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NBA: Dallas Mavericks - Los Angeles Clippers 107:96

Dallas kann doch noch gewinnen

Von Maurice Kneisel
Samstag, 09.04.2011 | 05:02 Uhr
Trotz Shooting-Star Blake Griffin (r.) setzten sich Dirk Nowitzki und seine Mavs letztlich durch
© Getty
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Während der kompletten ersten Halbzeit lagen die Dallas Mavericks (54-25) zurück, zeigten vor allem offensiv teilweise eine ganz schwache Leistung. Dank einem überragend aufgelegten Corey Brewer und einer deutlich verbesserten Leistung im weiteren Verlauf konnten die Texaner aber zurück kommen und die in der zweiten Hälfte strauchelnden Los Angeles Clippers (31-49) doch noch schlagen. Somit endete auch die vier Partien andauernde Niederlagenserie der Mavs.

Bester Maverick, auch im Scoring, war Corey Brewer mit 20 Punkten, zudem sicherte er sich 6 Rebounds und 4 Steals. Auch Dirk Nowitzki gelangen 20 Zähler, weiterhin schnappte er sich 8 Rebounds und legte 7 Assists auf. Shawn Marion erzielte ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds), Tyson Chandler und J.J. Barea sammelten jeweils 15 Punkte.

Auf Seiten der Clippers feierte Blake Griffin mit 23 Punkten mal wieder ein Offensivfeuerwerk ab, 9 Rebounds holte er sich außerdem. Mo Williams (29 Punkte) lief sogar noch heißer, leistete sich dabei aber auch 7 Turnover. Center DeAndre Jordan blockte in gerade mal 26 Minuten 4 Schüsse und sicherte sich zudem 9 Zähler sowie 10 Rebounds.

Mavericks - Clippers: Die Highlights des Spiels im Video bei ESPN

Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas Mavericks)...

...über Terrys geringe Spielzeit: "JET ist ein wichtiger Spieler für unser Team. Ich hatte ohnehin überlegt, ihm ein Spiel Pause zu gönnen, also war es das jetzt. Es ist eine interne Angelegenheit, und so wird es auch bleiben. Emotionen können hochkochen und manchmal pasieren gewisse Dinge, aber dabei belasse ich es."

J.J. Barea (Dallas Mavericks)...

...über die Auseinandersetzung mit Terry: "Es ist nicht wirklich was passiert...er ist mein Kumpel, mein Lieblings-Teamkollege seit ich hier bin...es war einfach situationsbedingt, nichts besonderes."

Jason Terry (Dallas Mavericks): "Die Hauptsache ist, dass wir einen Sieg eingefahren haben."

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Wir haben zuletzt nicht gut gespielt, ein paar Partien verloren, hatten einige Verletzungen, Kidd kriegt eine Pause, es kommt einiges zusammen. Vielleicht war dies das Spiel, das wir brauchten, um wieder in Fahrt zu kommen."

Tyson Chandler (Dallas Mavericks)...

...über Corey Brewers Leistung: "Er war überall. Die Jungs auf der Bank meinten schon 'Was er macht, ist ansteckend.'"

Blake Griffin (Los Angeles Clippers): "Das dritte Viertel hat uns den Sieg gekostet. Und das zweite hat auch ordentlich Schaden angerichtet."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Nach vier Niederlagen in Serie muss für Dallas heute gegen das drittschlechteste Team im Westen dringend ein Sieg her. Nicht dabei helfen kann der weiterhin verletzte Jason Kidd, für ihn startet erneut Rodrigue Beaubois auf der Eins und daneben Corey Brewer. Als Center beginnt zudem wieder Tyson Chandler. Clippers-Coach Vinny del Negro greift auf der Fünf auf DeAndre Jordan zurück, Chris Kaman fehlt. Die Blake-Show kann beginnen.

3.: Riesenvorstellung von Corey Brewer zu Beginn - sämtliche der sechs Mavs-Punkte bislang erzielte der Shooting Guard. Gerade zog er vom Flügel rein, hob ab und legte den Ball am Gegenspieler vorbei in den Korb. 6:6 Unentscheiden.

8.: Schwaches Spiel der Mavs bislang, aber jetzt gab's mal einen feinen Spielzug. Jason Terry kommt über den Flügel und schickt einen Alley-Oop-Pass nach innen auf Chandler, der per Alley-Oop-Dunk vollstreckt. 18:13 Los Angeles.

12.: Brewer ist weiterhin eindeutig Dallas' Bester. Nach einem Steal stürmt er nach vorne, lässt zwei Gegenspieler stehen und legt den Ball rein. 33:19 Los Angeles.

18.: Dirk Nowitzki mit dem Defensivrebound, er spielt gleich weiter auf Shawn Marion. Der wartet beim Fastbreak kurz und schickt dann den durchstartenden Ian Mahinmi. Freie Bahn für den Franzosen, er dunkt einen weg. 43:35 Los Angeles.

24.: Fastbreak Clippers, Gordon versucht, per Korbleger abzuschließen. Brewer segelt dazwischen und zeigt einen deftigen Block, dem Griffin ins Aus hinterher hechtet. Dabei landet er auf ein paar Fans, die anschließend reichlich geschafft aussehen. 54:45 Los Angeles.

26.: Marion postet auf. Pass über den Gegenspieler auf Brewer, der vom Flügel reingezogen kam und plötzlich völlig frei unter dem Korb steht. Er steigt hoch und zeigt einen Dunk. 56:51 Dallas.

29.: Dirk lehnt sich in den Gegenspieler, dreht sich und fadet zurück. Sein Sprungwurf sitzt, somit gehen die Mavs erstmals in Führung. 57:56 Dallas.

36.: Zwischenzeitlich lagen die Mavs mit zwölf Zählern in Front, dann startete L.A. einen 13:1-Lauf. Mit einem Tip-In am Ende des dritten Viertels kann Chandler Dallas immerhin wieder in Führung bringen (77:75).

42.: Riesenbock von Al-Farouq Aminu, der einen Pass direkt in die Hände von Beaubois spielt. Der Franzose passt nach vorne auf DeShawn Stevenson, der einen Dreier reinhaut. 92:88 Dallas.

46.: Barea auf dem Flügel mit dem Pass zu Dirk. Der täuscht einen Wurf an und passt in die Zone zu Brendan Haywood. Der Center hebt ab und zeigt einen krachenden Slam Dunk. Das Spiel ist gelaufen. 103:90 Dallas.

Der Star des Spiels: Corey Brewer. So hatte sich Mavs-Coach Rick Carlisle das wohl vorgestellt, als sein Team den Swingman für drei Jahre unter Vertrag nahm. In seinen ersten Partien für Dallas wirkte Brewer noch übermotiviert, dann durfte er einige Spiele lang gar nicht ran, und jetzt steht er plötzlich in der Starting Five. Mit Erfolg. Im ersten Viertel, als gar nichts ging, hielt er seine Mannschaft im Spiel, später dann führte er die Aufholjagd an. Neben seinem Scoring überzeugte er auch defensiv und empfahl sich somit für weitere Einsätze von Anfang an.

Der Flop des Spiels: Rodrigue Beaubois. Ganz schwache Partie des Franzosen, der als Vertreter von Jason Kidd einmal mehr bewies, dass er sich auf der Point-Guard-Position deutlich weniger wohl fühlt als auf der Zwei. In satten 25 Minuten gelang ihm kein einziger Punkt, sieben Würfe setzte er dabei daneben. Roddy agierte unauffällig und konnte bis auf ein paar Steals (3) nichts zählbares zur Partie beitragen. Entsprechend lief es für Dallas auch immer dann runder, wenn J.J. Barea den Spielmacher gab.

Analyse: Das erste Viertel machte einmal mehr deutlich, was bei Dallas aktuell nicht stimmt: Während die Mavs sich ausschließlich auf ihren Jumper aus der Dreier- beziehungsweise Mitteldistanz verließen, präsentierten sich die Clippers in der Offensive deutlich vielseitiger - Zug in die Zone, Pässe auf die starken Big Men Blake Griffin und DeAndre Jordan oder Sprungwürfe aus der Distanz - L.A. gelang fast alles.

Bei den Mavs hingegen wollten die Schüsse zu Beginn einfach nicht fallen. Entsprechend übel sah die Differenz bei den Wurfquoten aus: 67 Prozent für Los Angeles, gerade mal 27 für Dallas. Einzig durch einige unnötige Ballverluste schenkten die Clippers den Texanern Punkte.

Griffin war in der Zone erneut ein Biest, zog immer wieder trotz enger Deckung zum Ring, während die Mavs erfolglos versuchten, Offensivfouls zu ziehen. Seinem Jumper aus der Mitteldistanz schien der designierte Rookie of the Year allerdings nicht zu vertrauen - mehrfach setzte er zum Schuss an, zog dann aber einen Pass vor.

Im zweiten Viertel war deutlich zu erkennen, dass die Mavericks aus ihren Fehlern gelernt hatten: Fortan spielten sie deutlich häufiger nach innen, das Ergebnis: Zwischenzeitlich 12:4 Punkte in der Zone für Dallas. So konnten sie diesen Durchgang auch mit 28:19 für sich entscheiden.

Neben der verbesserten Wurfauswahl und Vielseitigkeit im Angriff war für Dallas vor allem auch die Help Defense Trumpf. So übten sie deutlich mehr Druck auf Griffin sowie die Outside Shooter um Eric Gordon aus. Daraus resultierten zahlreiche Fehlversuche der Clippers, deren Wurfquote letztlich auf 50 Prozent absackte.

Zudem fehlte L.A. in der zweiten Hälfte ihr vor allem in den ersten zwölf Minuten überragender Center DeAndre Jordan, der mit Foulproblemen auf der Bank schmorte. Ohne den Hünen mit den langen Armen fehlte die Defensivpräsenz in der Mitte, entsprechend konnte Dallas sich in der Zone deutlich freier austoben, ohne pausenlos Angst haben zu müssen, geblockt zu werden.

Im Schlussdurchgang kehrte Jordan auf das Parkett zurück, und mit ihm wurde auch L.A. wieder stärker. Vor allem Mo Williams spielte offensiv eine überragende zweite Hälfte. Letztlich machte die junge Mannschaft aber zu viele Fehler (21 Turnover, davon alleine vier in den letzten 5:18 Minuten), außerdem platzte bei Dallas' Flügelspielern der Knoten und auch die Dreier fielen endlich.

Auffällig war bei den Mavericks, dass Jason Terry, sonst häufig der X-Faktor in der finalen Phase, gerade mal acht Minuten spielen durfte und das komplette letzte Viertel auf der Bank verbrachte. Grund hierfür war, dass er zu Beginn des Zweiten Mitspieler Barea im Huddle anschnauzte, in der Folge verzichtete Coach Rick Carlisle auf seinen etatmäßigen Sixth Man.

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