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Kaderanalyse Cleveland Cavaliers

Luxustruppe mit Dramaturgie

Freitag, 16.10.2015 | 13:39 Uhr
Zu 33 Prozent gesund: Kevin Love, Kyrie Irving und LeBron James
© getty
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Viel hat sich bei den Cleveland Cavaliers im Sommer nicht verändert, nur die Personalie Tristan Thompson überstrahlt derzeit alles. Auch ohne den Power Forward sollte die Qualität des Kaders aber ausreichen, um im Osten erneut weit zu kommen. LeBron James hat die einzige Gefahr identifiziert, die den Cavs drohen könnte.

Point Guards

Die Qualitäten von Kyrie Irving sind hinlänglich bekannt - kaum ein Point Guard kann dermaßen kreativ scoren. Mit seinem butterweichen Jumper, dem vielleicht besten Ballhandling der Liga und der Fähigkeit, auch gegen Kontakt am Ring abzuschließen, stellt er gegnerische Verteidigungen vor kaum lösbare Probleme und ist ein Dauergast in sämtlichen Highlight-Videos.

Er ist dabei kein klassischer Point Guard, er definiert sich vielmehr über den eigenen Abschluss - solange er neben "Power Point Guard" LeBron James spielt, ist das aber kein Problem. Im Gegenteil. Die vergangene Saison zeigte, dass Uncle Drew und LeBron durchaus kompatibel und im Verbund tödlich sind.

Auch in seiner ersten Postseason wusste der dreimalige All-Star durchaus zu überzeugen, bevor ihn Verletzungen Teile der Conference Finals und nach Spiel 1 die kompletten Finals kosteten. Und diese Verletzungen sind auch vor der kommenden Saison Thema. Nachdem Irving im Sommer am Knie operiert wurde, gibt es immer noch keinen wirklichen Zeitplan für seine Rückkehr.

Zuerst wurde davon gesprochen, er werde erst 2016 wieder spielen können, nun sickerte durch, dass er womöglich "nur" den ersten Saisonmonat aussetzen muss. GM David Griffin sagte kürzlich nur, man werde die frisch operierten Irving und Kevin Love "bewusst sehr, sehr langsam zurückbringen. Wir haben für sie keinen aggressiven Zeitplan."

Das ist nur logisch. Irving hatte in seiner vierjährigen Karriere schon häufig mit Verletzungen zu kämpfen, von daher will man kein unnötiges Risiko eingehen, indem man ihn zu früh wieder auf den Court schickt. Zumal sie im Aufbau zwei Spieler haben, die ihn in der Frühphase der Saison zumindest adäquat vertreten können.

Da wäre zum einen Matthew Dellavedova, den man für seine teilweise überragenden Playoff-Leistungen mit einem neuen Einjahresvertrag belohnt hat. Was dem Australier an Talent fehlt, macht er mit umso mehr Einsatz, starker Defense und einem "Hang zum Asozialen" wieder wett. In Cleveland ist er Publikumsliebling, beim Rest der Liga gibt es für ihn weniger Sympathien.

Delly wird aber auch in Abwesenheit von Irving vermutlich nicht starten, dafür wurde mit Mo Williams noch ein alter Bekannter geholt. Der 32-Jährige spielte 2008/09 seine einzige All-Star-Saison in Cleveland und legte an der Seite von LeBron die beste Dreierquote seiner Karriere auf (43,6 Prozent).

Er mag nicht mehr den Speed von damals haben, dennoch ist Williams in jedem Fall in der Lage, offene Dreier zu treffen und den Ball zu bewegen - vielmehr muss er in diesem Kader vermutlich auch nicht tun. Punkten kann er aber immer noch: Im Trikot der Timberwolves legte er letzte Saison sein Career High von unglaublichen 52 Punkten auf.

Für die 2,1 Millionen Dollar, die Williams in Cleveland verdient, ist er ein absoluter Steal. Zumal er sich dem Kollektiv unterordnen kann und will, nachdem er die letzten Jahre bei einigen miesen Teams verbracht hat. "Ich werde hier keine 45 Minuten spielen. Ich bin hier, um die Jungs zu entlasten. Ich will meinen Teil dazu beitragen, einen Titel nach Cleveland zu bringen."

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