Cleveland Cavaliers - Los Angeles Clippers 94:113

Blowout! Clippers überrollen den Champion

Freitag, 02.12.2016 | 04:53 Uhr
Chris Paul trug einen wichtigen Anteil zum Auswärtssieg bei
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Die Los Angeles Clippers (15-5) haben das Ost-West-Topspiel bei den Cleveland Cavaliers (13-4) mit 113:94 gewonnen (BOXSCORE). Nachdem die erste Halbzeit noch ausgeglichen verlief, entschied das dritte Viertel, in dem der Champion völlig von der Rolle war, die Partie zu Gunsten der Gäste.

Mit 27:15 ging der besagte Durchgang an die Clips, bei denen der zuletzt geschonte Blake Griffin (13 Punkte, 11 Assists, 5 Rebounds) ein gutes Spiel machte. Zusammen mit Chris Paul (16 Punkte, 9 Assists) und J.J. Redick (23 Punkte, 9/13 FG) war er der Garant für den Auswärtserfolg. Damit wurde der Negativlauf von drei Niederlagen in Serie gestoppt.

Bei den Cavaliers erwischte LeBron James einen durchwachsenen Abend und erzielte 16 Punkte (4/15 FG) und 5 Assists bei 5 Ballverlusten, Kyrie Irving kam auf 28 Zähler. J.R. Smith spielte derweil unterirdisch (3 Punkte, 5 Fouls).

Die Reaktionen:

LeBron James (Cavaliers): "Das waren jetzt zwei grausame Spiele von uns. Das müssen wir jetzt schnell reparieren."

Doc Rivers (Head Coach Clippers): "So, wie wir uns heute präsentiert haben, sind wir wirklich. Was toll war: Chris Paul kam in Foul-Probleme, doch wir haben unsere Führung trotzdem ausgebaut."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Keine Überraschungen auf beiden Seiten: Die Cavs starteten mit Irving, Smith, James, Love und Thompson. Bei den Clippers kehrte Griffin zurück ins Lineup und bildete zusammen mit Paul, Redick, Mbah a Moute und Jordan die Starting Five.

1. Viertel: Ein ganz wilder Dreier von Smith eröffnete den Abend standesgemäß. Für die Clips erzielte Redick die ersten 7 Punkte, ehe auch Griffin einen Jumper traf (9:9). Der Rückkehrer war anschließend der Mittelpunkt der Clippers-Offense, nahezu jeder Angriff lief über ihn. Das änderte sich mit der Hereinnahme von Crawford, der wie gewohnt ein paar Isolation-Plays bekam. Die Cavs-Angriffe liefen aber flüssiger: 28:24 Cleveland.

2. Viertel: LeBron attackierte mehrfach aus dem Pick-and-Roll den Korb und erzwang mit seiner Physis Abschlüsse. Da ansonsten aber keine Scorer auf dem Feld standen, hatten die Clippers das gut im Griff - blieben aber vorne ideenlos. Als dann nach und nach die restlichen Starter wieder aufs Feld trudelten, wurde es prompt schneller. Ein Steal mit anschließendem Windmill-Dunk von LeBron sorgte für das vorläufige Highlight. Die Führung nahmen aber die Gäste dank eines heiß gelaufenen Redicks mit in die Pause: 58:50 Clippers.

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3. Viertel: Die Cavs starteten desolat in die zweite Halbzeit und luden die Clippers zu schnellen, freien Punkten ein. So stand plötzlich ein 50:66 auf dem Scoreboard, auch eine Auszeit von Lue half da nicht weiter. Im Gegenteil: Sein Team machte weiterhin Fehler und ließ auch noch viele zweite Chancen zu. L.A. bestrafte dies eiskalt und traf nahezu jeden freien Wurf. Da in dieser Phase auch James Probleme hatte, wuchs der Vorsprung für die Gäste stetig an. 85:65 L.A.

4. Viertel: Die Cavs probierten es noch einmal mit einer kleinen Aufstellung, doch die Gäste verwalteten ihren Vorsprung geschickt, indem sie das Tempo drosselten. Dass LeBron gar nicht mehr zurück aufs Parkett kam, war ein Indiz dafür, dass Lue nicht mehr an das Mega-Coemback glaubte. Am Ende ertönte die Schlussirene beim Stand von 113:94 für die Clippers.

Cavaliers vs. Clippers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Blake Griffin. Nachdem er gegen die Nets geschont wurde, meldete er sich mit einer All-Around-Leistung zurück. Er war der Mittelpunkt der Offense, ohne irgendetwas zu erzwingen. CP3 konnte seinem Kollegen das Playmaking größtenteils überlassen. Ebenfalls stark: J.J. Redick.

Der Flop des Spiels: J.R. Smith. Sein spektakulärer Dreier zum Auftakt des Spiels blieb sein einziges Erfolgserlebnis. Defensiv war er gegen Redick oder Paul heillos überfordert oder unmotiviert. Lue bezeichnete ihn vor der Partie als "Emotional Leader". Dieser Rolle wurde er an diesem Abend nicht gerecht.

Das fiel auf:

  • Die Clippers wollten in der Anfangsphase hauptsächlich über Isolationen für Griffin zum Erfolg kommen. Dieser wurde zunächst von Thompson verteidigt, während Love gegen den ungefährlichen Jordan gestellt wurde. TT gelang es dann auch, seinen Kontrahenten aus der Zone herauszuhalten - bekam dann aber ein Foul gepfiffen. Deshalb übernahm dann doch für ein paar Sequenzen Love den Job, hatte aber die erwarteten Probleme.
  • Apropos Griffin: Der Power Forward glänzte mal wieder als Playmaker. In vielen Phasen gab Paul den Spalding sehr früh ab und fungierte als Spot-up-Schütze, während Blake vom Key oder aus dem Post den Laden schmiss. Bei Double-Teams fand dieser den freien Mann (11 Assists), bei Mismatches suchte er den Abschluss. Darauf hatten die Cavs keine Antwort.
  • Wenig überraschend knüpfte sich Mbah a Moute in der Defensive James vor. Gänzlich ausschalten konnte er den König natürlich nicht, trotzdem machte er einen starken Job: Er ließ sich so gut wie nie komplett im Eins-gegen-Eins schlagen und erlaubte entsprechend keine einfachen Abschlüsse. Es war auch ihm zu verdanken, dass LeBron am Ende 5 Ballverluste und eine mäßige Wurfquote (5/14 FG) auf dem Konto hatte.
  • Die Cavs haben zwei altbekannte Baustellen. Nummer eins: Die Backup-Situation auf der Aufbauposition. Rookie Kay Felder war keine Entlastung für James oder Irving als Ballhandler und traf schwache Entscheidungen. So hing viel zu viel von den Stars ab - zumal Smith ein Totalausfall war. Nummer zwei: Die Tiefe im Frontcourt. Die Clippers gewannen das Rebound-Duell mit 47:36, wobei vor allem die zahlreichen offensiven Boards im dritten Viertel spielentscheidend waren. Lue hatte keine Möglichkeit, darauf mit einer Lineup-Anpassung zu reagieren.

Der Spielplan im Überblick

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