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NBA Spielbericht: Blowout! Mavs siegen auswärts mit Franchiserekord

Luka Doncic verbuchte gegen die Charlotte Hornets erneut ein Double-Double.

Die Dallas Mavericks haben nach neun Auswärtsniederlagen in Serie mal wieder in der Fremde gewonnen. Bei den Charlotte Hornets feierte das Team um Dirk Nowitzki und Luka Doncic einen souveränen 128:84-Erfolg (BOXSCORE). Der Grundstein dafür wurde früh gelegt, als die Mavs mit zehn verwandelten Dreiern im ersten Viertel einen neuen Franchise-Rekord aufstellten.

Die Hornets gingen angeschlagen in die Partie, mit Jeremy Lamb (Oberschenkel) und Cody Zeller (Hand) fehlten gleich zwei Starter. Für die beiden Verletzten begannen Rookie Devonte' Graham und Willy Hernangomez, bei den Mavs gab es dagegen keine Veränderungen.

Dallas feuerte früh aus allen Rohren, die ersten vier Field Goals waren allesamt Dreier, während Charlotte durch Kemba Walker früh die Löcher in der Defense der Texaner fand. Auf der anderen Seite überzeugte mit Dennis Smith ein Heimkehrer, der bei den ersten 19 Mavs-Zählern die Finger im Spiel hatte.

Doch die Gäste verteidigten nun auch besser und etablierten mit dem weiter heißen Shooting eine zweistellige Führung. Im ersten Viertel versenkte Dallas insgesamt 10 Dreier (!) und auch zu Beginn des zweiten Abschnitts ging es so weiter, als Dirk Nowitzki bereits seinen zweiten Distanzwurf netzte (26:47). Doch es war nun die Defense, welche Dallas einen konstanten 20-Punkte-Vorsprung garantierte. Aus dem Publikum waren Buh-Rufe zu vernehmen, als die Hornets mit einem 41:65-Rückstand in die Kabine gingen.

Dallas Mavericks feiern souveränen Auswärtssieg in Charlotte

Nach dem Wechsel attackierten die Gäste vermehrt die Zone, zogen jede Menge Fouls (Harrison Barnes!) und generierten so leichte Punkte. Charlotte bekam keinerlei Momentum und konnte den Rückstand nicht eindampfen. Als Luka Doncic dann Mitte des Viertels in Transition einen weiten Lob zu DeAndre Jordan schmiss, konnte sich auch der Slowene aufgrund der hohen Führung ein Lächeln nicht mehr verkneifen (82:50).

Die Partie war früh entschieden und so tummelten sich im vierten Viertel zahlreiche Reservisten auf dem Feld. Die Mavs trafen wieder einige Dreier und schraubten den Vorsprung immer weiter in die Höhe. Die Hornets-Fans hatten da schon eine andere Beschäftigung. 'We want Dirk' schallte es durch die Arena, der 40-Jährige kehrte aber nicht mehr auf das Feld zurück.

Doncic (18 Punkte, 7/16 FG, 10 Rebounds) verbuchte für die Mavs ein Double-Double, dazu waren Smith (18, 6/10) und Barnes (17) die besten Scorer der Gäste. Dirk Nowitzki spielte nur knapp sieben Minuten in der ersten Halbzeit und kam auf 6 Zähler (2/4 FG) sowie 2 Rebounds. Maxi Kleber bekam lediglich im bedeutungslosen Schlussabschnitt Spielzeit, nutzte diese aber zu zwei Dreiern und einem Poster-Dunk (dazu 4 Rebounds, 1 Assist, 1 Steal). Für Charlotte reichten Walker 11 Zähler für die Ehren des Topscorers.

Die wichtigsten Statistiken

Charlotte Hornets (18-19) vs. Dallas Mavericks (18-19) 84:122 (BOXSCORE)

  • Dallas ist bekannt als ein Team, welches viele Dreier nimmt, doch in der Anfangsphase trieb die Carlisle-Truppe es auf die Spitze. Die ersten neun Versuche auf den gegnerischen Korb waren ausschließlich Dreier, erst der zehnte Versuch, ein verfehlter Tip-In von Doncic, war der erste Zweier des Spiels.
  • Aber wer trifft, hat bekanntlich auch Recht. Alleine im ersten Viertel versenkten die Mavs 10 Dreier bei gerade einmal 17 Versuchen, was einen Franchise-Rekord für Dreier in einem Abschnitt für die Texaner darstellte. Danach kühlten die Gäste aber ein wenig ab, im folgenden Viertel betrug die Quote von Downtown nur noch 10 Prozent (1/10). Am Ende waren es dennoch sehr respektable 40 Prozent (18/45),
  • Es war die Defense der Mavs, die für klare Verhältnisse sorgte. Nachdem Charlotte gut begann, gelang den Gastgebern nicht mehr viel. Zur Pause hatten die Hornets gerade einmal 35,4 Prozent ihrer Versuche getroffen. Das wurde auch nach der Pause nicht besser, erst recht nicht mit den Reservisten.
  • Für Dallas war es der vierthöchste Auswärtssieg in ihrer Franchisegeschichte. Im Jahr 2010 siegten die Mavs einmal mit 50 Punkten Abstand in New York bei den Knicks (128:78).
  • Charlotte bleibt ein Lieblingsgegner für Nowitzki - auch mit inzwischen 40 Jahren. Dirkules versenkte zwei Dreier in der ersten Halbzeit und war damit am großen Run nicht unbeteiligt. Nowitzki steht nun bei 21-4 gegen die Charlotte Hornets/Bobcats in seiner kompletten Karriere.

Charlotte Hornets vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen zum Spiel

Rick Carisle (Head Coach Mavs) über Smith Jr.: "Er war aggressiv, hat seine langen Würfe getroffen und auch penetriert. Mir hat es auch gefallen, dass er es Walker heute sehr schwer gemacht hat."

Kemba Walker (Charlotte Hornets): "Sie haben uns heute richtig vermöbelt und uns über 48 Minuten hergespielt."

Der Star des Spiels

Dennis Smith Jr. Gelungene Rückkehr nach North Carolina für den Mavs-Spielmacher, der in seiner College-Zeit für North Carolina State auflief. Und diesmal trat der Über-Athlet tatsächlich wie ein echter Spielgestalter auf. Einerseits fiel sein Wurf natürlich exzellent, doch seine Übersicht konnte DSJ vor allem im ersten Viertel mit einigen netten Kickout-Pässen (7 Assists) ebenfalls unter Beweis stellen.

Der Flop des Spiels

Kemba Walker. Zugegeben, der Star der Hornets war gewissermaßen auf sich alleine gestellt, da neben den bereits verletzten Lamb und Zeller im ersten Viertel sich auch noch Malik Monk mit einer Knöchelstauchung abmeldete. Dennoch hätte es letztlich ein bisschen mehr als 4/14 aus dem Feld (0/5 Dreier) sein können. Teilweise ließ Walker auch einfache Punkte am Ring liegen, was diesen sichtlich frustierte. Dass sich der Point Guard im dritten Viertel ein T aus Frust abholte, war nur folgerichtig.

Coaching Move des Spiels

Ein großes Thema war in den vergangenen Wochen, wie Dirk Nowitzki in der Defense am besten versteckt werden kann. In der ersten Halbzeit versuchten es die Mavs mit einer 2-3-Zone, die Charlotte vor schier unlösbare Probleme stellte. Vor allem ohne Walker und Batum fehlte es an Kreativität, weswegen die Offense der Gastgeber stagnierte. Über Minuten erzielten die Hornets keine Punkte, so dass die Gäste aus Texas ihren großen Run hinlegten.

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