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Denver Broncos - Miami Dolphins 39:36

Denvers Running Game lebt!

Montag, 24.11.2014 | 01:52 Uhr
Manning gibt weiter an C.J. Anderson: Der Running Back machte das Spiel seines Lebens
© getty
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Die Denver Broncos (8-3) gewinnen ihr Heimspiel gegen die Miami Dolphins (6-5) nach frühem Rückstand aufgrund einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte mit 39:36 (BOXSCORE). Quarterback Peyton Manning liefert mit vier Touchdown-Pässen ein starkes Spiel ab, Matchwinner ist jedoch Running Back C.J. Anderson (167 YDs, TD). Durch die Niederlage schwinden Miamis Playoff-Chancen.

Zu Beginn sieht es so aus, als sollten sich die Offensiv-Probleme der Broncos fortsetzen - und die Defense machte in Halbzeit eins eine sehr schlechte Figur. Angetrieben von einem guten Running Game und präzisen Pässen von QB Ryan Tannehill (228 YDS, 2 TDs, INT) führten die Dolphins schnell mit 14:3 und gingen mit einem 21:17-Vorsprung in die Kabine.

Danach steigerte sich Denvers Verteidigung, doch nach einem Special-Teams-Fumble legten die Gäste nach und führten mit 28:17. Mit drei Touchdowns im letzten Viertel drehten die Broncos schließlich das Spiel, das zuletzt so gescholtene Running Game brillierte mit insgesamt 201 Yards Raumgewinn. Wide Receiver Demaryius Thomas kommt auf gleich drei Touchdowns.

Damit übernehmen die Broncos in der AFC West wieder die alleinige Führung, Miami verliert im Kampf um die Wild-Card-Plätze an Boden.

Die Reaktionen:

Terrance Knighton (Denver Broncos): "Unsere Offense hat uns heute größtenteils raus gehauen. Aber wir hatten einen Turnover, als wir ihn gebraucht haben."

John Fox (Coach Denver Broncos) über das Run Game: "Darauf haben wir unter der Woche den Fokus gelegt. Wir hatten ein wesentlich effizienteres Running Game, deshalb waren wir in der Red Zone auch besser. Auch die Third-Down-Conversions waren deshalb deutlich höher. Die O-Line stand unter der Woche sehr im Fokus und hat darauf gut geantwortet."

C.J. Anderson (Denver Broncos): "Ich muss das ganze Lob an unsere O-Line-Men abgeben. Sie haben die Löcher frei geblockt und ich bin einfach durch gerannt."

Ryan Tannehill (Miami Dolphins): "Das ist eines der stärksten Teams der AFC. Es war ein Conference-Spiel und das auswärts. Wir wussten, dass wir eine absolute Topleistung brauchen würden. Wir hatten offensiv unsere Gelegenheiten und haben sie nicht genutzt."

Vor dem Kick-Off: Nach der überraschenden - und deutlichen - Pleite gegen die St. Louis Rams muss Denver gegen Miami gewinnen, um weiter die Chance auf Heimvorteil in den Playoffs zu wahren. Die Dolphins bieten eine der besten Defenses der Liga auf und haben ebenfalls noch die Chance auf die Postseason.

Die Formkurve der Broncos zeigte in den letzten Wochen nach unten: Die Offensive Line hatte zuletzt große Probleme, Peyton Manning leistete sich sechs Interceptions in drei Spielen. Zudem mehren sich die Verletzungen: Mit Montee Ball und Ronnie Hillman fallen die zwei Top-Running Backs aus, auch Tight End Julius Thomas muss zuschauen. Auf Seiten der Dolphins ist Cornerback Cortland Finnegan verletzt.

Wenige Stunden vor dem Kickoff sieht im Mile High Stadium zudem alles nach Schnee aus: Mächtige Wolken ziehen über die Rocky Mountains. Bis auf leichten Schneefall vor dem Spiel kommen die Spieler und Zuschauer jedoch ungeschoren davon.

4.: Das geht den Broncos zu Beginn alles viel zu schnell! Schon beim ersten Snap bekommt Von Miller ein Knie in den Unterleib und muss raus. Ist Denver geschockt? Miami geht auf jeden Fall spielend leicht das Feld runter, Daniel Thomas bringt das Ei über die Linie. Touchdown! 7:0 Miami!

11.: Denver legt im Gegenzug einen langsamen, methodischen Drive mit acht Rushes und nur drei Pässen hin. Aber der Screen-Pass auf Jacob Tamme funktioniert nicht, weil Emmanuel Sanders seinen Mann nicht blocken kann. Field Goal, 7:3 Dolphins.

18.: Nach schnellen Punts auf beiden Seiten ist Miami wieder dran, und darf sich an guter Field Position erfreuen. Tannehill macht alles richtig, darunter einen Pass bei Third Down, während er von Von Miller von den Beinen geholt wird. Auf Seiten von Denvers Defense wird die Personaldecke immer dünner: Aqib Talib wird mittlerweile am Oberschenkel behandelt, DeMarcus Ware ging krank ins Spiel. Von der 1-Yard-Linie macht es Tannehill selbst: 14:3 Dolphins.

23.: Die Offense der Broncos erwacht: Die Pässe und Raumgewinne werden etwas länger, Manning ist bei gleich drei Third Downs erfolgreich. Der letzte geht auf Demaryius Thomas in der Endzone. 50. Spiel mit einem TD für Manning in Serie. 14:10 Miami.

29.: Es läuft für Miamis Offense! Gleich dreimal fumbeln Dolphins-Receiver bei diesem Drive, aber das Leder geht entweder ins Aus oder wird rechtzeitig gesichert. Die Bronco-Defense kommt weder schnell genug an Tannehill heran, noch sind die Wideouts gut gedeckt. Tannehill findet Mike Wallace mit einem perfekten Pass in der Ecke der Endzone - Touchdown! 21:10 Miami.

30.: Enorm wichtig für die Hausherren - Denver schlägt zurück! Manning hat seinen Rhythmus gefunden, kann sich aber auch bei Miami bedanken. Deren Defense hat bei Third-and-20 alle Trümpfe in der Hand, fällt aber auf einen Double Move von Sanders herein. Unverzeihlich! Mit zwölf Sekunden auf der Uhr punktet Thomas. Nur noch 21:17.

37.: Momentum für Denver? Das ist dahin! Mit der RB-Doppelspitze Anderson und Thompson kommen die Broncos in die Redzone, aber dann findet Manning keine Anspielstation und geht zu Boden. Zu allem Überfluss haut Kicker Brandon McManus das Ei aus 33 Yards gegen die Stange. Keine Punkte! 21:17 Dolphins.

42.: Es kommt noch schlimmer! Endlich erzwingt die Defense einen Punt, aber Returner Isaiah Burse will zu viel, ist irgendwann eingekreist und verliert die Pille! Bei third-and-ten wirft Tannehill eine Interception, die Denver prompt wegfumbelt - aber vorher gabs auch noch die Flagge wegen Holding! Das gibt neue Versuche für Miami, und dann den Touchdown. Denver schlägt sich selbst! 28:17 Dolphins!

46.: Noch ist hier nichts entschieden! Denvers Running Game funktioniert - und bei den Dolphins stapeln sich mittlerweile auch die Verletzungen: Cornerback Jamar Taylor muss das Feld verlassen, zuvor erwischte es LT Ja'Wuan James. Manning verfehlt zwar mehrere Bomben auf Sanders knapp, aber es gibt ja immer noch DT! Thomas schnappt sich den dritten Touchdown des Tages. 28:25 Miami.

54.: Und jetzt führt Denver! Die Defense hat in Halbzeit zwei aufgedreht, und gegen eine geschröpfte Defense finde Offensive Coordinator Adam Gase die rechte Mischung aus Runs und Pässen. C.J. Anderson findet aus zehn Yards die Endzone! 32:28 Denver.

57.: War's das? T.J. Ward schnappt sich einen Pass von Tannehill, weil der von der Hand des Receivers abprallt. Short Field für Manning, der findet Wes Welker in der Endzone. 39:28 Denver.

59.: Nein, noch nicht ganz: Diesmal kommt Miami besser durch, verwandelt einen vierten Versuch, und profitiert auch von einigen Penalties gegen die Defense. Jarvis Landry mit seinem zweiten Touchdown. 39:36 Denver.

60.: Nein, das war's! C.J. Anderson fängt den Onside Kick sicher und holt auch noch das fehlende First Down. Denver gewinnt.

Der Star des Spiels: C.J. Anderson. Die zwei eigentlich besten Running Backs der Broncos waren nicht dabei, so schlug die Stunde von Anderson. Der 23-Jährige hatte in der laufenden Saison erst 201 Yards erreicht, diesmal kamen 167 dazu, bei robusten 27 Carries. Er profitierte auch von einer verbesserten O-Line, aber sein harter Laufstil nach Kontakt führte dazu, dass Denver zehn First Downs per Rush verzeichnete. Dazu kommt ein Touchdown und das Sichern des Onside Kicks.

Der Flop des Spiels: Miamis Running Game nach der Pause. In Halbzeit eins hatte man starke 90 Yards erlaufen. Aber nach der Pause kamen lediglich noch sechs Carries für Lamar Miller dazu, die sieben Yards Raumgewinn brachten. Warum die Dolphins diese Waffe praktisch einmotteten, bleibt ihr Geheimnis.

Das fiel auf:

  • Beide Teams waren in Sachen Personal ganz schön gebeutelt. Zusätzlich zu den bekannten Ausfällen vor der Partie musste Denver fast über die gesamte Spielzeit auf Talib verzichten, DeMarcus Ware, Terrance Knighton und Von Miller verpassten ebenfalls Snaps. Auf Seiten der Dolphins gingen Ja'Wuan James und Jamar Taylor runter, letzterer verletzte sich womöglich schwer.
  • Denver konzentrierte sich von Beginn an darauf, das Running Game zu etablieren. Mit Jumbo-Formations und mehreren Tight Ends schuf man Räume für C.J. Anderson und Juwan Thompson, die hart in die Lücken stießen, auch nach Kontakt. 18 Rushes pro Partie waren es bisher für Denver, gegen Miami verdoppelte man diese Zahl fast (35).
  • Gleichzeitig baut die Run Defense weiter ab: 74,3 Yards pro Spiel lässt Denver am Boden zu, die 131 Yards der Rams vom vergangenen Sonntag mit eingerechnet. Zur Halbzeit gegen Miami waren es bereits 90, mit mehreren großen Raumgewinnen. Dafür sah man nach der Pause sehr viel besser aus.
  • In Sachen Pass Protection sahen beide Teams insgesamt gut aus. Sowohl Ware und Miller auf Denvers Seite, als auch Top-End Cameron Wake auf Seiten der Dolphins konnten nur sporadisch zum Quarterback durchdringen. Resultat: Nur ein Sack pro Team.
  • John Fox gehört nicht unbedingt zu den Coaches, die wissen, wann sie die Challenge-Flagge herausholen müssen: Vor dieser Saison lag seine Bilanz bei 40/110. Das ist eine der schlechtesten Bilanzen langjähriger Coaches, und auch dieses Jahr sieht es nicht viel besser aus. Die Challenge im ersten Viertel hatte zu keiner Zeit eine Chance. Womöglich verlässt er sich allerdings auch einfach auf die falschen Gehilfen.
  • Safety Jimmy Wilson ist bei den Dolphins für die harte Gangart in der Defense verantwortlich. Diesmal übertrieb er es jedoch, leistete sich zwei Personal Fouls und einmal "Hands to the Face". Zu viele geschenkte Yards.
  • Insgesamt leistete sich Denver jedoch mehr Penalty Yards (98), die sich brüderlich auf alle Mannschaftsteile aufteilten.
  • Das Fehlen von Julius Thomas führte dazu, dass Manning seine beiden Top-Receiver Thomas und Sanders noch öfter als sonst anvisierte - jeweils 13 Mal. Danach folgten Welker und Anderson mit je vier Targets.
  • In den ersten 30 Minuten waren beide Teams relativ gleichwertig, was sich auch am Raumgewinn zeigte: jeweils exakt 212 Yards. In Halbzeit zwei legte die Bronco-Verteidigung dann einen Zahn zu und ließ bis zum 39:28 kaum etwas zu: Lediglich 57 Yards bei vier Drives, nicht einmal 15 pro Angriff.

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