Freitag, 29.01.2016

NBA-Schlaglichter

Bulls ohne Probleme in Hollywood

Das Duell Pau Gasol vs. Kobe Bryant endet deutlich zu Gunsten der Chicago Bulls. Sowohl die Memphis Grizzlies als auch die Toronto Raptors setzen ihren Höhenflug fort, während die Nuggets in Washington gewinnen. Ein Franchise-Rekord der Raptors wird dabei gleich mitgeliefert. Und: Die Pelicans feiern dank Ryan Anderson im Dirk-Modus einen Erfolg gegen Sacramento.

Pau Gasol (M.) führt die Bulls zum Sieg bei den Los Angeles Lakers
© getty
Pau Gasol (M.) führt die Bulls zum Sieg bei den Los Angeles Lakers
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Washington Wizards (20-24) - Denver Nuggets (18-29) 113:117 (BOXSCORE)

Der Negativ-Trend der Wizards hält an und konnte durch John Wall und Co. auch nicht mit speziellen Trikots in Anlehnung an die Baltimore Bullets gestoppt werden. Das Unheil begann bereits im zweiten Viertel, als sich die Nuggets mit einem 11:0-Lauf absetzten und schließlich Mitte des dritten Viertels einen 18-Punkte-Vorsprung auf der Habenseite verbuchen konnten.

Bezeichnend für die aktuelle Spielzeit der Wizards, doch immerhin kämpfte sich Washington nochmal zurück. Angeführt von Wall (17 Punkte, 9 Assists, 7 Rebounds und 4 Steals), Garrett Temple (20 Punkte) und Bradley Beal (17) drehte das Team aus der US-amerikanischen Hauptstadt auf. Das Resultat: 5 Minuten vor Schluss stand es auf einmal wieder unentschieden.

Für mehr reichte es für die Gastgeber dann aber doch nicht mehr. Zwei Dreier in Folge brachten die Nuggets wieder in die Spur zurück und schließlich auch zum Sieg. Bester Mann war dabei Danilo Gallinari, der auf 26 Punkte, 6 Assists sowie 5 Rebounds kam und dabei 4 Dreier versenkte. Emmanuel Mudiay steuerte 20 Zähler bei, Will Barton 15.

So musste Washington also die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen einstecken - und dass, obwohl gleich sieben Akteure der Wizards auf eine zweistellige Punkteausbeute kamen. "An der Offense liegt es nicht", brachte es Wall dementsprechend auf den Punkt. "Wir können einfach keine Seele verteidigen."

Toronto Raptors (31-15) - New York Knicks (22-26) 103:93 (BOXSCORE)

Ganz im Gegensatz zu den Wizards sind die Toronto Raptors gerade auf einem gewaltigen Höhenflug. So gewaltig wie noch nie zuvor in der Franchise-Geschichte! Gegen die Knicks gelang Toronto der 10. Sieg in Serie und damit ein neuer Franchise-Rekord. Zu verdanken haben die Raptors den neuen Eintrag in die Geschichtsbücher vor allem ihrem brandgefährlichen Backcourt-Duo.

Schon vor der Partie wurde bekannt, dass neben Kyle Lowry nun auch DeMar DeRozan den Sprung ins All-Star-Team geschafft hat. Zum ersten Mal seit 2001 schickt die Franchise aus dem hohen Norden damit zwei Vertreter zum alljährlichen Spektakel. Von dieser Nachricht beflügelt, führten die beiden ihr Team mit jeweils 26 Punkten zum Erfolg.

Dank der tatkräftigen Unterstützung von Jonas Valanciunas (11 Punkte, 18 Rebounds) und Corey Joseph (11 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) erarbeitete sich Toronto schon im zweiten Viertel einen zweistelligen Vorsprung. Zwar kämpfte sich New York nochmal bis auf einen Punkt heran, doch gegen Lowry und DeRozan war letztlich kein Kraut gewachsen.

Vor allem, da auf Seite der Knicks sowohl Carmelo Anthony (Knieprobleme) als auch Kristaps Porzingis (Atemwegserkrankung) aussetzen mussten. Dafür sprang Arron Afflalo mit 20 Zählern in die Bresche, Jerian Grant und Sasha Vujacic kamen beide auf 13 Punkte. Die vierte Niederlage in Folge konnten aber auch sie nicht verhindern.

Memphis Grizzlies (27-20) - Milwaukee Bucks (20-28) 103:83 (BOXSCORE)

Wo wir gerade schon mal bei einem Höhenflug sind: So lässt sich durchaus auch der aktuelle Leistungsstand der Memphis Grizzlies beschreiben. Mit dem Erfolg gegen die Bucks kann Memphis nun auf 8 Siege aus den letzten 10 Spielen zurückblicken. Das geht schlechter! Vor allem, da die nicht unbedingt als Offensiv-Monster bekannten Grizzlies nun schon in 7 Spielen in Folge die 100-Punkte-Marke knacken konnten.

Hinzu kommt die unverändert starke Defense, die die Bucks sowohl aus der Distanz (1/16 Dreier) als auch aus dem Feld (36,7 Prozent FG) in die Schranken wies. "Sie haben starke Verteidiger und wir sind ein Team, das gerne die Zone attackiert. Wenn sie die aber so zu machen, dann wird es schwierig für uns", erklärte Miles Plumlee.

Allein Greg Monroe wusste sich zur Wehr zu setzen und kam auf 21 Punkte (8/13 FG) sowie 7 Rebounds. Giannis Antetokounmpo (7 Punkte, 2/10 FG) und Jabari Parker (7 Punkte, 8 Rebounds) blieben dagegen ziemlich blass. Auf der Gegenseite war Jeff Green mit 21 Punkten bester Schütze.

Zudem steuerte Marc Gasol 15 Punkte, 8 Rebounds, 4 Assists und 4 Steals bei, Tony Allen, Courtney Lee und Matt Barnes erzielten jeweils 13 Zähler. So konnte Memphis sich bereits im zweiten Viertel absetzen und fuhr am Ende einen ungefährdeten Sieg ein.

New Orleans Pelicans (17-28) - Sacramento Kings (20-26) 114:105 (BOXSCORE)

Aufgrund einer Gehirnerschütterung bei Anthony Davis mussten die Fans leider auf das Duell Boogie Cousins vs. The Brow verzichten. Doch es war nicht DeMarcus Cousins, der das Fehlen von Davis ausnutze, um eine Monster-Performance auf's Parkett zu zaubern. Vielmehr spielte sich Ryan Anderson mit 36 Punkten (13/25 FG), 9 Rebounds sowie 4 Assists ins Rampenlicht - inklusive einiger Dirk-Nachahmungen.

Dabei präsentierte sich 27-Jährige von Anfang an hellwach und führte die Pelicans zu einem eindrucksvollen Start. Mit 37:19 entschied New Orleans den ersten Abschnitt für sich, zur Pause hatten die Pelicans immerhin noch einen 10-Punkte-Vorsprung vorzuweisen. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits 30 Punkte auf dem Konto von Anderson.

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"Ganz offensichtlich war Ryan heute großartig", meinte auch Pelicans-Head-Coach Alvin Gentry. "Aber als die Kings einen Lauf starteten, haben auch die anderen eine Schippe draufgelegt." Denn Sacramento konnte den Abstand immerhin noch bis auf 5 Zähler verkürzen. Dank Jrue Holiday (25 Punkte, 8 Assists) und Norris Cole (17 Punkte, 10 Assists, 7 Rebounds) behielt New Orleans die Führung aber immer in der eigenen Hand.

Damit gelang den Pelicans der vierte Sieg aus den vergangenen fünf Spielen, die Playoff-Hoffnungen leben also noch. Dieses Motto gilt auch in Sacramento. Die Kings mussten nach zuvor fünf Siegen in Folge nun allerdings die dritte Pleite in Serie einstecken. Das konnten weder DMC (26 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists), noch Ben McLemore (26 Zähler) oder Rajon Rondo (17 Punkte, 15 Assists) verhindern.

Los Angeles Lakers (9-39) - Chicago Bulls (26-19) 91:114 (BOXSCORE)

Zwar wurde Pau Gasol nicht für das All-Star-Game in Toronto nominiert, für den Spanier dürfte es trotzdem ein schöner Abend gewesen sein. Denn immerhin stand das erste direkte Duell mit Kobe Bryant an, seit Gasol die Lakers im Sommer 2014 verließ. Nach einer herzlichen Umarmung vor Tip-Off schenkten sich die beiden allerdings nichts mehr.

Die Oberhand sollte am Ende aber Gasol behalten, der mit 21 Punkten, 12 Rebounds und 7 Assists mal wieder seine Klasse unter Beweis stellte. Somit war der 35-Jährige auch am starken ersten Viertel, das Chicago mit 32:15 für sich entschied, nicht ganz unbeteiligt. Den Vorsprung gaben die Bulls schließlich nicht mehr her und so feierten Gasol und Co. einen ungefährdeten Auswärtssieg.

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Unterstützung bekam Gasol vor allem von Jimmy Butler, der auf 26 Zähler, 10 Assists und 4 Steals kam, sowie von Derrick Rose (16 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists) und Doug McDermott (15 Punkte). Auf der Gegenseite war nicht etwa Bryant bester Schütze, sondern Jordan Clarkson.

Dessen 16 Punkte, 5 Rebounds und 4 Assists änderten am Ausgang der Partie aber genauso wenig wie die gute Partie von Julius Randle (14 Punkte, 8 Rebounds) oder Nick Young (ebenfalls 14 Punkte). Die schwarze Mamba hatte dagegen Probleme mit der eigenen Treffsicherheit (4/13 FG) und kam so nur auf 10 Zähler.

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