Dallas Mavericks - Denver Nuggets 122:116 OT

Mavs feiern OT-Sieg dank Comeback

Von Martin Gödderz
Samstag, 27.02.2016 | 05:52 Uhr
Dirk Nowitzki (r.) war mit 20 Punkten zweitbester Scorer bei den Mavericks
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Was für ein unfassbarer Thriller in Dallas! Die Dallas Mavericks (31-28) beginnen fürchterlich und zeigen anfangs ihren vielleicht schlechtesten Basketball der Saison, dann starten sie allerdings das riesige Comeback gegen die Denver Nuggets (23-36). Am Schluss wird schließlich Raymond Felton zum Held und führt sein Team zum 122:116-Erfolg (BOXSCORE).

Bereits zum zehnten Mal in dieser Saison mussten die Mavericks in die Overtime, so häufig wie kein anderes NBA-Team. Dass sie überhaupt in die Verlängerung kamen, grenzte an ein Wunder. Doch nach einer gruseligen ersten Hälfte und einem 23-Punkte-Rückstand kämpfte sich Dallas zum Comeback.

Die Geschichte des Sieges hat dabei viele Gesichter. Dirk Nowitzki, der mit 20 Punkten (10/21 FG) und 13 Rebounds auf ein Double-Double kam, hielt seine Mannschaft in der ersten Hälfte am Leben, Chandler Parsons war mit 27 Punkten (10/17 FG) Topscorer und sorgte mit schnellen Dreiern für die Aufholjagd im dritten Viertel.

David Lee gehörte in seinem zweiten Spiel für Dallas mit 14 Punkten (6/10 FG) und 14 Rebounds zu den besten Spielern auf dem Feld und Wesley Matthews (17 Punkte, 4/7 Dreier) traf einige enorm wichtige Distanzwürfe. Schließlich war es aber Raymon Felton (16 Punkte, 7/12 FG, 6 Assists), der mit 8 Punkten in der Overtime den Sieg brachte.

Die Nuggets mussten nicht nur die Niederlage, sondern auch den schmerzlichen Verlust von Danilo Gallinari (12 Punkte, 4/11 FG) verkraften. Der Italiener knickte Ende des dritten Viertels unglücklich um und kam nicht mehr aufs Feld zurück. Dafür sprangen seine Teamkollegen ein. Mit Will Barton (22 Punkte, 9 Rebounds), Kenneth Faried (20 Punkte, 12 Rebounds) und D.J. Augustin (20 Punkte, 7/14 FG) kamen gleich drei Spieler auf mindestens 20 Zähler.

Die Reaktionen:

Raymond Felton (Mavericks): "Ich war einfach nur gewillt, nicht zu verlieren. So wie wir vorher gespielt haben, war es peinlich."

Mike Malone (Trainer Nuggets): "Man muss ihre starke zweite Halbzeit anerkennen. Sie sind zurückgekommen und haben uns dann auf dem falschen Fuß erwischt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: In Dallas nichts Neues. Carlisle vertraut der Starting Five, die seit etlichen Spielen sein Vertrauen genießt. Williams, Matthews, Parsons, Nowitzki und Pachulia beginnen. Auch bei den Nuggets gibt es keine Experimente. Mudiay, Harris, Gallinari, Faried und Jokic gehen an den Start.

5.: Die Mavs kommen gar nicht gut aus der Kabine, patzen gleich mehrfach in der Defensive und leisten sich schon früh unüblich viele Ballverluste. Einen davon nutzt Faried beinahe zum And One. Sein Korbleger rollt aber raus, dafür sitzen die beiden Freiwürfe. 10:4 Nuggets.

11.: So langsam wachen die Texaner auf. Harris glänzt mit einem starken Drive in Richtung Korb, holt das Foul und trifft trotzdem den Layup. Auch der Bonus-Freiwurf sitzt. Auf der Gegenseite jagt Augustin aber ansatzlos den Dreier in die Maschen und bringt Denver wieder mit 26:16 in Front.

16.: Es war nur ein Zwischenhoch aus Mavs-Sicht. Nowitzki und Harris vergeben ihre offenen Dreier aus der Ecke, auf der Gegenseite ist es wieder Augustin, der aus der Distanz zuschlägt. Die Nuggets enteilen mit 35:22.

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19.: Faried haut den Monster Dunk raus, wobei kein Verteidiger in der Nähe ist. Carlisle nimmt entnervt die Auszeit. Die bringt aber nichts, die Mavs gehen raus aufs Feld, leisten sich gleich den nächsten Turnover und Gary Harris punktet per Dunk im Fastbreak zum 44:24 für Denver.

24.: Nun knabbern sich die Mavs dank Nowitzki wieder etwas heran. Der Power Forward ist Dreh- und Angelpunkt der Mavs-Offensive und sorgt mit einem Jumper aus der Halbdistanz sowie einem Layup für das 44:56 aus Mavs-Sicht.

29.: Die Mavs können doch noch Dreier werfen! Williams bricht den Bann. Parsons lässt gleich zwei offene Dreier folgen und die Mavs sind auf dem Weg zum Ausgleich. Denver nur noch mit 61:57 vorne.

33.: Lee bringt Dallas aus dem Post erstmals in Führung. Gallinari antwortet zwar per Pullup Jumper, doch dann ist erneut Parsons mit dem Dreier zur Stelle. 70:68 Mavs, die Halle tobt!

39.: Mike Miller ist im Spiel und nagelt gleich mal einen Dreier über Lee rein. Gary Harris lässt einen weiteren Distanzwurf folgen. Schon führen die Nuggets wieder mit 94:80.

44.: Der bärenstarke Lee lässt die Hoffnung der Mavs am Leben und sorgt für Jubel in der Halle, weil er den Slam Dunk reinhämmert. Nowitzki lässt einen Jumper folgen. 95:100.

48.: Matthews bringt Dallas mit einem offenen Eckendreier auf drei Punkte heran, danach trifft er einen Freiwurf. Arthur vergibt im Anschluss den Dreier aus der Ecke und Dallas nimmt die Auszeit. Nach dieser sorgt Felton per Layup für den Ausgleich zehn Sekunden vor Schluss. Barton setzt mit der Sirene zum Gamewinner an, vergibt aber. Overtime.

OT: In der Overtime wird Raymond Felton zum Helden. Der Guard erzielt 8 der ersten 11 Mavs-Punkte in der Verlängerung und führt sein Team zum Sieg. Barton vergibt den schwierigen Dreier 15 Sekunden vor Schluss. Williams und Barea bringen ein irres Spiel an der Freiwurflinie nach Hause. 122:116 Dallas.

Dallas Mavericks vs. Denver Nuggets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Raymond Felton. Parsons läutete das Comeback ein, Nowitzki trug das Team in der ersten Halbzeit, Lee brachte Energie von der Bank, doch am Ende war es ausgerechnet Felton, der die Mavs mit einem Layup überhaupt erst in die Overtime brachte und dort mit 8 Punkten zum Matchwinner wurde. Damit stand der Spielmacher stellvertretend für die große Moral seines Teams.

Der Flop des Spiels: Zaza Pachulia. Der Georgier stand gerade einmal acht Minuten auf dem Feld und sah in der zweiten Hälfte keine Spielzeit mehr. Das hatte einen Grund. Der Center wirkte zu Beginn überhaupt nicht fokussiert und ließ in der Verteidigung die Präsenz vermissen, auch wenn er zwei Steals holte. So erhielt stattdessen Lee viel Einsatzzeit, welcher dieser wesentlich besser nutzte.

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Das fiel auf:

  • Die Mavs kamen überhaupt nicht in die Gänge, was zuletzt häufiger der Fall war und Rick Carlisle Grund zur Sorge bereiten sollte. Dallas leistete sich ungewöhnlich viele unnötige Fehler (5 Turnover nach 7 Minuten) und befand sich defensiv im Tiefschlaf. Denver nutzte die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten anfangs sogar noch zu selten aus, führte aber trotzdem schon nach neun Minuten mit 12 Punkten Vorsprung.
  • Im zweiten Viertel wusste Denver die eklatanten Fehler der Mavs noch besser auszunutzen, kam zu etlichen Fastbreak-Punkten nach Dallas-Ballverlusten und schoss sich von der Dreierlinie heiß, weil die Verteidigung hier durchweg zu spät kam. Die Texaner dagegen trafen in den ersten acht Minuten des zweiten Viertels gerade einmal einen ihrer 13 Wurfversuche und vergaben selbst einfachste Korbleger. Zu diesem Zeitpunkt kamen zahlreiche Buh-Rufe aus dem Publikum.
  • In der ersten Hälfte machten Mavs-Fans eine Zeitreise ins Jahr 2011. Dallas Offensive konzentrierte sich sehr auf Nowitzki. Weil so gut wie gar nichts zusammenlief, wurde der Ball eben zum großen Blonden gegeben, der isoliert wurde und dann damit kreieren sollte. Das Ball-Movement, das Dallas zu Beginn der Saison noch ausgezeichnet hat? Zu dieser Phase kaum vorhanden.
  • Dass das Spiel der Mavs mit dem Wurf steht und fällt, ist kein großes Geheimnis. Carlisle änderte in der zweiten Hälfte gar nicht allzu viel an der Offensive, doch plötzlich begann Dallas in der zweiten Halbzeit die Würfe zu treffen, die zuvor allesamt daneben gingen und lief dann aus der Distanz heiß, weswegen das Comeback gelang. Aus 0 von 11 Dreiern in der ersten Hälfte wurden 11 von 29 in der restlichen Zeit.
  • Trotz der gesteigerten offensiven Produktion leistete sich Dallas in der Defensive weiterhin einige Aussetzer. So kam es am Ende zum offenen Schlagabtausch und die Mavs mussten zum zehnten Mal in dieser Saison in die Overtime. Da setzte Carlisle wie schon zu Beginn der zweiten Hälfte auf Smallball mit Nowitzki als Center sowie Felton und Williams im Backcourt. Der Plan ging auf. Defensiv lag zwar weiterhin vieles brach, doch die Offensive brachte den Sieg ein.

Der Spielplan im Überblick

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