Suche...

NBA: Dallas Mavericks - Phoenix Suns 115:90

Mavs machen Suns fertig

Von Florian Regelmann
Montag, 11.04.2011 | 05:21 Uhr
Dirk Nowitzki war mit 19 Punkten der Topscorer beim Mavs-Sieg gegen Phoenix
© Getty
Advertisement
NBA
Live
Warriors @ Thunder
NBA
Bulls @ Warriors
NBA
Pelicans @ Warriors
NBA
Suns @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ 76ers
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NBA
Timberwolves @ Thunder
NBA
Clippers @ Mavericks
NBA
Magic @ Knicks
NBA
Warriors @ Pelicans
NBA
Wizards @ Trail Blazers

Die Dallas Mavericks (55-25) bleiben in der Western Conference im Rennen um Platz zwei. Eine Woche vor dem Playoff-Start besiegten Dirk Nowitzki und Co. die Phoenix Suns (38-42) im heimischen American Airlines Center locker und leicht mit 115:90. Schon nach dem ersten Viertel war die Partie entschieden.

Dirk Nowitzki war mit 19 Punkten (7/11 FG) Topscorer der Mavs, die Phoenix von der ersten Minute an komplett beherrschten. Shawn Marion lieferte 18 Punkte und 11 Rebounds. Peja Stojakovic und Jason Terry erzielten jeweils 17 Punkte.

Bester Mann bei den total enttäuschenden Suns war noch Marcin Gortat, der 15 Punkte und 9 Rebounds sammelte. Steve Nash kam lediglich auf 6 Punkte und 9 Assists.

Mavericks - Suns: Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Reaktionen:

Jason Terry (Dallas): "Wir bauen jetzt Momentum auf für die Playoffs. Für uns geht es um Rhythmus, um den Flow, es geht darum, wie wir in der Offense den Ball laufen lassen. Und wie wir blitzschnell wieder zurück in der Defense sind. Das Spiel war ein perfektes Beispiel dafür."

... über den Ärger aus dem Clippers-Spiel: "In der Hitze des Gefechts passieren solche Dinge. Seit ich ein Maverick bin, bin ich der emotionale Leader dieses Teams. Daran wird sich auch nichts ändern. Wir müssen es nur in die richtigen Bahnen lenken."

Steve Nash (Phoenix): "Bei uns hat die Energie und die Leidenschaft gefehlt. Deshalb haben wir bekommen, was wir verdient haben. Wenn es um nichts mehr geht, ist es schwierig, aber das darf keine Entschuldigung sein. Wir müssen den Kampf trotzdem jeden Tag aufnehmen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Jason Kidd kehrt nach seinem "Kurz-Urlaub" von zwei Spielen in die Starting Five zurück. Die Mavs beginnen mit ihrer wahrscheinlichen Playoff-Formation mit Kidd, Beaubois, Marion, Nowitzki und Chandler. Bei den Suns ist Nash wieder dabei. Neben dem Star-Spielmacher starten Dudley, Hill, Frye und Gortat.

5.: Perfekter Start für die Mavs. Nowitzki sucht sich in den ersten Minuten super-aggressiv seinen Wurf und hat schon 8 Punkte auf dem Konto. Die Suns finden gar nicht statt. Nach einem Marion-Korb führt Dallas bereits 17:4.

11.: Terry ist im Spiel und haut gleich mal einen Dreier rein, der Clash mit Barea und Carlisle aus dem Clippers-Spiel ist vergessen und abgehakt. Dallas ist auf 20 Punkte weg. 35:15. Im Prinzip ist die Sache jetzt schon durch.

21.: Die Suns ballern von der Dreierlinie, was das Zeug hält, aber sie treffen überhaupt nichts. Die Mavs führen mit 24 Punkten Vorsprung (56:32) - entspannter kann ein Spiel aus Dallas-Sicht kaum verlaufen.

24.: Nach einem schönen Zuspiel von Kidd legt Nowitzki den Layup rein, es wird immer schlimmer für Phoenix. Wenigstens macht Dudley kurz vor der Pause noch zwei Punkte für die Gäste. Dennoch: Dallas führt zur Pause deutlich mit 65:39.

29.: Die Mavs kommen etwas lethargisch aus der Pause, die Suns starten einen 7:2-Mini-Run und verkürzen auf 19 Punkte Rückstand (48:67). Carlisle reagiert auf den Schlendrian seines Teams und nimmt die Auszeit.

34.: Marion ist mal wieder gewohnt aktiv und kommt immer wieder zu leichten Punkten. Dann findet Stojakovic Kidd für den offenen Jumper. Dallas hat alles ganz locker im Griff. 80:57.

41.: Herzlichen Glückwunsch, Suns! Nach 16 Fehlwürfen von der Dreierlinie trifft Brooks tatsächlich mal von Downtown. Bringt aber auch nichts. Stojakovic hat sofort die Antwort. 94:74 Dallas.

45.: Innerhalb von kürzester Zeit trifft Stojakovic zwei Dreier - und dann legt Cardinal noch einen weiteren Dreier aus der Ecke nach. Läuft alles wunderbar für die Mavs. 108:82. Die Stars sitzen längst auf der Bank.

Der Star des Spiels: Jason Terry. Es war in erster Linie ein guter Auftritt der gesamten Mavs-Mannschaft. Ob Nowitzki, Marion, Stojakovic oder Barea - Produktivität kam von jedem. Aber Terry stand nach dem Ärger aus dem Clippers-Spiel einfach unter besonderer Beobachtung. Jet musste eine Reaktion zeigen - und er hat die gewünschte Reaktion gezeigt. Auch wenn es aufgrund der Schwäche der Suns nicht wahnsinnig aussagekräftig ist, Terry (17 Punkte in 25 Minuten) machte ein gutes Spiel. Und jeder in Dallas weiß, dass in den Playoffs nur mit einem starken Terry irgendetwas gehen wird.

Der Flop des Spiels: Vince Carter. Die Suns waren so krass unterlegen, dass man praktisch jeden negativ herausheben könnte. Die Wahl fällt auf Carter, weil es schon ein bisschen traurig ist, wenn man sieht, was aus dem einstigen NBA-Superstar geworden ist. Er hat zwar auch im Suns-Trikot in letzter Zeit vereinzelt gezeigt, dass er immer noch ein starker Scorer sein kann, aber in Dallas war davon nichts zu sehen. Wenn er nicht im letzten Viertel, als die Partie ohnehin schon lange durch war, noch ein paar ganz gute Aktionen gehabt hätte, hätte man gar nicht gemerkt, dass er überhaupt mitgespielt hat.

Analyse: Die Vorzeichen waren vor dem Spiel klar. Es gibt eine Mannschaft, für die das Spiel eine hohe Bedeutung hat. Dallas kämpft in der Western Conference kurz vor dem Playoff-Start noch um die Positionen, außerdem ist es für die Mavs nach den schwierigen letzten Wochen ein Muss, sich mit Siegen ein gutes Gefühl zurückzuholen, bevor man in die Postseason startet.

Und dann gibt es eine andere Mannschaft, für die das Spiel überhaupt keine Bedeutung mehr hat. Eine Mannschaft, die einfach nur will, dass die Saison vorbei ist. Und genau so, wie die Vorzeichen es vermuten ließen, haben beide Teams auch gespielt. Die Suns fanden von der ersten Sekunde an keine Einstellung zum Spiel und wurden von den Mavs im Eiltempo überrollt.

Da Phoenix nicht nur vorne alles verballerte (2/20 Dreier, 18/33 FT), sondern auch in der Defense ohne sonderlich großes Engagement zur Werke ging, hatte Dallas leichtes Spiel. Die Mavs trafen ihre Jumper, ließen den Ball wunderbar laufen (17 Assists bei 25 FG in Hälfte eins) und hatten Spaß. Ende des ersten Viertels betrug der Vorsprung schon 20 Punkte. 36 Punkte im ersten Viertel bedeuteten außerdem einen Saisonbestwert für Dallas.

In der Folge ging es eigentlich nur noch darum, das Spiel ganz entspannt über die Bühne zu bekommen. Es war am Ende ein Sieg, wie er lockerer und leichter kaum sein kann. Zwei Spiele hat Dallas in der Regular Season noch auszutragen. Am Montag geht es nach Houston und am Mittwoch steht dann noch ein Heimspiel gegen New Orleans auf dem Programm.

An welcher Position die Mavs in die Playoffs starten werden und wer ihr Gegner sein wird, ist nach wie vor offen. Da die Lakers am Sonntag gegen Oklahoma City verloren und ihre fünfte Niederlage in Serie kassierten, ist Dallas plötzlich gleichauf mit dem amtierenden Champion. Die Lakers halten zwar den Tiebreaker, aber jetzt ist es tatsächlich möglich, dass die Mavs noch auf Rang zwei nach vorne kommen. Aber da die Thunder lauern, ist auch ein Abrutschen auf Platz vier denkbar. Es bleibt spannend.

NBA: Ergebnisse und Tabellen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung