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NBA Playoffs - 5 Fragen nach dem Aus der L.A. Clippers: Der wichtigste Sommer der Franchise-Geschichte

Von Gianluca Fraccalvieri
Sind die Clippers auf dem Sprung zu einem Topteam?

Sechs Spiele lang kämpften die L.A. Clippers in der ersten Runde der Playoffs gegen ein hochfavorisiertes Warriors-Team. Das Team von Coach Doc Rivers präsentierte sich überraschend stark und betrieb Eigenwerbung für die nächsten Jahre. Aber können die Clippers wirklich ein Topteam werden? SPOX beantwortet die wichtigsten Fragen.

Als achter Seed der Regular Season gingen die Clippers als ganz großer Underdog in die Playoff-Serie gegen den amtierenden Back-to-back-Champion aus Oakland. Die Golden State Warriors wollen in diesem Jahr den vielzitierten Threepeat perfekt machen und die Mannschaft von Doc Rivers sollte dabei eigentlich im Vorbeigehen beseitigt werden - am liebsten in vier Spielen.

Nach einem dominanten Spiel 1 in der Oracle Arena (121:104) sah auch alles danach aus, als würden Kevin Durant und Co. den Besen auspacken und die Clippers problemlos in den Urlaub schicken. Doch das Team aus der Stadt der Engel gab sich nicht auf und feierte in Spiel 2 ein historisches 31-Punkte-Comeback in der Festung der Warriors.

Patrick Beverly gelangte durch seine penetrante Defense, die oft am Rande des Erlaubten liegt, in den Kopf von Finals-MVP Kevin Durant, der sich dadurch zu einer unnötigen Privatfehde verleiten ließ, die ihn komplett aus dem Rhythmus brachte und schließlich ausfoulen ließ. Ohne KD auf dem Parkett übernahmen die Benchplayer der Clippers, allen voran Lou Williams und Montrezl Harrell, und erweckten plötzlich den Anschein, dass für das "bessere" Team aus L.A. gegen die Dubs vielleicht wirklich etwas zu holen sei.

Warriors vs. Clippers: Die Spiele in der Übersicht

TagDatumSpielHeimAuswärtsErgebnis
Sonntag14. April1Golden StateClippers121:104
Dienstag16. April2Golden StateClippers131:135
Freitag19. April3ClippersGolden State105:132
Sonntag21. April4ClippersGolden State105:113
Donnerstag25. April5Golden StateClippers121:129
Samstag27. April6ClippersGolden State110:129

Danach gab Durant jedoch sein jetzt schon legendäres "I am Kevin Durant, you know who I am"-Interview und schenkte den Clippers in den nächsten vier Spielen 38, 33, 45 und 50 Punke ein, inklusive der 38 Punkte in der ersten Halbezeit von Spiel 6, einer Quote von 57,3 Prozent aus dem Feld und 40,5 Prozent vom Perimeter. Gegen diese Dominanz waren die mutig kämpfenden Clippers schließlich machtlos.

Zwar konnte man noch einen zweiten Sieg in der Oracle Arena einfahren, sodass schon die ersten "Warriors blew a 3-1 lead"-Witze aufkamen, jedoch war L.A. im heimischen Staples Center zu schwach. Nur 106,7 Punkte bei einer Feldwurfquote von 39,6 Prozent legte Docs Team zu Hause auf, bei einem miserablen Plus-Minus-Rating von -18. Im Vergleich: Auswärts schoss die Quote auf 49,8 Prozent hoch, was in durchschnittlich 122,7 Punkten (!) pro Spiel resultierte!

Das Heimproblem der Clippers verdeutlichte sich am besten mit einem Blick auf die Stats der Bank-Stars. Auswärts war Sixth-Man-of-the-Year-Favorit Williams brandheißund schenkte GSW über drei Spiele durchschnittlich 31,3 Punkte ein (58,1 Prozent aus dem Feld, 50 Prozent Dreier) und servierte 10 Assits. In L.A. waren es nur magere 12 Punkte pro Spiel (21,4 Prozent aus dem Feld, 20 Prozent Dreier) und 5,3 Assists. Gleiches galt für Harrell (Auswärts 25 Punkte im Schnitt, im Staples Center 11,7).

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