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Houston Rockets - Dallas Mavericks 91:98 OT

Mavs-Zittersieg in der Overtime

Von Maurice Kneisel
Dienstag, 12.04.2011 | 05:49 Uhr
Dirk Nowitzki brachte Rockets-Rookie Patrick Patterson (r.) früh in Foulprobleme
© Getty
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Die Dallas Mavericks (56-25) retteten sich in einem hart umkämpften Derby bei den Houston Rockets (42-39) in den Schlusssekunden in die Overtime. Dort konnten sie dank einer vor allem in der Defensive verbesserten Leistung dann das Spiel für sich entscheiden. Beide Teams wirkten müde und präsentierten sich an beiden Enden des Parketts in schwacher Form. Durch den Sieg eroberten die Mavericks - zumindest vorübergehend - Platz zwei der Western Conference.

Dirk Nowitzki stand beim Overtime-Sieg für seine Mavs mit 40 Minuten am längsten auf dem Parkett, dabei sammelte er 23 Punkte und 12 Rebounds. Shawn Marion und Jason Terry gelangen jeweils 21 Zähler, Center Tyson Chandler schnappte sich neben 8 Punkten auch 12 Rebounds. Ansonsten holte kein Mav mehr als 6 Punkte, Spielmacher Jason Kidd traf gerade mal 1 seiner 7 Versuche.

Rockets-Coach Rick Adelman setzte aufgrund von Verletzungsproblemen gerade mal sieben Spieler ein, Goran Dragic spielte dabei satte 53 Minuten (15 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists). Bester Spieler auf Seiten von Houston war Shooting Guard Kevin Martin, der mit 28 Zählern mal wieder seine Scorer-Qualitäten unter Beweis stellte. Center Chuck Hayes holte mit 10 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double, sein Ersatz Brad Miller sammelte neben 8 Rebounds auch 12 Punkte, darunter zwei Dreier.

Rockets - Mavericks: Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Unsere Defensive war das gesamte Spiel über solide, das hat uns letztlich den Sieg gebracht. Wir haben nicht gut geworfen, sind in keinen Fluß gekommen und auch Fastbreaks gab es kaum. Aber die Defensiv-Akzente gegen Ende der Partie und in der Verlängerung haben uns das Spiel gewonnen."

Jason Terry (Dallas Mavericks): "Leider ist es so gelaufen. Ich habe natürlich versucht, den letzten Freiwurf reinzumachen. Ich war sehr enttäuscht von meinem vierten Viertel, ich habe mir ein paar Turnover geleistet, die ich sonst nicht mache. Zum Glück haben wir in der Overtime eine zweite Chance bekommen."

Rick Adelman (Trainer Houston Rockets): "Wir wollten dieses Spiel gewinnen, aber es hat nicht geklappt. Zu schade, aber Dallas hat ein starkes Team und wird in den Playoffs einiges erreichen. Wir haben ihnen bis zum Schluss einen harten Kampgf geliefert."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Nach der gestrigen Heimniederlage der Lakers gegen die Thunder ist Dallas wieder dick im Rennen um Platz zwei im Westen. Ein Sieg heute bei den Rockets, für die es um nichts mehr geht, ist deshalb Pflicht. Dabei helfen soll wieder Jason Kidd, auch Tyson Chandler ist trotz kleiner Blessuren mit dabei. Bei den Rockets ersetzen Rookie Patrick Patterson und Goran Dragic in der ersten Fünf die Verletzten Luis Scola und Kyle Lowry. Nur zehn Spieler sind bei Houston mit von der Partie.

6.: Toller Einsatz von Dirk Nowitzki, der zunächst in der eigenen Hälfte einen Ball vor dem Aus rettet und ihn dann über den halben Court auf Marion schickt. Dallas mit einer Drei-gegen-Eins-Situation, die Kugel kommt zu Tyson Chandler, der sie per Dunk reinstopft. 7:6 Houston.

10.: Beide Teams bislang mit einer ganz schwachen Vorstellung. Gerade ist Peja Stojakovic nach Zuspiel durch Jason Terry nicht in der Lage, den Ball zu kontrollieren und lässt ihn durch die Beine rutschen. Auch Houstons Kevin Martin kann nichts mit dem orangen Ding anfangen. Peinlich Peinlich. 16:13 Dallas.

13.: Houston vergibt im Angriff eine gute Chance nach der anderen. Im Gegenzug geht der Ball raus auf den Flügel zu Peja, der Serbe netzt sicher einen Dreier ein. 23:23 Unentschieden.

16.: Dirk mit einem Wurf aus der Mitteldistanz, der Ball springt vom Ring zurück. Nowitzki schnappt sich den Rebound und legt die Kugel doch noch rein. Erst sein zweiter Korb in der Partie. 28:27 Houston.

21.: Zum wiederholten Mal bekommt Shawn Marion den Ball mit dem Rücken zum Korb. Dieses Mal legt er ihn nicht per Hook Shot rein, sondern passt zurück zu J.J. Barea. Der spielt raus auf den wartenden Brian Cardinal, das inoffizielle Mavs-Maskottchen versenkt einen Dreier. 38:35 Dallas.

26.: Chase Budinger ist einfach chancenlos gegen Marion. Erneut postet der Mavs-Forward gegen ihn auf, zeigt eine schnelle Drehung und versenkt seinen Wurf. 49:45 Houston.

33.: Jason Terry bekommt den Ball auf Außen und zieht rein. Mit einem kurzen Dribbling lässt er seinen Gegenspieler aussteigen und verwandelt anschließend einen Korbleger. 64:61 Houston.

42.: Terry deutet einen Wurf aus der Mitteldistanz an, passt dann aber in die Zone auf Ian Mahinmi. Der steigt hoch zum Dunk, versenkt diesen und wird dabei gefoult. Der Freiwurf geht ebenfalls rein. 78:78 Unentscheiden.

45.: Kevin Martin setzt einen Versuch nur ans Brett. Im Gegenzug geht der Ball wieder zu Marion, der ihn trotz enger Deckung reinlegt und dabei noch einen Bonus-Freiwurf rausholt. Auch der sitzt. 85:81 Dallas.

46.: Nachdem Dallas die Führung noch hergeschenkt hat und mit einem Punkt hinten liegt, muss Terry eine Sekunde vor Ende an die Freiwurflinie. Den ersten haut er rein, den zweiten versemmelt er. Somit gehen wir in die Overtime.

51.: Dallas macht den Rockets jetzt endlich mit verbesserter Defense das Leben schwer. 19,2 Sekunden vor Schluss muss Houston foulen und schickt Terry an die Freiwurflinie, dieses Mal macht der Guard alles klar. 96:91 Dallas.

Der Star des Spiels: Shawn Marion. Keine Frage, es war die Marion-Show. Während sämtliche anderen Akteure schwache Wurfausbeuten auflegten, lief Marion in der Offensive richtig heiß. Trotz teilweise enger Deckung fand er fast immer einen Weg, den Ball reinzulegen und trieb sein Team somit nach vorn. Vor allem sein Hook Shot war heute Gold wert, außerdem war Trix im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen auch defensiv stets präsent.

Der Flop des Spiels: Chase Budinger. Marions Gegenspieler wurde von dem ehemaligen All Star teilweise richtig nass gemacht. Defensiv fand Budinger zu keinem Zeitpunkt ein Mittel gegen die schnellen Moves von The Matrix und sah ein ums andere Mal alt aus. Offensiv wurde dem Youngster zudem von Marion und dessen enger Manndeckung ordentlich zugesetzt, das Ergebnis waren gerade mal zwei Treffer bei elf Versuchen.

Analyse: Da spielt Dallas gegen ein auf dem Papier deutlich schwächeres Team und liegt zur Halbzeit trotzdem hinten. Enttäuschende Vorstellung der Mavs, insbesondere auch, wenn man bedenkt, dass die Rockets gerade mal 36,5 Prozent ihrer Versuche trafen.

Insbesondere Mitte des zweiten Viertels verkam die Partie zu einem Fehlwurf-Festival. Streckenweise vergab ein Team drei bis vier Versuche hintereinander, bevor der Gegner an den Ball kam. Die Mavericks präsentierten sich eine Nacht nach dem klaren Erfolg gegen Phoenix müde und in schwacher Verfassung.

Im dritten Durchgang steigerten dann beide Teams ihre Wurfausbeute, was aber in erster Linie daran lag, dass das Ganze sich zu einem lockeren Trainingsspielchen entwickelte: Beide Teams spazierten ein ums andere Mal gemütlich durch die gegnerischen Pseudo-Abwehr-Reihen, vor allem Shawn Marion machte teilweise offensiv, was er wollte. Defensive avancierte in dieser Phase zum Fremdwort.

Gegen Ende der Partie gingen beide Mannschaften dann wieder dazu über, Fehlversuche en Masse zu produzieren. Minutenlang tat sich auf der Anzeigetafel herzlich wenig. 1:34 Minuten vor Ende erspielten sich die Mavericks durch eine weitere starke Aktion von Marion eine Vier-Punkte-Führung. Statt diese zu verwalten, ließen sie Houston aber sogar noch in Führung gehen und zitterten sich schließlich in die erste Overtime dieser Saison.

Auch in der Verlängerung wollten die Würfe auf beiden Seiten einfach nicht fallen, zudem ließ Rockets-Coach Rick Adelman seinen Topscorer Kevin Martin wegen Foulproblemen lange auf der Bank schmoren - so konnte er seinem Team allerdings auch herzlich wenig helfen.

Dallas machte immerhin in der Defense einen besseren Job und attackierte Houston bei jedem Schuss. Zudem gelangen ihnen die nötigen Punkte, um letztlich den Sieg einzufahren. Durch den Erfolg kletterten die Mavs auf Platz zwei im Westen. Gewinnen sie auch in der Nacht zu Donnerstag gegen New Orleans und verlieren die Los Angeles Lakers entweder zu Hause gegen San Antonio oder in Sacramento, dann gehen sie auch als Nummer zwei in die am Samstag beginnenden Playoffs.

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