Golden State Warriors - Houston Rockets 127:132

Harden entscheidet OT-Schlacht in Oakland

Freitag, 02.12.2016 | 08:17 Uhr
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Die Houston Rockets (12-7) haben ein spektakuläres Spiel gegen die Golden State Warriors (16-3) mit 132:127 für sich entschieden (BOXSCORE). Die Entscheidung fiel erst in der zweiten Verlängerung. Stephen Curry musste früher vom Parkett, James Harden überragte mit einem Triple-Double.

In einer wilden Offensiv-Schlacht wurde den Fans einiges geboten - und zwar über einen Zeitraum von dreieinhalb Stunden. Denn die Entscheidung fiel erst nach zwei Verlängerungen.

James Harden überragte mit einem Triple-Double aus 29 Punkten, 15 Rebounds und 13 Assists, Ryan Anderson steuerte ebenfalls 29 Zähler bei.

Die zwölf Spiele andauernde Siegesserie der Dubs ist damit beendet. Kevin Durant kam zwar auf 39 Punkte und 13 Rebounds, traf in den Verlängerungen aber schlechte Wurfentscheidungen (12/28 FG). Stephen Curry kam auf 28 Zähler (4/13 3FG), musste das Feld aber frühzeitig mit sechs Fouls räumen.

Einen neuen Rekord gab es ebenfalls zu bestaunen: Noch nie wurden in einem SPiel 88 Dreier abgefeuert.

Die Reaktionen:

Patrick Beverley (Rockets): "Das war ein Statement-Sieg, der gezeigt hat, dass wir mit den besten Teams der Liga mithalten können."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Teams schickten ihre etablierte Starting Five aufs Parkett. Bei den Warriors waren das Curry, Thompson, Durant, Green und Pachulia. Die Rockets stellten Harden, Beverley, Ariza, Anderson und Capela dagegen.

1. Viertel: Die Dubs standen nach wenigen Minuten bei 0/4 von Downtown, während die Rockets schnell im Rhythmus waren und flugs mit 14:4 führten. Eine Kerr-Auszeit brachte die Hausherren aber wieder in die Spur. Dank energischer Drives von Green und Durant war die Führung plötzlich auf der anderen Seite. Kein Wunder, dass die Fans in der Oracle Arena schnell aus dem Häuschen waren, denn es bahnte sich das erwartete Offensivspektakel an: 32:30 Houston.

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2. Viertel: Es wurde kurzzeitig etwas "klassischer" mit weniger Dreiern und mehr Drives, die auf beiden Seiten in Dreipunktspielen endeten (Durant und Gordon). Das änderte sich allerdings, als Curry zurück aufs Parkett kam und als Spielleiter auf die Tube drückte. Der Spaß war aber nur von kurzer Dauer, da er sein drittes Foul kassierte und deshalb wieder auf der Bank Platz nahm. Green und Kerr waren mit den Refs unzufrieden und kassierten jeweils ein T. 64:59 für die Rockets.

3. Viertel: Ein Dreier vom Bart ließ den Rockets-Vorsprung zweistellig werden. Anschließend beendete KD eine Durstrecke seines Teams von 5 Minuten ohne Field Goal, kurze Zeit später legte Curry mit einem spektakulären Layup nach (71:76). Die Menge wartete sehnsüchtig auf den fast schon obligatorischen Run - doch diesen verhinderten die Gäste mit einzelnen Nadelstichen, wodurch sie ihre Führung ins Schlussviertel mitnehmen konnten: 86:82.

4. Viertel: Ein harter And-one-Dunk von Harrell sorgte erst einmal wieder für Ruhe. Das änderte sich, als Green einen Dreier zum 92:97 traf und Curry mit zwei Freiwürfen nachlegte. Dekker und Steph duellierten sich mit erfolgreichen Dreiern - die Crunchtime begann mit einem Score von 100:100 vielversprechend. Ein Dunk von KD konterte einen wilden Dreier von Gordon, doch Anderson jagte zwei weiterer Triples durch die Reuse (109:111). Durant glich von der Linie aus, foulte aber auf der anderen Seite Anderson bei 22 verbleibenden Sekunden. Der behielt die Nerven (111:113). Doch das Spielchen ging weiter: Durant wurde von Beverley beim Wurf gefoult und glich von der Linie erneut aus. So hatten die Rockets den letzten Angriff. Wenig überraschend wurde Harden isoliert, doch er setzte den Stepback-Dreier auf den Ring. So ging es mit 113:113 in die Overtime!

Overtime: Curry übernahm mit einem And-one und einem Dreier, fiel auf der anderen Seite aber auf einen Dreier-Fake von Harden herein. Es war Currys fünftes Foul. Bei einer Dreipunkteführung ließen die Dubs mehrmals eine kleine Vorentscheidung liegen, sodass Gordon von draußen - mal wieder - ausglich. Durch einen Turnover der Rockets bekamen diesmal die Warriors den letzten Wurf bei 2,5 Sekunden. Doch auch Durant vergab den Gamewinner!

2. Overtime: Bei 3:25 Minuten auf der Uhr beging Curry ein Offensiv-Foul und war damit raus. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Punkte in der zweiten OT gefallen. Das änderte Harden aber mit einem Dreier. Green wechselte sich nach einem umstrittenen Call mit Harden an der Charity Stripe ab (124:128). Da die Dubs nach einem Gordon-Runner nichts mehr auf die Kette bekamen, war das die Vorentscheidung! Die Rockets siegten mit 132:127.

Warriors vs Hornets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: James Harden. Man hat sicherlich schon stärkere Scoring-Performances vom Bart gesehen (2/11 3FG), doch das Gesamtpaket stimmte mal wieder. Sein Playmaking - auch gegen Double-Teams - war meist herausragend, zudem verwandelte er in den entscheidenden Momenten seine Freiwürfe und einen eiskalten Dreier in der zweiten Overtime. Und: Es waren sogar ein paar wichtige Defensiv-Plays dabei!

Der Flop des Spiels: Klay Thompson. 4/20 Treffer aus dem Feld sind schon eine Ansage. Er ließ sich viel zu oft zu hektischen Abschlüssen verleiten, die entsprechend endeten. Auch seine Defense hatte nicht die gewohnte Qualität.

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Das fiel auf:

  • Es wurde ein Shootout erwartet - und es wurde ein Shootout! Besonders in den Anfangsminuten. Daran musste sich offenbar auch die TV-Regie gewöhnen, die dem schnellen Auf und Ab teilweise nicht folgen konnte. Eine einstellige Zahl auf der Shotclock? Gab es praktisch nie.
  • Die Warriors brachten das Kunststück fertig, zur Halbzeit eine 54-prozentige Wurfquote auf dem Konto zu haben und trotzdem hinten zu liegen. Das lag zum einen daran, dass sie sich immer wieder zu Fouls hinreißen ließen, die die Rockets in einfache Punkte ummünzten und zum anderen an der Fahrlässigkeit beim Rebound. Bereits 7 offensive Boards hatten die Gäste zur Halbzeit gesammelt - und die Warriors noch keinen.
  • Als die Warriors im dritten Viertel mit 10 Zählern ins Hintertreffen gerieten, reagierte Kerr mit einem sehr defensivstarken Lineup. Curry, Thompson, Green, Iguodala und McAdoo standen auf dem Parkett - eine sehr ungewöhnliche Kombination. Sie hatte aber Erfolg: Mit klugen Double-Teams gegen Harden wurde dieser gezwungen, den Ball abzugeben oder über seine schwächere rechte Seite zu attackieren.
  • Als die Warriors in der Schlussphase der zweiten OT dringend Punkte benötigt hätten, fiel ihnen nichts Besseres ein, als simple Isolations zu laufen und die Shotclock dadurch unnötig runterzuspielen. Die Folge: Verzweiflungswürfe über eine enge Defense. Das machten die Rockets über weite Strecken der XXL-Crunchtime besser.

Der Spielplan im Überblick

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