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NBA

Dallas chancenlos – Harden versenkt die Mavs!

Von Philipp Jakob
James Harden führt die Houston Rockets zum Blowout-Sieg gegen die Mavericks

Die Dallas Mavericks (0-3) erwischten einen rabenschwarzen Abend und gingen beim Heimauftakt der Houston Rockets (3-0) mit 107:91 (BOXSCORE) unter. Angeführt von James Harden zerlegten die Rockets die Defense der Mavs nach allen Regeln der Kunst. Dirk Nowitzki enttäuschte, Maxi Kleber gab sein NBA-Debüt.

Schon die ersten Minuten der Partie machten deutlich, was an diesem Abend auf die Mavericks zukommen wird - und vor allem, dass es Dallas gegen James Harden und Co. extrem schwer haben wird. Gegen das Small-Ball-Lineup der Mavs mit Dirk Nowitzki als Center und Harrison Barnes auf der Vier reagierten die Rockets mit zahlreichen Drives zum Korb. Da Dallas in dieser Formation ein echter Ringbeschützer fehlte, hatte Houston dort leichtes Spiel.

Mit einem 11:0-Lauf legten die Rockets schon früh im ersten Viertel den Grundstein für den insgesamt ungefährdeten Blowout-Sieg gegen den Rivalen aus Texas. Dallas hatte im Grunde zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance. So lag Houston bereits am Ende des ersten Abschnitts mit 13 Zählern in Front, zur Halbzeit waren es 23 Punkte. Im weiteren Spielverlauf erhöhten die Gastgeber ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich 36 Punkte. Dallas war nicht in der Lage, offensiv in einen Rhythmus zu kommen und eigene Läufe zu starten.

Die Partie war dementsprechend bereits zur Halbzeit entschieden. Überragender Mann war dabei James Harden. Der Guard führte sein Team mit 29 Punkten und 7 Assists (dazu 5 Turnover) zum wohlverdienten Sieg. Der für den verletzten Chris Paul startende Eric Gordon steuerte 18 Zähler bei, Clint Capela legte ein Double-Double auf (13 Punkte, 10 Rebounds).

Auf Seiten der Mavericks fehlten erneut Dennis Smith Jr. (Schwellung am Knie) sowie Devin Harris, der vor wenigen Tagen seinen Bruder bei einem Autounfall verlor. Ohne die beiden Guards lief offensiv überhaupt nichts zusammen. Dirk Nowitzki erwischte einen rabenschwarzen Abend (2 Punkte, 5 Rebounds, 1/8 FG), Harrison Barnes kam zwar auf 14 Punkte, benötigte dafür allerdings auch 17 Würfe (5/17 FG). Einzig J.J. Barea wehrte sich mit 17 Zählern (7/13 FG) und 5 Rebounds. An Houstons Überlegenheit änderte das aber nichts. Immerhin feierte Maxi Kleber in der Garbage Time sein NBA-Debüt und kam in 12 Minuten auf 5 Punkte (2/3 FG), 1 Rebound, 1 Assist sowie 1 Steal.

Houston Rockets vs. Dallas Mavericks: Die wichtigsten Statistiken

  • Wie dominant die Rockets in der gegnerischen Zone auftraten, zeigt eine Statistik besonders eindrucksvoll. Allein in den ersten zwölf Minuten erzielten Harden und Co. 22 ihrer insgesamt 33 Zähler in unmittelbarer Korbnähe. Dallas kam im gleichen Zeitraum auf 8 Punkte in der Zone. Die Rockets nutzten den fehlenden Ringbeschützer auf Seiten der Mavs durch zahlreiche Drives oder Pick-and-Rolls hervorragend aus. Am Ende hatte Houston 50 points in the paint vorzuweisen (Dallas: 30).
  • So gut es für die Rockets unterm Korb lief, so sehr hatten sie zu Beginn der Partie mit ihren Distanzwürfen zu kämpfen. Anders als von den Texanern gewohnt, schoss Houston von Downtown eine Fahrkarte nach der anderen. Im Laufe der Partie fand zumindest Harden (6/13 Dreier) seinen Rhythmus. Die Rockets versenkten dennoch nur 23,4 Prozent der Versuche aus der Distanz (11/47).
  • Die Mavericks erlebten in jeglicher Hinsicht einen Abend zum Vergessen. Ganz abgesehen von der schlechten Defense, die Houston viele Freiheiten erlaubte, lief es auch am anderen Ende des Courts nicht wirklich berauschend. Dallas traf gerade einmal 36,9 Prozent der Feldwurfversuche - wobei diese Statistik in der Garbage Time sogar noch etwas geschönt wurde. Zudem gaben die Mavs insgesamt 15 Mal den Spalding aus der Hand.

Rockets vs. Mavs: Hier geht's zum BOXSCORE!

Houston Rockets vs. Dallas Mavericks: Die Stimmen zum Spiel

James Harden (Rockets): "Wir waren von Beginn an defensiv bei der Sache und in der Offense haben wir unsere Würfe getroffen. Das ist unser Spielmodell."

Wes Matthews (Mavericks) über das Rebounding: "Es gibt keine Entschuldigung. Wir müssen uns die Bälle holen. Keiner kommt durch die Tür gelaufen und wird für uns in Zukunft 25 Rebounds pro Partie sammeln. Wir müssen das über das Kollektiv machen. So einfach ist es."

Der Star des Spiels

James Harden. Natürlich wusste auch "The Beard" die Schwächen in der Mavs-Defense mit unwiderstehlichen Drives zum Korb hervorragend auszunutzen. Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen lief es für den 28-Jährigen aber auch von Downtown. Gegen Harden fand Dallas an diesem Abend absolut kein Mittel.

Der Flop des Spiels

Dirk Nowitzki. Dass die Defense nicht unbedingt das Aushängeschild des Deutschen ist, dürfte bekannt sein. Falls nicht, weiß spätestens nach dieser Partie jeder Bescheid. Gegen Houston fand Nowitzki allerdings auch offensiv überhaupt nicht statt. Obwohl Dallas bemüht war, den großen Blonden früh im Spiel in die Offense einzubinden, wollte der Wurf schlicht nicht fallen. Bei Dirk - wie auch beim gesamten Team - war heute einfach der Wurm drin.

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Coaching Move des Spiels

Neben der offensichtlichen - und höchst effizienten - Ansage, die Zone der Mavericks aggressiv zu attackieren, fand Rockets-Coach Mike D'Antoni auch in der Defense die richtigen Mittel gegen Dallas. Die Gastgeber switchten jedes Pick & Roll der Mavs, was Dallas das Leben extrem schwer machte. Oftmals endeten die Angriffsversuche der Mavericks in One-on-Ones und Verzweiflungswürfen. Zudem sammelten die Rockets dank ihrer aggressiven Defense 12 Steals.

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