Suche...

NFL-Roundup: Week 6

Historisches Comeback der Denver Broncos

Von SPOX
Dienstag, 16.10.2012 | 08:41 Uhr
Peyton Manning führte Denver zu einem irren Comeback-Sieg in San Diego
© Getty
Advertisement
MLB
Yankees @ Astros (Spiel 7)
NBA
Warriors @ Grizzlies
NFL
Ravens @ Vikings
NFL
RedZone -
Week 7
NBA
Hawks @ Nets
NFL
Saints @ Packers (DELAYED)
NHL
Canucks @ Red Wings
NFL
Falcons @ Patriots
NBA
Warriors @ Mavericks
NFL
Redskins @ Eagles
NHL
Oilers @ Penguins
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NFL
Dolphins @ Ravens
NHL
Stars @ Oilers
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans
NFL
RedZone -
Week 8
NBA
Spurs @ Pacers
NHL
Ducks @ Hurricanes
NFL
Steelers @ Lions
NHL
Bruins @ Blue Jackets
NBA
Spurs @ Celtics
NFL
Broncos @ Chiefs
NBA
Thunder @ Bucks
NBA
Bulls @ Heat
NFL
Bills @ Jets

Unfassbares Monday Night Game in San Diego! Peyton Manning hat die Denver Broncos nach einem 0:24 zur Halbzeit bei den Chargers noch zu einem 35:24-Sieg geführt. Aaron Rodgers bescherte den Green Bay Packers mit 6 Touchdowns bei den bisher ungeschlagenen Houston Texans den dritten Saisonsieg. Die Giants demontierten San Francisco. Baltimore rang die Dallas Cowboys nieder.

San Diego Chargers (3-3) - Denver Broncos (3-3) 24:35 (10:0, 14:0, 0:14, 0:21)

QB: Philip Rivers (25/41, 242 YDS, 2 TD, 4 INT) - Peyton Manning (24/30, 309 YDS, 3 TD, 1 INT)

RB: Ryan Mathews (22 CAR, 74 YDS) - Willis McGahee (17 CAR, 56 YDS)

WR: Antonio Gates (6 REC, 81 YDS, 2 TD) - Eric Decker (6 REC, 98 YDS, 1 TD)

Dieses Drehbuch glaubt einem doch niemand! Da startet Trindon Holliday, erst vor 4 Tagen von den Broncos gedraftet, mit einem Fumble in seine zweite NFL-Chance, sein Team kommt in der ersten Hälfte überhaupt nicht aufs Scoreboard, liegt schon 0:24 hinten - ein echter Albtraum also - und am Ende feiert Denver.

Mit einer nicht für möglich gehaltenen Aufholjagd haben die Denver Broncos das Monday Night Game in San Diego gedreht. Während Chargers-QB Philip Rivers eine stattliche erste Hälfte (11/17, 131, 2 TD) ablieferte, fand Peyton Manning bis zur Pause kaum statt.

Nach der Hälfte allerdings feierte Manning eine historische Auferstehung: Mit 13/14, 167 Yards und 3 Touchdown-Pässen. Rivers hingegen fand sich mit 14/24 und 5 (!) Turnovers (3 Int, 2 Fumbles lost) im falschen Film wieder.

Hollidays Fumble hatte zum ersten Field Goal des Abends geführt, das Chargers-Kicker Nick Novak aus 32 Yards sicher zur ersten Führung verwandelte. Mit Touchdowns durch Antonio Gates und Quentin Jammers 80-Yards-Touchdown nach Interception von Manning sowie zwei Special Team Fumbles der Broncos bauten die Chargers ihre Führung auf 17:0 im zweiten Viertel aus.

Gates zweiter Touchdown samt Novaks Extrapunkt stellte den Halbzeitstand her. 24:0 zu Hause, Manning quasi nicht auf dem Feld. Alles bestens für San Diego - von wegen! "Das Spiel dauert 60 Minuten. Keiner in diesem Team hat aufgegeben", erklärte Manning hinterher das Comeback, das nun folgen sollte.

Mit dem ersten Spielzug schickte Manning Demaryius Thomas für einen 29-Yard-Touchdown in Szene. Ein Lebenszeichen. Tony Carter und Chris Harris münzten anschließend Rivers' Turnovers in Touchdowns um. Die Broncos waren zurück.

Aber erst 9:03 Minuten vor Schluss ging Denver erstmals in Führung. Manning hatte einen TD-Pass über 21 Yards auf Brandon Stokley gelandet. 28:24. Am Ende war es erneut Harris, der eine Interception über 46 Yards in die Endzone brachte. 35:24.

Die Enttäuschung der Chargers, die bereits in Week 5 eine 10-Punkte-Führung gegen die Saints weggeworfen hatten, war riesig. "Wenn du das verlierst, nach so einer Riesenführung, ist es echt heftig", sagte Rivers.

"Wir müssen ein komplettes Spiel durchhalten", forderte San Diegos Coach Norv Turner und versuchte sofort, die positive Seite des Abends zu betonen. "Wir haben durch drei Viertel des Spiels hindurch gezeigt, was wir können."

Beide Teams gehen nun mit einer 3-3-Bilanz in ihre Bye Week. Glasklar, in welchem Trainingscamp die bessere Stimmung herrscht...

Houston Texans (5-1) - Green Bay Packers (3-3) 24:42 (0:14, 10:7, 7:7, 7:14)

QB: Matt Schaub (20/33, 232 YDS, 2 INT) - Aaron Rodgers (24/37, 338 YDS, 6 TD)

RB: Justin Forsett (7 CAR, 47 YDS) - Alex Green (22 CAR, 65 YDS)

WR: Andre Johnson (8 REC, 75 YDS) - Jordy Nelson (9 REC, 121 YDS, 3 TD)

Was für eine Antwort von Aaron Rodgers! Eine Woche nach der verspielten 21:3-Halbzeitführung gegen die Colts hat der Quarterback bei den bislang unbezwungenen Houston Texans mit seinen 6 Touchdown-Pässen einen neuen Karriererekord aufgestellt. Die Klubbestmarke von Matt Flynn aus dem letztjährigen Regular-Season-Finale stellte der Quarterback damit ein. In den fünf Spielen zuvor waren Rodgers "nur" 10 TDs gelungen.

Mit dem Sieg vermieden die Packers eine 2-4-Bilanz. Das war Green Bay zuletzt 2006 passiert, als sie die Playoffs verpassten. "Das war ein wichtiges Spiel für uns", sagte Rodgers. "Wir hatten ein paar, die nicht für uns liefen, die wir aber hätten gewinnen müssen. Ein 2-4 wäre sehr schwierig für uns geworden."

Stattdessen gelang den Packers der zweite Auswärtserfolg. Wide Receiver Jordy Nelson glänzte mit 3 Touchdowns, den schönsten aber legte James Jones (2 TDs) hin. Jones tauchte im vierten Viertel in der Endzone zu einem Catch ab - und fing ihn mit einer Hand.

"Dies ist einfach ein Team, das eine Menge Stolz in der Kabine hat. Es ist fast besser, wenn die Leute ein bisschen an uns zweifeln. Wir sind zusammengewachsen", analysierte Rodgers die Reaktion der Packers auf die derbe Kritik der letzten Woche. "Sie haben versucht, uns auseinanderzureißen, aber wir haben zusammengehalten und unsere Motivation darin gefunden."

Die Serie der Texans ist damit Geschichte. Matt Schaub unterliefen 2 Interceptions, ein Touchdown-Pass gelang dem Quarterback hingegen nicht. Zwar lief Arian Foster zu 2 Touchdowns, der Running Back kam bei 17 Läufen jedoch nur auf mickrige 29 Yards Raumgewinn.

San Francisco 49ers (4-2) - New York Giants (4-2) 3:26 (3:0, 0:10, 0:13, 0:3)

QB: Alex Smith (19/30, 200 YDS, 3 INT) - Eli Manning (15/28, 193 YDS, 1 TD)

RB: Frank Gore (8 CAR, 36 YDS) - Ahmad Bradshaw (27 CAR, 116 YDS, 1 TD)

WR: Randy Moss (2 REC, 75 YDS) - Domenik Hixon (4 REC, 78 YDS)

Der Champion demütigt die 49ers! Dank einer überragenden Defense hielten die Giants den Gastgeber bei 3 mickrigen Pünktchen. San Francisco führte nach dem ersten Viertel noch, kam danach aber überhaupt nicht mehr aufs Scoreboard. Dabei hatten sie in den letzten beiden Spielen die Bills und Jets noch mit insgesamt 79:3 weggefegt.

Zwar kam Giants-Quarterback Eli Manning bei einer Passquote von unter 50 Prozent nur auf durchschnittliche 193 Yards Raumgewinn und einen Touchdown-Pass auf Victor Cruz. Aber Ahmad Bradshaw glänzte im Running Game gegen die sonst so sattelfeste 49ers Defense.

Mannings Gegenüber Alex Smith (6 Sacks, 3 Interceptions) wäre wohl besser überhaupt nicht aufgestanden. Insbesondere Giants-Safety Antrel Rolle, vor dem Spiel wegen seiner Knieprobleme noch fraglich, erwies sich als Albtraum für Smith: Rolle fing im dritten Viertel, als die 49ers bereits einem 3:17-Rückstand hinterherliefen, gleich zwei Passversuche von Smith ab.

"Sie haben herausragend gespielt. Wirklich überragend, sie sind geflogen", lobhudelte Manning seine Defense. Rolle nahm die Glückwünsche gern an: "Ich glaube, das war unser bestes Spiel in diesem Jahr."

Seattle Seahawks (4-2) - New England Patriots (3-3) 24:23 (10:7, 0:10, 0:3, 14:3)

QB: Russell Wilson (16/27, 293 YDS, 3 TD) - Tom Brady (36/58, 395 YDS, 2 TD, 2 INT)

RB: Marshawn Lynch (15 CAR, 41 YDS) - Stevan Ridley (16 CAR, 34 YDS)

WR: Sidney Rice (3 REC, 81 YDS, 1 TD) - Wes Welker (10 REC, 138 YDS, 1 TD)

Top-Defense empfängt die Top-Offense der Liga? Mitnichten! Ein QB-Rookie hat Tom Brady und Co. im Zaum gehalten. Russell Wilson drehte in den Schlussminuten erst so richtig auf. "Wenn irgendwelche Kerle an ihm gezweifelt haben, ich garantiere Euch, jetzt glauben sie an ihn", kommentierte Seattles Safety Earl Thomas die Leistung des 23-Jährigen.

Es waren noch 1:18 Minuten auf der Uhr, als Wilsons 46-Yards-Pass Sidney Rice fand. Der Wide Receiver stellte mit dem zweiten Touchdown innerhalb von siebeneinhalb Minuten auf 14:3 im Schlussviertel - und zum Sieg.

Denn Tom Brady vergab auch die letzte der vielen Pats-Möglichkeiten, als sein Passversuch auf Brandon Lloyd 1:14 Minuten vor dem Ende schief geht und er zu allem Überfluss den ersten Sack kassiert. Es ist der einzige, der Seattle in diesem knappen Match überhaupt gelingt.

Atlanta Falcons (6-0) - Oakland Raiders (1-4) 23:20 (0:3, 7:10, 6:0, 10:7)

QB: Matt Ryan (24/37, 249 YDS, 1 TD, 3 INT) - Carson Palmer (23/33, 353 YDS, 1 TD, 1 INT)

RB: Michael Turnier (11 CAR, 33 YDS) - Darren McFadden (27 CAR, 70 YDS, 1 TD)

WR: Roddy White (6 REC, 72 YDS, 1 TD) - Denarius Moore (5 REC, 104 YDS, 1 TD)

Man kann in dieser NFL derzeit ja auf wenig wetten, aber dass Atlanta Sekunden vor Schluss doch noch den Sieg einfährt, das ist statistisch gesehen eine sichere Bank. So auch gegen Oakland: Die Raiders führen in allen Pass-, Lauf- und Receiving-Statistiken dieses Duells, Falcons-QB Matt Ryan unterlaufen 3 (!) Interceptions.

Alles egal. Denn in den Schlussminuten beweist Atlanta erneut seine Crunch-Time-Qualität: Corner Back Asante Samuel returniert eine Interception über 79 Yards zum Touchdown. Und Matt Bryant bringt mit nur noch einer Sekunde auf der Uhr das Field Goal ins Ziel. Aus 55 Yards.

Das ist die längste Distanz, aus der Bryant getroffen hat, seit er 2009 in Atlanta spielt. Und sein zweiter Kick zum Sieg in drei Wochen. Gegen die Panthers traf er aus 40 Yards 5 Sekunden vor Schluss. Nerven aus Stahl!

Kaum zu glauben, aber die Atlanta Falcons sind trotz ihres fehlerhaften Spiels nach sechs Wochen das letzte ungeschlagene Team.

Washington Redskins (3-3) - Minnesota Vikings (4-2) 38:26 (0:9, 17:0, 7:3, 14:14)

QB: Robert Griffin III (17/22, 182 YDS, 1 TD, 1 INT) - Christian Ponder (35/52, 352 YDS, 2 TD, 2 INT)

RB: Alfred Morris (16 CAR, 47 YDS, 1 TD) - Adrian Peterson (17 CAR, 79 YDS)

WR: Santana Moss (4 REC, 46 YDS) - Percy Harvin (11 REC, 133 YDS)

Bemerkenswertes Comeback der Redskins nach 0:9 im ersten Viertel. RG3 glänzte vor allem als Rushing Leader (13 CAR, 138 YDS, 2 TD). Der Quarterback stellte seinen besten Running Back Alfred Morris um Längen in den Schatten.

Baltimore Ravens (5-1) - Dallas Cowboys (2-3) 31:29 (3:7, 14:3, 7:10, 7:9)

QB: Joe Flacco (17/26, 234 YDS, 1 TD) - Tony Romo (25/36, 261 YDS, 2 TD, 1 INT)

RB: Ray Rice (16 CAR, 62 YDS, 2 TD) - Demarco Murray (14 CAR, 93 YDS)

WR: Anquan Boldin (5 REC, 98 YDS) - Dez Bryant (13 REC, 95 YDS, 2 TD)

Die Cowboys hatten etliche Chancen, die starke Defense in Baltimore in die Knie zu zwingen. Dallas war erstaunliche 40:03 Minuten lang in Ballbesitz und brachte es im Rushing Game auf 227 Yards. So viel hatten die Ravens in ihrer Klubgeschichte noch nie zugelassen. Doch unterm Strich unterliefen Dallas erneut zu viele Fehler.

Die Chance zum Auswärtssieg war dennoch zum Greifen nah. Die Ravens führten schon mit 31:23, als Tony Romo die Cowboys mit einem 80-Yards-Touchdown auf 29:31 heran und wieder in Schlagdistanz brachte.

Doch Dallas verpasste anschließend die 2 Point Conversion zum möglichen Ausgleich, als der Pass Dez Bryant durch die Arme rutschte. Zwar rettete Dallas den Onside, aber Kicker Dan Bailey legt seinen Field-Goal-Versuch zum Sieg aus 51 Yards links vorbei. Damit war 6 Sekunden vor dem Ende der Partie auch die letzte Möglichkeit dahin.

Ein Rekord-Spielzug gelang Baltimores Jacoby Jones beim Stand von 17:13 im dritten Viertel: Der Wide Receiver konterte einen Kickoff mit einem 108-Yards-Run zum Touchdown. Die Cowboys Coverage versagte in dieser Szene, als sie nie Hand an Jones legen konnten, komplett. Jones stellte den NFL-Rekord für den längsten Return ein.

Cleveland Browns (1-5) - Cincinnati Bengals (3-3) 34:24 (0:7, 7:7, 6:0, 21:10)

QB: Brandon Weeden (17/29, 231 YDS, 2 TD, 1 INT) - Andy Dalton (31/46, 381 YDS, 3 TD, 3 INT)

RB: Montario Hardesty (15 CAR, 56 YDS, 1TD) - Benjarvus Green-Ellis (16 CAR, 62 YDS)

WR: Josh Gordon (3 REC, 99 YDS, 1 TD) - A.J. Green (7 REC, 135 YDS, 2 TDs)

Miami Dolphins (3-3) - St. Louis Rams (3-3) 17:14 (0:6, 10:0, 7:0, 0:8)

QB: Ryan Tannehill (21/29, 185 YDS, 2 TD) - Sam Bradford (26/39, 315 YDS)

RB: Reggie Bush (12 CAR, 17 YDS) - Daryl Richardson (11 CAR, 76 YDS)

WR: Marlon Moore (3 REC, 46 YDS, 1 TD) - Brandon Gibson (7 REC, 91 YDS)

New York Jets (3-3) - Indianapolis Colts (2-3) 35:9 (0:3, 21:3, 7:0, 7:3)

QB: Mark Sanchez (11/18, 82 YDS, 2 TD) - Andrew Luck (22/44, 280 YDS, 2 INT)

RB: Shonn Greene (32 CAR, 161 YDS, 3 TD) - Vick Ballard (8 CAR, 25 YDS)

WR: Jeremy Kerley (3 REC, 24 YDS) - Reggie Wayne (5 REC, 87 YDS)

Tampa Bay Buccaneers (2-3) - Kansas City Chiefs (1-5) 38:10 (7:0, 0:3, 14:0, 17:7)

QB: Josh Freeman (15/26, 328 YDS, 3 TD, 1 INT) - Brady Quinn (22/38, 180 YDS, 2 INT)

RB: Doug Martin (13 CAR, 76 YDS) - Jamaal Charles (12 CAR, 40 YDS)

WR: Mike Williams (4 REC, 113 YDS, 1 TD) - Steve Maneri (4 REC, 45 YDS)

Philadelphia Eagles (3-3) - Detroit Lions (2-3) 23:26 OT (0:6, 7:0, 6:0, 10:17, 0:3)

QB: Michael Vick (28/46, 311 YDS, 2 TD, 2 INT) - Matthew Stafford (22/45, 311 YDS, 1 TD, 1 INT)

RB: LeSean McCoy (14 CAR, 22 YDS) - Mikel Leshoure (15 CAR, 70 YDS)

WR: Jeremy Maclin (6 REC, 130 YDS, 1 TD) - Calvin Johnson (6 REC, 135 YDS)

Monday Night Game

San Diego Chargers (3-2) - Denver Broncos (2-3)

Der 6. Spieltag im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung