Sonntag, 13.11.2016

NBA-Schlaglichter

Historie in Kanada! DeRozan glänzt gegen Knicks

Toronto erlebt beim Erfolg gegen die Knicks gleich in doppelter Hinsicht einen geschichtsträchtigen Abend, bei den Pelicans erweckt Davis Mitleid, während die beiden Teams aus Los Angeles weiter durch die Liga marschieren. Und: Die Spurs rächen sich im zweiten Texas-Derby an Harden und den Rockets.

New Orleans Pelicans (1-9) - Los Angeles Lakers (6-4) 99:126 (BOXSCORE)

So ein wenig dürfte man in New Orleans gehofft haben nach dem Sieg gegen die Bucks, dem ersten Erfolg der Saison. Man dürfte gehofft haben, dass auch zuhause die Niederlagenserie endlich reißt, dass Anthony Davis endlich dauerhaft die dringend benötigte Unterstützung erhalten würde. Dann lief es gegen die Lakers aber so wie so oft in dieser Saison.

Davis dominierte, Davis kämpfte. 34 Punkte (13/26 FG), 8 Rebounds und 2 Blocks legte der Big Man der Pelicans am Ende auf. Und er hielt sein Team damit lange im Spiel. 63:62 stand es für die Lakers, als Davis sich im dritten Viertel verletzte und in die Kabine musste. Was dann folgte, war ein Beweis dafür, wie schlecht es um die restlichen Pelicans bestellt ist, denn ohne Davis ließ New Orleans auf der Stelle in nur vier Minuten einen 0:14-Run zu.

Als Davis trotz Schmerzen wieder aufs Feld zurückkam, war das Spiel schon gelaufen. Die Lakers machten aus dem Match vielmehr noch einen bitteren Blowout für die Gastgeber, sie trafen 16 ihrer 30 Distanzwürfe und hatten gegen eine kaum vorhandene Pelicans-Defense eine Feldwurfquote von 55,3 Prozent, wobei vor allem die Second Unit beeindruckte.

Lou Williams (21 Punkte, 9/15 FG) und Jordan Clarkson (23 Punkte, 8/12 FG) unterstützten Spielmacher D'Angelo Russell (22 Punkte, 6 Assists) tatkräftig von der Bank. Bei den Pelicans überzeugte neben Davis lediglich Rookie Buddy Hield mit 18 Punkten (8/13). Head Coach Alvin Gentry meinte nach dem Spiel nur: "Anthony ist nicht glücklich mit der Situation, niemand ist glücklich damit. Es ist sehr, sehr frustrierend."

Indiana Pacers (4-6) - Boston Celtics (5-4) 99:105 (BOXSCORE)

Die warnenden Worte von Isaiah Thomas scheinen weiter zu wirken. Immerhin fuhren die Celtics ihren zweiten Sieg in Folge an, seitdem der Spielmacher die fehlende Einstellung seines Teams anprangerte. Wie schon einen Tag zuvor gegen die Knicks war es vor allem Thomas selbst, der für den erneuten Erfolg sorgte.

Während es anfangs äußerst bescheiden für den kleinen Point Guard lief und er in den ersten 34 Minuten nur vier Punkte bei schwachen Quoten auflegte, drehte er am Schluss auf und führte Boston mit 12 Punkten im letzten Viertel zum Sieg. Am Ende standen 23 Zähler (4/13 FG, 14/15 FT) für Thomas, der sich spät im Spiel am linken Mittelfinger verletzte, kurz darauf aber bereits Entwarnung erhielt.

Indiana konnte gerade am Ende den Ausfall von Superstar Paul George, der sich bei der Overtime-Pleite in der vorigen Nacht gegen die Sixers am Knöchel verletzt hatte, nicht kompensieren. So gestalteten die Pacers das Spiel vor allem dank der Zonenpräsenz von Myles Turner (17 Punkte, 8 Rebounds, 4 Steals, 3 Blocks) lange offen, in der Crunchtime fehlte allerdings der entscheidende Mann.

Am Ende stand die erste Heimniederlage der strauchelnden Pacers, bei denen dieses Mal Jeff Teague mit 20 Zählern (4/15 FG) bester Punktesammler war. Bei Boston überzeugte neben Thomas vor allem James Young mit 13 Punkten (5/6 FG) von der Bank.

Toronto Raptors (7-2) - New York Knicks (3-6) 118:107 (BOXSCORE)

Als DeMar DeRozan in der Schlussphase wieder einmal an die Freiwurflinie wanderte, um das lange Zeit hart umkämpfte Match gegen die Knicks langsam zu entscheiden, wurde es laut in Kanada. Etliche "MVP"-Rufe schallten durch die Arena. Wenig verwunderlich, denn DeRozan war mit 33 Punkten (11/23 FG) wieder einmal Topscorer beim siebten Sieg der Raptors, die anlässlich des 70. Geburtstags der Franchise in historischen Huskies-Jerseys antraten.

Geschichtsträchtig tritt auch DeRozan mittlerweile auf. In acht von neun Saisonspielen hat der derzeitige NBA-Topscorer nun mindestens 30 Punkte aufgelegt, womit er sich in prominenter Gesellschaft befindet. Einen derartigen Start legten in den letzten 50 Jahren nur drei Spieler hin: Tiny Archibald, World B. Free und ein gewisser Michael Jordan.

Der vierte Raptors-Sieg in Folge war allerdings lange Zeit fraglich. Die Knicks hielten trotz ihres Back-to-Back-Games lange dagegen, erst am Ende fehlten die Körner. So ging es mit einem 85:85 ins Schlussviertel, wo New York schließlich die Körner ausgingen. Zuvor hatten sich vor allem Carmelo Anthony (31 Punkte, 10/21 FG) und Kristaps Porzingis (21 Punkte, 9/16 FG) der DeRozan-Show entgegengesetzt.

Schlussendlich leisteten sich die Knicks zu viele Ballverluste (16:11 Turnover), weswegen auch die beeindruckende Reboundarbeit von Joakim Noah (18 Boards, 8 Offensivrebounds) zwecklos war. Coach Hornacek blieb positiv und meinte: "Wir hatten bis zum Schluss eine Chance. Das ist alles, was man auswärts verlangen kann."

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