Freitag, 28.11.2014

NFL Week 13: Thanksgiving Games

Eagles dominant, Megatron historisch

Zum Start der Thanksgiving Games haben die Detroit Lions im Heimspiel gegen die Bears ihre Offensiv-Flaute beigelegt. Garant dafür war wieder einmal Mega-Wideout Calvin Johnson, der einen neuen NFL-Rekord aufstellt. Im Duell der NFC-East-Spitzenreiter erleiden die Cowboys eine empfindliche Heimschlappe, im Night Game macht der Champion aus Seattle mit San Francisco kurzen Prozess.

Calvon "Megatron" Johnson war von der Bears-Defense nicht zu stoppen
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Calvon "Megatron" Johnson war von der Bears-Defense nicht zu stoppen

Detroit Lions (8-4) - Chicago Bears (5-7) 34:17 (3:14, 21:0, 0:3, 10:0) BOXSCORE

Die Lions hatten ihre letzten zwei Spiele verloren und dabei nicht einen Touchdown erzielt. Diese Serie ging gegen die Bears zunächst auch genauso weiter, doch nach einer 14:3-Führung der Gäste erwachten die Hausherren und erzielten nach insgesamt 25 Drives ohne einen Touchdown gleich drei in Serie. Calvin Johnson alleine fing zwei TD-Pässe von Matthew Stafford, den anderen vor der Pause steuerte Joique Bell auf dem Boden auf einen vierten Versuch bei - letzteres dürfte eine Reaktion von Head Coach Jim Caldwell auf die Kritik der letzten Woche gewesen sein. Gegen New England hatte er noch ein Field Goal vorgezogen, anstatt bei Fourth Down zu hohes Risiko zu gehen.

Für Johnson war es ein besonders denkwürdiger Tag, denn er durchbrach bereits in der ersten Hälfte die Schallmauer von 10.000 Receiving Yards. Insgesamt brauchte der 29-Jährige, der in diesem Jahr mit Verletzungen zu kämpfen hatte, genau 115 Spiele für die Bestmarke - ein Spiel weniger als Hall of Famer Tony Holt. Seine Bilanz nach 60 Minuten: 146 Yards und zwei Touchdown-Catches.

Lions-Erfolg im RE-LIVE

Den besseren Start jedoch erwischten die Bears, die aus ihren ersten zwei Drives zwei Touchdowns gemacht hatten. Beide Male fand Jay Cutler Alshon Jeffery in der Endzone. Den zweiten bereitete essenziell Jared Allen vor, der mit einem Sack einen Fumble kurz vor der Lions-Endzone erzwang und den Ball selbst eroberte.

Nach der Pause ging bei den Bears jedoch bis auf ein Field Goal gar nichts mehr. Cutler warf noch zwei Interceptions, was die starke Vorstellung der Lions-Defense unterstrich. Offensiv gelangen den Lions noch zehn Zähler im Schlussviertel. Ein zweiter TD von Bell besiegelte dabei eigentlich schon das Schicksal der Bears mit dem ersten Spielzug des vierten Viertels.

Mit einer Bilanz von nun 8-4 erhöhen die Lions den Druck auf Division Leader Green Bay (8-3), der die Patriots (9-2) am Sonntag zum Spitzenspiel empfängt. Die Bears können für die neue Saison planen.

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Dallas Cowboys (8-4) - Philadelphia Eagles (9-3) 10:33 (0:14, 7:9, 3:7, 0:3) BOXSCORE

Von Anfang an legten die Eagles im Cowboys Stadium, welches an diesem Tag übrigens auch ausreichend Platz für eine Menge Gäste-Fans bot, ein mörderisches Tempo vor: Die ersten zwei Drives verschlangen einmal 80 und einmal 88 Yards - und dauerten kaum mehr als fünf Minuten. Dallas konnte dabei sowohl den Run als auch den Pass nicht stoppen, wobei der oft so belächelte Mark Sanchez eine großartige Figur machte.

Tony Romo wiederum hielt sich in den ersten 30 Minuten bis auf eine 38-Yard-Bombe auf Dez Bryant merklich zurück, obwohl die Schwäche der Gäste eigentlich die Secondary ist. Head Coach Jason Garrett setzte auf Running Back DeMarco Murray, aber der kam nie wirklich zum Zug - und kurz vor der Pause leistete sich Receiver Cole Beasley auch noch einen bitteren Fumble in der eigenen Hälfte. Hätten die Eagles nicht dreimal in der Redzone versagt und auf kurze Field Goals setzen müssen, es wäre vor dem Pitbull-Auftritt in der Halbzeitpause bereits ein Debakel gewesen.

Cowboys-Pleite im RE-LIVE

Thanksgiving Games: Santa, Fleisch und Football
You know what day it is? It's Thanksgiving! Und die Amerikaner ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, sich ihren Feiertag mit etwas Football zu versüßen
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Zugegeben, trotz der NFL-Kracher stand für den einen oder anderen dann doch der Truthahn ganz oben auf der Agenda
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Dallas. Texas. Ein Mann. Sein Hut. Und ein Stück Fleisch
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Apropos Dallas: Die Cowboys mussten sich zwar den Eagles geschlagen geben, aber das AT&T Stadium in Arlington ist schon immer wieder beeindruckend
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Und das Beste: Man kann es mit dem Auto, auf dem Rad, zu Fuß - oder sogar durch die Luft erreichen
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Oder man macht sich ein bisschen selber zum Affen. Aber irgendwie muss man sie ja auch lieben, diese verrückten NFL-Fans
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Was war in den letzten Jahren das Beste an den Cowboys? Ähm, mal überlegen...
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...so schwer kann das ja eigentlich nicht sein...
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Bei den Cowboys-Cheerleaders applaudiert sogar der Weihnachtsmann
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Für die musikalische Unterstützung sorgte in Dallas übrigens Ich-bin-überall-dabei-Pitbull und Mich-gibt's-übrigens-auch-noch-Ne-Yo
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Und wer war natürlich an ihrer Seite? Ach, lassen wir das...
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Schauen wir stattdessen lieber nach Detroit - interessante Kopfbedeckungen inklusive
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Auch in San Francisco wurde gespielt. Und die heimischen Fans hofften natürlich auf CK7
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Zumindest war man sich bei den Niners ziemlich sicher, dass der amtierende Champion abgefieselt wird
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Tja, aber wie es nun mal so häufig im Leben ist: Erstens kommt es anders...
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...und zweitens als man denkt. Nicht wahr, Mister Kaepernick?
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Übrigens, die Reaktion der Seahawks auf den Sieg gegen den Erzrivalen war ziemlich simpel: Yeah! Yeah! Yeah! Yeah! Yeah! Yeah! Yeah! Yeah!
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Trotz der Pleite gilt in Frisco aber: Einmal Niners, immer Niners!
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Trotz der Pleite gilt in Frisco aber: Einmal Niners, immer Niners!
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Als sich LeSean McCoy (159 YDs, TD) beim ersten Eagles-Drive nach der Halbzeit einen Fumble an der eigenen 13-Yard-Linie leistete, schöpften die Texaner noch einmal Hoffnung. Aber die hielt nicht lange an: Während die Offense nur auf ein Field Goal kam, zog McCoy im Gegenzug durch die Defense wie durch Butter. 38 Yards, Touchdown, 30:10 - die Entscheidung.

Danach gelang Romo gar nichts mehr. Von seiner so hoch gelobten Offensive Line wurde er zunehmend im Stich gelassen (4 Sacks), und dann fingen seine Würfe auch noch an, durch die Gegend zu segeln ( nur 199 YDs, zwei Picks). Philly dagegen spielte, getragen vom bärenstarken Running Game (256 YDs) souverän die Uhr herunter.

Durch den Sieg übernimmt das Team von Chip Kelly die alleinige Führung in der NFC East und hat weiter Chancen auf Heimvorteil in der NFC. Am 14. Dezember kommt es zum Rematch, dann im Lincoln Financial Field. Die Cowboys dagegen schielen nun eher auf eine Wild Card. Immerhin tritt man noch gegen die Bears (Week 14) und die Redskins an (Week 17).

San Francisco 49ers (7-5) - Seattle Seahawks (8-4) 3:19 (0:7, 0:6, 3:3, 0:3) BOXSCORE

AnalyseDer Champion lässt die Muskeln spielen

Alle Infos zur NFL-Saison

Adrian Franke

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