieser Saison über 50 Pass-Versuche, bis Koetter schließlich öffentlich seinen Fehler im Play-Calling eingestand - und in Jacquizz Rodgers eine unverhofft produktive Lösung präsentierte.

Mit zwei 100-Yard-Spielen hintereinander sorgte Rodgers direkt wieder für mehr Ausgeglichenheit in der Offense, ehe sich Oakland defensiv genau darauf fokussierte. "Wir hatten zwei ziemlich gute Wochen, was das Running Game angeht. Aber das kann nicht immer klappen", gab Koetter zu. "Oakland wollte unser Run Game unbedingt stoppen, immer wenn wir Tackle Gosder Cherilus rein geschickt haben, haben sie einen zusätzlichen D-Liner aufgestellt. Das hatte zuvor kein Team gemacht, es war ein guter Schachzug und wir mussten uns anpassen."

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Das gilt gegen die Falcons umso mehr, denn jetzt muss auch der Ex-Falcon Rodgers aufgrund einer Knöchelverletzung passen. Das reduziert die Optionen auf Routinier Antone Smith, der vor zwei Wochen verpflichtet wurde, Undrafted Rookie Peyton Barber und der in Week 1 entlassene und jüngst wieder verpflichtete Mike James. Wenig überraschend kündigte Koetter laut der Tampa Bay Times bereits an: "Wir werden mehreren Running Backs Snaps geben."

Mike Evans - und dann?

Das nächste Problem für die Bucs: Die Offense ist nicht nur in sich unausgeglichen und zu leicht zu neutralisieren, auch in den einzelnen Bereichen herrscht keine Balance. Bestes Beispiel hierfür ist das Passing Game. Wide Receiver Mike Evans ist für knapp ein Viertel der Bucs-Passing-Yards (595 von 1.668) sowie fast die Hälfte (6/14) der Passing-Touchdowns verantwortlich, nur Bengals-Receiver A.J. Green hat in dieser Saison mehr Targets erhalten, als Evans.

Natürlich haben die Bucs gerade Vincent Jackson verletzungsbedingt verloren, und schon vor einigen Wochen wurde Austin Seferian-Jenkins nach mehreren Zwischenfällen auf und abseits des Platzes entlassen. Trotzdem ist hier auch Winston entschieden mehr gefordert, die aus all dem resultierenden Probleme erinnern gelegentlich durchaus an die Schwierigkeiten in der Lions-Offense, als Matthew Stafford noch versucht hat, jeden Ball zu Calvin Johnson zu erzwingen.

Zur Erinnerung: Koetter ersetzte Lovie Smith als Head Coach angeblich unter anderem deshalb, weil die Verantwortlichen befürchteten, dass er andernfalls das Team verlässt. Die Entwicklung von Winston sollte so geschützt und kontinuierlich vorangetrieben werden, doch bislang ist es eher eine Offense, die auf der Stelle tritt. Das betrifft auch Winston selbst.

Immerhin: No-Huddle und Play Action waren zuletzt Mittel, um Winston einen Rhythmus zu geben und die Schwächen in der Offensive Line zu überdecken. In Week 8 brachte er bei Play Action alle sechs Pässe für 90 Yards und einen Touchdown an den Mitspieler. Hierauf kann Tampa aufbauen, vorausgesetzt, das Running Game funktioniert halbwegs.

"Völlig inakzeptabel!"

Und die Offense wird liefern müssen, wollen die Bucs im Division-Rennen bleiben. Denn klar ist: Auf die Defense kann Tampa dieser Tage nicht wirklich zählen. "Völlig inakzeptabel, da gibt es nichts zu beschönigen", polterte Defensive Coordinator (und Ex-Falcons-Head-Coach) Mike Smith nach der Pleite gegen die Raiders.

513 Passing-Yards und vier Touchdowns hatte die Secondary Derek Carr erlaubt, Smith meckerte weiter: "Wir hatten verpasste Tackles, Kommunikationsfehler und falsche Spieler in Coverage. Es waren mehrere Bereiche, in denen wir uns steigern müssen."

Ein Lichtblick war zuletzt Rookie-Pass-Rusher Noah Spence, alles in allem malen aber auch die Zahlen kein schönes Bild von dieser Defense: Die Secondary ist extrem anfällig, Tampa lässt acht Yards pro Pass zu (vierthöchster Wert) und hat bereits 14 Passing-Touchdowns sowie 38 Passing-Plays von wenigstens 20 Yards kassiert. Eine denkbar schlechte Voraussetzung vor dem Division-Kracher gegen eine der besten Offenses dieser Saison.

Ein richtungsweisendes Duell

Das gilt umso mehr, da es für Tampa Bay nicht weniger als ein richtungsweisendes Duell ist. Ein Sieg über die aktuell so starken Falcons, und die Division wäre wieder offen. Eine Niederlage, und die Bucs stünden bei 3-5 und womöglich schon bald vor den Scherben einer weiteren Saison.

Einer Saison, in der die Winston-Koetter-Kombination bislang nicht die erhofften Fortschritte gemacht hat. Die Probleme aus dem Vorjahr scheinen omnipräsent, während Rookie-Kicker und Zweitrunden-Draft-Pick Roberto Aguayo zu einem ernsthaften Risiko geworden ist: Aguayo verwandelt nur 58 Prozent seiner Field Goals, kein anderer Kicker ist unter 70 Prozent.

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Zumindest lag Atlanta Tampa Bay zuletzt, die jüngsten drei Spiele gingen allesamt an die Bucs - inklusive einem Auswärtssieg zum Auftakt dieser Saison. Doch Koetter warnte bereits: "Ich denke, sie haben sich seither vom Scheme her deutlich verändert. Sie spielen selbstbewusster, auch weil sie einige große Spiele gewonnen haben. Defensiv hat sich Vic Beasley gemacht und man sieht, dass ihre Defense schneller spielt. Ihre Offense war schon immer gut, jetzt haben sie aber auch ihr Receiver-Corps klar definiert und das 2-Running-Back-System etabliert."

"Wir lernen noch"

Während Tampa also noch auf der Suche nach seiner eigenen Identität und dem nächsten Schritt in der Entwicklung des Teams ist, sind die Ziele in Atlanta ungleich höher. In einer insgesamt überraschend wackligen NFC dürfen die Falcons von einem tiefen Playoff-Run träumen. Einerseits, weil die Offense sowohl schematisch, als auch in ihrer individuellen Besetzung mit zu dem Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. Andererseits aber auch, weil defensiv der Pass-Rush zuletzt merklich verbessert war.

"Der große Unterschied zum Vorjahr: Dieses Team glaubt, wenn es am Ende des Spiels eng ist, fest an sich selbst", erklärte Head Coach Dan Quinn, mahnte gleichzeitig aber, dass vor allem defensiv noch offene Baustellen warten: "Wir lernen noch, wir wachsen. Aber wir sind noch nicht da. Wir müssen uns noch deutlich steigern. Wir müssen Wege finden, um weniger Big Plays zuzulassen. Wir sind enttäuscht, dass es gegen Green Bay so viele waren."

Davon abgesehen aber gibt es bei den Falcons wenig Grund zur Enttäuschung und im Gegensatz etwa zu den Buccaneers kann Atlantas Offense Fehler in der eigenen Defense schneller ausbügeln. Enttäuschung gibt es ansonsten allerhöchstens aus dem Lazarett: Tight End Jacob Tamme und Running Back Tevin Coleman fallen gegen Tampa aus, somit wird Devonta Freeman im Running Game die Last schultern müssen. Julio Jones (Knie) dagegen wird spielen und Matt Ryan die Bucs-Secondary vor eine große Prüfung stellen.

"Matty Ice. Ich liebe den Typen", gab sogar Tampas Defensive Tackle Gerald McCoy am Mittwoch im Atlanta Journal-Constitution offen zu. "Ein großartiger Spieler und jemand, der dich selbst dazu bringt, deutlich härter zu spielen." Die Bucs könnten diese Einstellung am Donnerstagabend gut gebrauchen.

Week 9 im kompletten Überblick

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 9:

Florian RegelmannStefan PetriAdrian FrankeMarcus Blumberg

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FalconsFalconsFalconsFalcons

Lions @Vikings

VikingsLionsVikingsVikings

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GiantsGiantsEaglesEagles

Jets @Dolphins

DolphinsDolphinsDolphinsDolphins

Jaguars @Chiefs

ChiefsChiefsChiefsChiefs

Cowboys @Browns

CowboysCowboysCowboysCowboys

Steelers @Ravens

SteelersSteelersSteelersRavens

Saints @49ers

SaintsSaintsSaintsSaints

Panthers @Rams

PanthersPanthersPanthersPanthers

Colts @Packers

PackersPackersPackersPackers

Titans @Chargers

ChargersChargersChargersChargers

Broncos @Raiders

BroncosRaidersBroncosBroncos

Bills @Seahawks

SeahawksSeahawksSeahawksSeahawks
Week 89-48-58-59-4
Insgesamt65-5565-55

73-47

69-51

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